Frei gedacht
Eva Herman
von Eva Herman

 

Als ich diesmal meine Kolumne an die Chefredaktion abschickte, begann es in meinem Inneren zu rumoren: Die Fakten, die ich zusammengetragen hatte zum Thema Einwanderungschaos und Terror waren derart entmutigend, dass mir die Leser leid taten. Der Chefredakteur war wohl erleichtert, als ich anbot, einen neuen Text zu verfassen. Nun sitze ich vor meinem PC und möchte in diesen schweren Zeiten Ihnen, liebe Leser, Mut zusprechen.

Beginnen möchte ich mit einer Erfahrung der letzten Monate: Immer mehr Menschen beten, manche, die sich ihr Leben lang Atheisten nannten, geben dies nun unumwunden zu, denn sie wissen anders nicht mehr weiter. Gewiss, die Ereignisse werden immer drückender. Wenn unser System gestern noch unter der Last von Millionen Einwanderern zusammenzubrechen drohte, erscheint uns dies fast als Marginalie gegen die brutalen Terroranschläge in Paris. Aktuell wird über Militäraktionen Europas diskutiert. Jeder weiß, was das heißt. Furcht macht sich breit, die nächsten Anschläge wurden von den Terroristen angekündigt; die Einwanderer strömen indes weiter ungebremst in unser Land.

Was soll man tun gegen die Angst, die langsam emporkriecht, die uns die Massenmedien noch verbieten wollen? Was sollen wir machen? Kämpfen? Aber gegen wen? Gegen die Politiker, das System, die Islamisierung? Gegen die Globalisierung, den Wachstumswahn, die Gewinnmaximierung? Gegen den Zerfall unserer Werte, der Ethik und Moral? Wo fängt man an, wer hört uns zu, wer möchte wirklich etwas zum Guten wenden? Gibt es überhaupt noch Lösungen? Und wenn, bei wem?

Ich muss bei all dem Geschehen an einige Bibelgeschichten denken, nach denen die Menschheit in letzter Minute tatsächlich nur noch durch das Eingreifen des Schöpfers zur Vernunft gebracht werden konnte. Des Schöpfers? Wer war das gleich nochmal? Manche nennen ihn heute das Universum, den Kosmos, andere sprechen von der großen Energie, die alles durchflutet. Die meisten Menschen der westlichen Welt aber glauben, dass Gott in der Kirche zu finden sei. Da jedoch die Kirchen im Laufe der letzten tausende Jahre eine Menge Unheil anstifteten, dies stets noch im Namen Gottes, so haben die allermeisten Menschen das Vertrauen in ihn verloren. Aber ist es wirklich richtig, Gott und die Kirchen auf eine Stufe zu stellen? Wohl kaum. Die Kirchen brauchen Gott, aber Gott braucht die Kirchen nicht. Als der Mensch die Erde betrat, war diese schon fertig. Kirchen waren bekanntlich damals weit und breit noch nicht zu sehen. Erst Millionen Jahre später wurden sie flächendeckend emporgezogen, im Zuge der Zwangschristianisierung im frühen Mittelalter, meist als Markierung Roms, dass man an diesem Flecken nun auch Macht erreicht hatte. Mit der Zwangschristianisierung hatte man auch den Naturglauben der alten Völker beseitigt, der diese einst dazu gezwungen hatte, in Ehrfurcht auf die Knie zu gehen, wenn sie wieder einmal gefehlt hatten. Die meisten Menschen heutzutage sind nicht mehr in der Lage, die Wechselwirkung zu erkennen, die aus ihren falschen Handlungen als Folge für sie entstehen muss. Und so klagen sie lieber darüber, wie ungerecht der Himmel es mit ihnen meine, ohne an das Naturgesetz der Wechselwirkung zu denken, welches da lautet: Was der Mensch sät, das wird er vielfach ernten. Wer Hafer sät, kann keinen Roggen ernten, wer Übles tut, muss Unschönes ernten.

