Im vergangenen Jahr hat Wladimir Putin den Open Society Foundations von George Soros bekanntlich einen Riegel vorgeschoben und ihre Aktivitäten im Land unterbunden. Er befürchtet Unterwanderung und Umsturz, eine Wiederholung der jüngeren Geschichte, die gerade von den Soros-Stiftungen wesentlich mitbestimmt wird. Allgemein gilt der Verdacht einer Infiltration als abwegiges, als verschwörungstheoretisches Konstrukt. Doch die Praxis sieht anders aus. Die Gesellschaft dürfte beileibe nicht zum ersten Mal einer solchen Gefahr ausgesetzt sein.

Das weltweite Netzwerk des als Philanthrop gerühmten Milliarden-Spekulanten George Soros nimmt wesentlich Einfluss auf alle Bereiche der Gesellschaft.

 Der »staatenlose Staatsmann«, als der sich Soros selbst bezeichnet, setzt den Hebel aus dem Hintergrund an, steht hinter mächtigen Mediennetzwerken wie dem Project Syndicate, das 430 Zeitungen und Magazine in mehr als 150 Ländern umfasst und eine Gesamtauflage von 70 Millionen Exemplaren erreicht, er steuert das Bildungswesen über private Konzerne wie Laureate Education, Inc. mit rund 80 Privatuniversitäten in 28 Ländern, einem Eigenkapitel von mehr als einer Milliarde US-Dollar sowie mittlerweile über 64 000 Angestellten und einer Million Studenten.

Er richtet riesige Medienzentren ein, unterstützt gezielt Radiosender, finanziert die Ausbildung von Journalisten, vergibt Stipendien; sein Netz der Open Society Foundations (OSF) ist in Dutzenden von Ländern aktiv, fährt dabei ganz auf der Linie des CIA-Kindes NED und hilft beim Training von Aktivisten.

Das alles erinnert nicht zuletzt auch ein wenig an das Treiben der Bayerischen Illuminaten, gegründet im Jahr 1776 von Adam Weishaupt. Heute sind die »Illuminaten« geradezu ein Synonym für die Machteliten dieses Planeten geworden, und da einige Behauptungen deutlich übers Ziel hinauszuschießen scheinen, ist es Kritikern ein Leichtes, von wirren »Verschwörungstheorien« zu sprechen. Wahrscheinlich aber machen sie es sich mit dieser simplen Klassifizierung doch etwas zu leicht.

Nach offizieller Lesart war der Illuminatenorden nichts anderes als der arglose Versuch, die Gesellschaft im Sinne der Aufklärung zu verändern und die herrschende Obrigkeit durch einSittenregiment zu ersetzen. Doch ändert das nichts an seinem infiltrativen Schema. Jenes Sittenregiment folgte ganz eigenen Regeln. Es fußte auf einem umfangreichen Spitzel- und Denunziationssystem sowie einer höchst fragwürdigen Moral, die alles gestattete, wenn es nur dem Orden diente.

Hier durfte gelogen und betrogen, manipuliert und mit gespaltener Zunge geredet werden. Das geht aus vielen zeitgenössischen Dokumenten und Aussagen ehemaliger Mitglieder des Ordens hervor. Auch Weishaupts eigene Aussagen lassen diesbezüglich tief blicken. Und die Angehörigen dieser »verschworenen Gemeinschaft« durften nicht einmal wissen, dass der Orden noch völlig jung war – eben erst gegründet. Als wesentliches Ziel galt es, insgeheim bedeutende Ämter und Positionen in allen Bereichen der Gesellschaft zu besetzen und den Umbruch von dort herbeizuführen.

Schließlich flogen die Aktivitäten auf, und der zunächst noch langmütige bayerische Kurfürst Karl-Theodor erkannte die Gefahr, um den Orden daraufhin offiziell zu verbieten. Die »gute Absicht« muss bei Weishaupt wohl angesichts ihres meist sehr individuellen Charakters dahingestellt bleiben.

Nicht allzu viel anders bei Weltverbesserern jüngerer Zeiten sowie nicht zuletzt auch bei George Soros. Es ist interessant, wie selbst die Internet-Enzyklopädie Wikipedia jene seit 1994 als Koordinationsorgane der Soros-Stiftungen fungierenden Open Societies beschreibt. Hier heißt es unter anderem, diese Stiftungen seien autonome Institutionen, deren nationale Abteilungen»namensähnlich mit zentralen staatlichen Einrichtungen« seien. Sie werden auch »bewusst in deren Nähe platziert und, wenn die Möglichkeit besteht, direkt in Regierungs- und Verwaltungsgebäude eingemietet«.

Die OSF unterstützen weltweit Aktivisten, Internetkampagnen, Bildungsprogramme, NGOs und unzählige Initiativen im Sinne einer Umgestaltung der Gesellschaft. Viele der derzeitigen, so dramatischen Vorgänge sind direkte oder indirekte Folgen solcher Aktivitäten, die bereits ganze Volkswirtschaften aus dem Gleichgewicht gebracht haben. Wohin das aufmerksamere Auge blickt, lässt sich George Soros auf die eine oder Weise entdecken.

Und vielerorts herrscht infolge »philanthropischer« Aktivitäten letztlich Chaos und Ungleichgewicht, ob nun in Tunesien oder Syrien, ob in Georgien, in der Ukraine, in Mazedonien. Kein Wunder, wennWladimir Putin nicht will, dass sich die Geschichte in seinem Land wiederholt. Mittlerweile versinkt ganz Europa in einer synthetischen Krise.

 


http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/andreas-von-r-tyi/die-unterwanderung-der-gesellschaft-george-soros-und-das-illuminaten-prinzip-.html;jsessionid=F43B570F1CD55E5934E6D1BBC15DC853

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