Germania2013

Interessant:

“Bericht aus dem montäglichen
Pegida – Dresden
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Inhalt
– Verkehr
– Parkplatz
– Gelände
– Touristen
– Fußgängerzone – Frauenkirche
– Die Demonstration – Platz vor der Semperoper
– Die Opposition, bzw. Teile davon
– Sicherheit
– In die Kernzone hinein
– PS
– PPS – Rekapitulation
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Verkehr
Ich hab mich neulich mal montags hinbegeben.
Zunächst fahre ich nicht direkt in´s Zentrum, sondern einkaufsbummle (um nicht denglisch zu shoppen) noch etwas in der Peripherie.

Der Verkehr in der Stadt erscheint völlig normal.

Ein erhöhtes Polizeiaufgebot kommt von der Autobahn A4 her in den bekannten Mercedes-Mannschaftswagen. Mich überholen aber netto nur sechs Fahrzeuge.

Im Regelverkehr garkeines!

Bei Fußballspielen empfindet man diesbezüglich einen deutlich höheren Aktionismus.

Nun taste ich mich Richtung Zentrum vor, in der Hoffnung, noch den letzten Parkplatz zu ergattern.

Parkplatz
Von Parkplatzknappheit jedoch keine Spur. Im Zentrum angekommen steht nur ein Polizeiauto am Parkplatz völlig entspannt schier routiniert und registriert nicht mal augenscheinlich, wer da alles kommt oder geht.

Aus der Distanz, ohne den Grund zu erkennen, rauschen laut tönende Einsatzfahrzeuge, hin und wieder vorbei. Da auch Feuerwehren dabei sind, scheint es nicht um die Pegidaveranstaltung zu gehen.

Das geparkte Auto steht auf dem halbgefüllten zentrumsnahen Parkplatz und ich hab schon meine Zweifel, ob jetzt jeden Montag Pegida wirklich stattfindet.

Ich laufe über die Straße und neben mir ein mit überdimensionierter Kamera „bewaffnetes“ Studentenpärchen ist die erste Anomalie dieses Abends.

Gelände
Über die Straße hinweg, dabei sei gesagt, daß in Dresden durch Bomber Harris alles etwas größer und weiter ist, als in westlichen Städten, da das Zentrum praktisch „neu“ erschaffen wurde und somit auch eine Straßenüberquerung wegen dem vielen Grün dazwischen eine gefühlte 65 m Distanz, wird es sofort multikulturell.

Touristen
Japaner oder Chinesen, so genau vermag ich es nicht zu sagen, wenn ich darüber nachdenke wahrscheinlich Letztere, knipsen was das Zeug hält, selbst noch 300 m von der Frauenkirche entfernt, auf die ich mich von Seitenstraßen her zu bewege.

Transparente Pegidaaktivisten oder Gegnerschaft? Nichts!

Straßenbahnfahrende warten und steigen in die gefühlt 30 sekündlich erscheinende neue Bahn.

Die Bahnen fahren fast Stoßstange an Stoßstange, bzw. Kupplung an Kupplung, so geht’s da heute zu, und das Tempo, welches sie vorlegen, erinnert mich eher an das auf der A4 gefahrene Tempo der LKW ebenda.

Werden Straßenbahnen eigentlich nicht geblitzt?

Fußgängerzone-Frauenkirche
Der Fußgängerzonenbereich jenseits der vorgenannten just überquerten breiten Allee, der genaugenommen noch gar keiner ist, aber da sich Parkplätze hier weniger bis gar nicht finden lassen, man kaum Autos begegnet, ist immer noch nahezu menschenleer.

Es sind eher Späteinkäufer, welche die Boutiquen besuchen, als Demonstrationsteilnehmer welche man neben sich wähnt.

Die Seitenstraße weitet sich zu dem großen Platz vor der Frauenkirche, das nachwendliche Symbol Dresdens, bekannt, von hier bis Neuseeland und wieder zurück.

Die Straßencafes versprühen einen südländisches Flair, die Luft ist altweibersommerlich temperiert und es ist für die Verweilenden augenscheinlich ein Genuss, sich dort niedergelassen zu haben.

Eine völlig ruhige entspannte Atmosphäre, wovon die einzige Spannung von den nun häufiger werdenden Touristen ausgeht.

Wieder sind es Chinesen, denen man jetzt in interessierten geführten Gruppen begegnet, und die sich vor der architektonisch einmaligen Kulisse staunend ausbreiten.

Die Kirche selbst, von allen Seiten, aber auch die Malereien gegenüber, an denen man selber schon tausendmal unachtsam vorbeigegangen ist, bekommen von den Besuchenden eine Wertschätzung, daß es einen selbst endgültig neugierig macht, was denn daran so toll ist.

Vielleicht sollte man auch mal eine Führung buchen, um zu wissen, wo man wohnt.

