Stefan Schubert
Der ehemalige Bürgermeister von Berlin-Neukölln ist einer der letzten Klartext-Politiker der
Republik. Seinem Realitätssinn, nach 15-jähriger Amtszeit in dem Problemstadtteil, haben
die weltfremden Ideologen in den Talkshow-Karussells nichts entgegenzusetzen. Dies allein
schützt ihn, um nicht neben seinem Parteigenossen Thilo Sarrazin auf dem medialen
Scheiterhaufen verbrannt zu werden.

buschk
In einem großen Welt-Interview räumt der Pragmatiker mit den Phrasen der Politik-Funktionäre auf.
Das »Wir schaffen das« von Angela Merkel nennt er eine »Durchhalteparole«. Auch für Merkels
Behauptung, »dass 70 Prozent der Syrer wieder nach Hause gehen« hat er nur Spott übrig. »Dies
ist die gleiche Fehleinschätzung wie zur Rückkehr der Gastarbeiter der 60er-Jahre. Ein Placebo zur
Volksberuhigung.«

Die andere Gesellschaft

Er rechnet nicht mit einem Absinken der Flüchtlingsströme. Im Gegenteil: Durch den
Familiennachzug und auf EU-Prognosen gestützt geht er von bis zu zehn Millionen Flüchtlingen bis
2020 aus. »Das ist eine ganz unaufgeregte Rechnung anhand der vorliegenden Fakten.« Auch
über die negativen Auswüchse, weil der Flüchtlingsstrom in Deutschland aus 70 Prozent allein
reisenden Männern besteht, nimmt Buschkowsky kein Blatt vor den Mund. » (…) Es genügt ein
falsches Wort oder ein schiefer Blick, um eine Prügelei auszulösen. Die Mehrheit reagiert brutal.

 

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