Dem Mann müßte man doch ein Denkmal setzen! Endlich einmal jemand, der Merkel die Stirn bietet

Flüchtlingskrise: Landrat schickt Merkel Bus voller Flüchtlinge

Invasoren Bürgermeister

 

Ein niederbayerischer Landrat macht ernst: In Landshut ist ein Bus mit Flüchtlingen nach Berlin gestartet. Damit drohte er Merkel bereits im Oktober. Eine Intervention Seehofers zuvor scheiterte.

Von Christian Eckl

 

 

Der Landshuter Landrat Peter Dreier schickt 52 Flüchtlinge per Bus nach Berlin zum Kanzleramt. Er könne keine weiteren Migranten mehr aufnehmen. Die Aktion hatte er im Herbst angedroht. Quelle: Die Welt

„Wir schaffen das nicht!“ Diese Worte warf der Landshuter Landrat Peter Dreier in einem Telefonat Kanzlerin Angela Merkel an den Kopf. Das war am 28. Oktober 2015 – lange vor den Übergriffen in Köln, die eine Wende in der Willkommenskultur und letztlich auch in der Flüchtlingspolitik brachten.

Jetzt macht der Freie Wähler ernst: Nach Informationen der „Welt“ ist kurz nach zehn Uhr in Niederbayern ein Bus gestartet – statt mit geplanten 51 mit 31 Flüchtlingen. Die Syrier sollen direkt zum Bundeskanzleramt gebracht werden sollen.

Dreier hat die Flüchtlinge darüber informiert, was mit ihnen geschieht – keiner sei gegen die Fahrt gewesen, alle seien freiwillig in dem Bus. Auch der Politiker möchte mitfahren und Merkel die Botschaft persönlich überbringen.

Zuvor versuchte Ministerpräsident Horst Seehofer zu intervenieren, jedoch ohne Erfolg.

Bayerischer Landrat – Peter Dreier – FW Invasoren Bürgermeister 2

„Werde Flüchtlinge per Bus zum Kanzleramt schicken“

Der Landshuter Politiker ist offenbar sauer darüber, dass man in Berlin das System der Flüchtlings– und Asylbewerber-Unterbringung überhaupt nicht verstehe. „Die sagen, jetzt kommen ja nicht mehr so viele, jetzt ist das Problem gelöst“, heißt es im Umfeld des Landrates. „Aber die haben nicht verstanden, dass es einen Stau gibt, weil die Flüchtlinge, die zu uns in den letzten Monaten kamen, ja immer noch da sind.“ Dreier habe jetzt die Nase voll – es passiere nichts, wenn Merkel die Krise nicht selbst zu spüren bekommen würde, sagt ein Vertrauter.

Im Hintergrund hat es offenbar auch eine Intervention der bayerischen Sozialministerin Emilia Müller gegeben. Sie habe Landrat Dreier mit rechtlichen Schritten gedroht. Der habe sich aber abgesichert, sieht offenbar keinen Rechtsbruch. Auch weil die Fahrt privat finanziert sei.

Noch im Oktober sagte Landrat Dreier nach Informationen der „Welt“ diese Worte am Telefon zu Merkel: „Wenn Deutschland eine Million Flüchtlinge aufnimmt, entfallen rechnerisch auf meinen Landkreis 1800. Die nehme ich auf, alle weiteren schicke ich per Bus weiter nach Berlin zum Kanzleramt.“

Merkel hatte Dreier damals darum gebeten, zuvor ihrem Büroleiter Bernhard Kotsch Bescheid zu geben. „Das habe ich am Mittwoch getan“, so Dreier. Kotsch sei „nicht erfreut gewesen. Er hat eine Stunde mit mir telefoniert.“

Die Kanzlerin werde Dreier und seine Asylbewerber aus Niederbayern in Berlin aber nicht treffen. „Das wurde ausgeschlossen, sie ist gar nicht da.“

Sie soll ihm damals zu Bedenken gegeben haben: „Wenn Sie Busse zu mir schicken, müsste ich die eigentlich nach Griechenland zurückschicken. Aber von dort laufen die „Flüchtlinge“ dann wieder zu Ihnen.“ Der streitbare niederbayerische Landrat jedenfalls hat das nun offenbar als das geringere Bedrohungsszenario gesehen.

© WeltN24 GmbH 2016. Alle Rechte vorbehalten

http://www.welt.de/politik/deutschland/article150985155/Landrat-schickt-Merkel-Bus-voller-Fluechtlinge.html

NEWSLETTER
Translate »