Der Fußgängerzonen – Hotspot von der Kirche abwärts Richtung Elbe ist aufgrund der enger zusammenrutschen Geschäfte und Cafes aber knallvoll.

Nebeneinander kann man nur noch bedingt laufen, hintereinander wäre angebracht.

Wir haben 19:30 Uhr.

Dort lang zu laufen ist unsinnig, ich entscheide mich für die linke Straße Richtung gemutmaßtem Pegida Demonstrationsplatz.

Internationale Touristen, Chinesen, ja das hatten wir schon, aber hier eben wieder, jede geschlagene Granitfigur auf den Fassaden wird auf Zelluloid, pardon vielmehr auf Gigabyte-Chips gespeichert.

Immer noch kein Hinweis, daß Pegida auch hier sei.

Es sind nur nochgeschätzte 200 m Luftlinie bis zum Semperoperplatz.

Die Demonstration – Platz vor der Semperoper
Und da plötzlich vernimmt man tatsächlich die aus DDR Zeiten vertrauten Lautsprecher in komischerweise derselben Tonlage, also mit erhobener schier rufender Stimme, leider, wie damals, oder damals zum Glück, aus der Entfernung inhaltlich nicht verstehbar.

Zu sehen ist noch nichts, muss erst um das letzte Architektur- Highlight zwischen mir und der Semperoper herumlaufen. Und am Eingang des Platzes stehen auch schon die Menschen.

So, hier sind also alle!
Klar, das deshalb der Rest der Innenstadt so überschaubar ist.

Aber wo die alle parken, bleibt unbeantwortet.

Aber dieser Eindruck, die architektonische, geschichtlich schwer wiegende Kulisse, der Rahmen, dieses Ensemble, macht diese Veranstaltung allein schon zu einem Erlebnis. Da werden alle Kopien davon, so gut sie auch seien mögen, nie dagegen anstinken können.

Wer es nicht weiß, der Platz teilt sich durch eine weit geschwungene Straße, auf der auch Schienen liegen, aber nicht klar ist, ob auch Bahnen fahren, so daß dieser Bereich frei ist.

Diesseits und jenseits stehen die Menschen, jenseits ist es so voll, daß es für Mütter mit Kinderwagen, die durchaus auch zu sehen sind, zu eng wird.

Wir haben bald 20:00 Uhr, die Kinder bleiben heute aber lange auf!

Der aktuelle Redner ist ein schweizer Ableger der Pegida.

Er heizt mächtig ein und an.

Nachdem, was ich von Wilders gehört habe, war heute ein ganz anderer Tonfall zu hören.

Es war Druck im Kessel, richtig Feuer konnte man spüren.

„Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen“, Merkel muss weg“, “Widerstand” und „Bevölkerungsaustausch“ und die Menge geht mit.

Die Opposition, bzw. Teile davon
Mitgehen erkennt man allerdings nicht von der Menge diesseits der Straße, wobei Menge sogar der falsche Ausdruck ist.

Es ist ein sehr luftig loses Spalier von Menschen welche unregelmäßig an dieser Straße stehen und an dem Punkt, von wo das Rednerpult Richtung Elbe ausgerichtet ist, sich 15-20 Menschen um ein Transparent scharen, welches die Missgunst zur Veranstaltung als solches zum Ausdruck bringen soll.

Das war der Rest der Gegnerschaft, alle andere wurden wohl sogar schon durch die tagtäglichen MSM Meldungen geläutert.

Richtung Elbterrassen, also von einer ein wenig erhöhten Position, lungern weitere Zuhörer, denen man die Pro/Kontra Ausrichtung nicht ansehen kann.

Sicherheit
Südlich davon endlich auch ein paar Polizeiautos nebst Besatzung, die sehr entspannt miteinander plauschen und diesen „Einsatz“ vielmehr als Exkursion, denn als „Arbeitsmaßnahme“ empfinden.

Souverän beobachtet sie aus sicherer Entfernung und hat augenscheinlich alles derart unter Kontrolle, daß sich nicht mal trennend zwischen Pro und Kontra aufstellen muss.
Es fehlten eigentlich nur noch Skatkarten.

Wenn es tatsächlich so ist, daß die Gegendemonstranten ohnehin bestellt und bezahlt werden, dann wird die Polizei darüber, wenn das der Fall ist, sicherlich Kenntnis haben.
Und wenn keine Gegendemo „in Auftrag“ gegeben wurde, dann wissen sie es auch.
Irgendwie so hat es gewirkt, kann mich auch irren, aber so interpretiere ich es mal rein subjektiv.

In die Kernzone hinein
Nachdem ich also den heutigen Umfang „erfasst“ hatte, machte ich mich auf den Weg, die Straße, Richtung die Veranstaltung auf der Straßeninnenseite sichernden schwarzen Ordner zu überqueren. Nach Augenkontakt und einem freundlichen „Hallo“ macht er einen Schritt zur Seite, um mich ins Innere zu lassen.

