Dem Wiener Reinhard S. (Name der Red. bekannt) geht es wie Bill Murray in der US Komödie „Und täglich grüßt das Murmeltier: Wenn er in der Früh aus dem Fenster seiner Wohnung im 2. Bezirk schaut, beobachtet er Tag für Tag die gleiche Szenerie. Autos, meist mit ausländischen Kennzeichen, fahren vor, laden Gruppen von Ausländern aus – und verschwinden danach wieder. Manchmal werden sie auch von der Polizei erwischt.

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Herr S. fotografiert nämlich die Vorgänge, ruft die Polizei, überlässt ihr die Fotos mit Gesichtern und Kennzeichen der Schlepper. Die illegalen Einwanderer entfernen sich währenddessen entweder zu Fuß oder per Taxi, zunehmend mehr Ausländer muss aber die Polizei abtransportieren, egal, was sie sonst gerade zu tun hat.

Reinhard S.: „Die Polizei kommt nur auf Anruf“

Weil die Zahl der Eingeschleppten ständig zunimmt, reichen die üblichen Kleinbusse der Exekutive nicht mehr aus. So etwa heute, als es galt, rund 25 Menschen abzutransportieren, musste ein Reisebus eingesetzt werden. Wie S. kritisiert, „kommt die Polizei nur auf Anruf mit entsprechender Verzögerung. Wäre eine Streife zu den üblichen Anlieferzeiten hier im Grätzel rund um die Böcklinstraße unterwegs, könnte sie viel öfter Schlepper festnehmen“. Was gar nicht mehr primäres Einsatzziel zu sein scheint: Die Gegend ist voll mit ehemaligen Schlepper-Kfz, die oft wochenlang, mit Krallen versehen, herumstehen und rare Parkplätze der Anrainer blockieren. Noch viel schlimmer ist der Stau festgenommener Schlepper in U-Haft. Die zuständige Justiz kommt kaum noch mit dem Aufarbeiten nach. Wurden heuer doch bereits mehr als 500 Schlepper festgenommen – zusätzlich zur sonst üblichen Kriminalität.

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