Während der Mensch in früheren Zeiten Schicksalsschläge also nicht nur erduldete, sondern sie meist als Deutung einer höheren Macht annahm, die ihn zum Umdenken bewegen wollte, finden wir heute selbst kaum noch zu derartigen Überlegungen. Im Gegenteil. Eine solche Haltung wird eher milde belächelt oder verspottet. Denn wir sind ja fortschrittlich, modern und hoch entwickelt.

Den mächtigen „Global Players“ kann es nur recht sein, wenn über ihnen niemand mehr ist, an den die Menschen in dieser dunklen Zeit glauben. Dann haben sie freie Bahn. Weswegen zum Beispiel der Gottesbezug auch nicht Einlass in den Maastricht-Vertrag fand, welcher die „Einheit Europas“ ordnen soll. Mal ehrlich: Konnte es je gut gehen, dass dieses riesige, europäische Schiff ohne den richtigen Kapitän gelenkt und manövriert werden konnte? Ohne den Schöpfer, der uns allen, jedem Einzelnen, das Leben schenkte, der uns diese Welt in all ihrer Schönheit und Pracht in Obhut gab, der uns in allumfassender Liebe gewähren ließ Millionen Jahre. Lichtvater, wie ihn die alten Sachsen einst nannten, senkte in uns auch die Liebe, das Licht und die Fähigkeit, die Wahrheit, also seine Naturgesetze zu erkennen. Er vertraute uns, und er vertraute uns seine Erde an. Und was taten wir? Wie gingen wir mit dem Leben um? Wie sieht die Welt heute aus? Verwüstet, ausgenommen wie eine Weih­nachtsgans. Unsere Verantwortung für die Schöpfung, wie haben wir sie wahrgenommen? Der Scherbenhaufen, vor dem wir derzeit stehen, dürfte nur die letzte Auswirkung einer uralten Kette von Verwerfungen sein. Jener Gott, den wir Menschen uns selbst schufen, das Goldene Kalb, lebt in Wirklichkeit nicht, das durch Menscheneitelkeit erdachte System krankt an allen Ecken, nun kollabiert es. Und uns fehlt der Anschluss nach oben.

Der deutsche Physiker Albert Einstein ging einst von einer kosmischen Religiosität als stärkster Triebfeder zur Grundlage seiner Arbeit aus. Er sprach von einem tiefen Glauben an die Vernunft des Weltenbaues und der Sehnsucht nach dem Begreifen derselben. Dass Gott „nicht würfelt“, wie Einstein sagte, zeigt, dass er von dessen gut durchdachtem Weltenplan ausging. Ebenso wie Max Planck äußerte auch Einstein die Ansicht, dass die Energie, welche die Atome in Bewegung hält, alleine die Kraft Gottes sei. Oder sehen wir uns Jahrhundertkomponisten wie Bach, Händel oder Beethooven an und viele andere schöpferisch arbeitende Menschen, die uns bis heute mit ihrer Arbeit beeinflussen. Sie alle einte ein Gedanke als Triebfeder: Es existiert eine höhere Schöpferkraft, die uns lenkt und zuverlässig durch eine Form von Wechselwirkung mit uns umgeht, frei nach dem bib­lischen Grundsatz der Saat und Ernte. Es eint sie die Überzeugung, dass jene urewige Macht eine unerschöpfliche Kraft sein muss, die mit unumstößlichen Gesetzen uns Menschen zur Rechenschaft zieht, uns belohnt oder auch straft. Wäre es vielleicht sogar möglich, dass alle diese beeindruckenden Persönlichkeiten den Zugang zu ihrer genialen Kraft überhaupt nur alleine durch ihre feste Überzeugung erhielten, dass jene übergeordnete Weisheit existiert- nicht nebulös, sondern real und damit zuverlässig wirkend? Gab es durch die sichere Erkenntnis also eine Verbindung nach oben? Warum besitzt unsere Zeit Schaffende dieser Klasse so gut wie überhaupt nicht mehr? Wo sind die weisen, starken Persönlichkeiten, denen wir nur zu gerne vertrauen wollten in dieser schwierigen Zeit? Müssen wir uns nicht fragen, ob wir den Anschluss verloren haben? Eventuell ist ja jetzt die Zeit gekommen, in der wir uns erinnern an die Verbindung nach oben? Johann Wolfgang von Goethe formulierte die Grundlage seines gesamten Seins in einem kurzen Satz: „Wer Gott vertraut, ist schon auferbaut!“ Wohlan denn Herz, nimm Abschied (vom alten Denken) und gesunde.