Nicht überall ist dahin ein Weg frei, weil die Menschen innerhalb der Straße bis zurück an diese stehen.

Man traut sich nicht auf Anhieb einfach so auf die bedrohlich aussehenden Ordner zuzugehen, und ich merke es, wie ich drin bin, daß die Leute innerhalb der „Ordnerfestung“ irgendwie anders sind, freundlicher, sie blicken aufeinander schauen sich in die Augen.

Zurückblickend kommt man sich wohl so vor, wie in dem Moment, wenn man sich outet, zu einer Gruppe sich zugehörig zu fühlen, mit welcher man bisher nur eine verdeckte Sympathie pflegte.

So gesehen, sind von den „außerhalb“ Stehenden sicherlich noch Etliche dabei, denen das Outing zu riskant erscheinen mag.

Was damit einher geht, merke ich, als ich wieder zu Hause bin und mich einer der mich dort gesehen hat gleich mal öffentlich „anmacht“.

Die Kehrseite des Outings.

Aber das dazu Gewonnene wirkt so viel intensiver bereichernder, daß ich den Vergleich zur Kehrseite als absurd ansehe.

Sie versuchen dich in die Pfanne zu hauen, wo es auch geht aber es ist ein verzweifelter Versuch der Abschreckung.

Die Menschen drinnen also, gemeldet wurde was von 7.500 bis 10.000 mit steigender Tendenz, (ich versuche vllt. später mal zu zählen) die sich offen zu ihrer Position durch Beifall und Zurufe bekennen, outen sich also gegenseitig, weil sie sich im realen Leben oft nicht so ehrlich zueinander sind. Gründe dafür sind im DGF 2015 nachzulesen.

Ja, wir sind die, die angebliche Volksvertreter ihrerseits volksverhetzend als “Pack” bezeichnen, und Nazi-Zurufe sind so inhaltsleer nichtssagend und abgedroschen, daß es uns und sonstwen auch nicht mehr anhebt.

Ihr habt fertig, ihr Nazirufer! Flasche leer!

Ihr habt Euch vor eine Karren spannen lassen, einem der in die falsche Richtung gezogen werden soll, von Euch, Euch Fußvolk, welches ihr noch popelige zwanzig bekennende Seelen zählt.

Ja auch wir stehen vor einem Karren, in dem nicht alles was drin ist, von uns auch dort hin gezogen werden will. Aber es ist das Wesentliche drin, der Schutz unserer Heimat, die persönliche individuelle Unversehrtheit und der innere nationale Frieden.

Dieser ist, wie ich es bereits in einem gelöschten Beitrag vor ca. zehn Tagen ankündigte, mittlerweile von Rednern der SPD (Bayern) als auch vom Innenminister des Saarlandes Klaus Bouillon höchst selbst, ab jetzt durch die Behörden als nicht mehr 100%ig zusicherbar anzusehen.

Wodurch? Nun genau durch die Geschehnisse, wogegen die Pegida von Anfang an demonstriert und gewarnt hat.

Innenministerium und Pegida ziehen also schon an einem Strang!

Daß ich mal für die gleichen Interessen wie das Innenministerium demonstrieren würde und dafür von bis zur Besinnungslosigkeit konditionierten grünlinksfaschistischen Systemlingen angemacht werde, wer hätte das gedacht!

Und doch war es so!

Die Erfahrung endlich in einer Masse zwischen Gleichen zu sein, die eine nationale heimatschützende Position einnehmen, die keine Lust mehr haben, sich gegenseitig, wie der Tumbe Rest vorzulügen, kein derartiges Interesse zu haben, war eine großartige Erfahrung, eine, die Suchtpotential besitzt!

Suchtpotential mit Ansteckungsgefahr!

In diesem Sinne, bis demnächst wieder, in diesem Theater!

PS
Alle kommenden Wochen fangen ja wieder mit einem Montag an, und in drei Tagen kommt schon der nächste!

Es ist schon grandios, diese Gegenwart hautnah miterleben zu können.
Unsere Nachkommen werden uns darum beneiden!
Es ist durchaus schon irgendwie, wie 1989, wenn nicht genauso!

Wird Merkels aufstieg und Fall durch dieselben Demonstrationen geschehen?

PPS- Rekapitulation
Dabei fällt mir ein Spruch ein, “Wenn Du wissen willst, wer das Sagen im Land hat, dann merkst Du es, wenn Du laut gegen ihn demonstrierst.”
Merkel ist es offenkundig nicht!
Also sind “Merkel muss weg – Rufe” mutmaßlich die falschen Ideen.

Deshalb läßt man das Volk wohl gewähren. Wenn sie erst mal richtigen Namen nennen, dann würde es wohl ungemütlich, aber mit Kontra – Merkel und Konsorten Rufen, kann man sich einigermaßen sicher wähnen!
Da erheben die Polizisten nicht mal den Blick vom ausgebreiteten Skatblatt.”

Quelle: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=374397

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