Prügeln statt kicken
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Gewalt im Fußball wird für Berlin zum Problem. Ausfälle gegen jüdische Spieler sind aktuell die Spitze eines Eisbergs. Gewalt gegen Schiedsrichter sowie mehr gewaltbereite Anhänger sind trauriger Alltag. In Brandenburg erforderte jüngst ein Landesklasse-Spiel einen Polizeigroßeinsatz wegen 14 randalierender Zuschauer – bei insgesamt 67 Fans. Berlins Fußball-Verband: „Wir haben ein Gewaltproblem!“

Die Polizei muss immer öfter eingreifen: 2012/13 gab es bei 10,1 Prozent der polizeilich betreuten Spiele „Vorkommnisse“, 2013/14 bei 16,6 Prozent. Auch die „Störungen“, die häufigsten waren Schlägereien, nahmen zu. Dabei ist bei vielen Spielen noch nicht einmal Polizei vor Ort.

Eltern von Jungspielern immer aggressiver

Schiedsrichter erleben mehr enthemmte Fans, Beleidigungen und Aggressivität. Auch kracht es häufiger schon in der Kreisliga und darunter. Über Jahrzehnte betrachtet sind Hemmschwellen gesunken. Massenschlägereien sind jederzeit möglich.

Am letzten Augustwochenende haben sich 21 Männer beim Spiel zwischen dem jüdischen Sportverein TuS Makkabi III und dem arabischstämmigen Meteor 06 III in Charlottenburg geprügelt, antisemitische und antiarabische Parolen inklusive. Die Vereine geben sich gegenseitig die Schuld. Sportstrafen greifen kaum.

Schiedsrichter beobachten vor allem bei Eltern der Jungspieler die aggressive Stimmung, die eine offizielle Gewaltvorbeugung bei den Kleinsten verpuffen lässt. Das Duell Makkabi gegen Meteor 06 zeigt zudem die viel verschwiegene Gewalt gerade bei Spielen gegeneinander.

SV-paz2015-37

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MURAT O.
09/09/2015 23:17

Hat dies auf MURAT O. rebloggt.

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