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sylvia
24/11/2015 20:00

hallo kiely,

wir brauchen niemand der uns vorgibt was wir zu denken haben, du etwa???

sylvia
24/11/2015 19:56

hallo,

ich bin neu auf der seite. eva hermann finde ich gut.

was mir im kopf rumschwirrt ist,

WIR haben das DEUTSCHE REICH mit den bestehenden GESETZEN noch. wieso kann man hier nicht

ansetzen? die BRD ist illegal, also eine eingetragene firma. auf eine antwort wäre ich dankbar.

Niels
Niels
25/11/2015 13:23

http://www.civilpetition.de/kampagne/kein-beitritt-der-tuerkei-in-die-eu/startseite/

Diese extrem wichtige Petition bitte unterschreiben.
Und bitte auch verteilen.
Danke.

Niels
Niels
25/11/2015 00:09

http://www.civilpetition.de/kampagne/kein-beitritt-der-tuerkei-in-die-eu/startseite/……

Bitte diese Petition unterschreiben und verteilen.
Danke.

Madita
Madita
24/11/2015 13:43

http://www.civilpetition.de/kampagne/kein-beitritt-der-tuerkei-in-die-eu/startseite/……….

Die Türkei darf unter keinen Umständen Mitglied der EU werden.
Um das zu verhindern, bitte ich alle diese Petition zu unterschreiben.
Und bitte an alle Freunde zu verteilen.
Und wenn es geht verlinken.
Im Interesse unserer schönen Heimat.
Danke!

Madita
Madita
24/11/2015 02:51

http://www.civilpetition.de/kampagne/kein-beitritt-der-tuerkei-in-die-eu/startseite/……

Wir wollen keine Türkei in der EU.
Darum doch bitte unterschreiben und an alle Freunde verteilen.
Und fleißig verlinken.
Danke.
Ihr wisst, wenn die Türkei in die EU kommt, dann dürfen nochmals Millionen Türken zu uns
kommen. Wer will das schon.

Helmut Wolf
Helmut Wolf
20/11/2015 10:38

Lull und Lall

blackhawkone
20/11/2015 01:37

Hat dies auf ERWACHE! rebloggt.

Germania2013
18/11/2015 22:12

Ich bin kein Christ. Glaube ist m. Meinung da gut, wo man selber nichts mehr bewirken kann. Ich bin aber überzeugt, dass „wir“ (im Sinne wie es Frau Herrmann gedacht hat) etwas bewegen könnten, wenn wir denn das Richtige tun würden. Nun, „wir“ tun das ja bekanntlich nicht. Weil aber noch Handlungsoptionen vorhanden sind, die nur nicht ergriffen werden, halte ich Glauben an etwas, was „uns noch helfen könnte“, für falsch. Glauben sollte man erst an dem Punkt, wo keine Handlungsmöglichkeiten mehr zur Verfügung stehen. Dann erst kommt der Glaube zu tage, der mir die Gewissheit gibt, dass das, was… Weiterlesen »

Kiely
Kiely
18/11/2015 22:03

Wo sind die weisen, starken Persönlichkeiten, denen wir nur zu gerne vertrauen wollten in dieser schwierigen Zeit?

Die haben sich in das sichere Refugium in Kanada verzogen – einschließlich der Frau Hermann.

Germania2013
18/11/2015 23:35
Reply to  Kiely

Interessant 😉
Das ist ja die absolute Frechheit. Selbst mit dem Hintern im Sicheren sitzen und nach starken Persönlichkeiten rufen.

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