Lützows verwegene Jagd

Früher war es Napoleon…heute wird er von vielen glorifiziert….genau wie das Viech Harris.

Der eine unterjochte ganz Europa….und der Engländer ermordete hunderttausende von Dresdener….heute haben ihm die Engländer ein Denkmal gesetzt…eingeweiht seinerzeit von der Hure des Bösen “Königin-Mutter”……..

Soll uns die Geschichte der Befreiungskämpfe gegen Napoleon ein ewiger Anreiz sein, das wahre Böse auf dieser Welt zu ächten und zu vernichten: das Finanzjudentum, die Zionisten, das englische Königshaus bis weit zurück…1000 Jahre zurück…..

England…das Synonym des Bösen…

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Ende 1812 löste Preußen das Bündnis mit Frankreich – der Startschuss für den Befreiungskrieg gegen Napoleon. Wenig später bildeten sich in Deutschland mehrere Freiwilligen-Verbände, um gegen die Franzosen zu kämpfen. * Einer von ihnen war das heute noch berühmte Lützowsche Freikorps.

Wie aber kam es, dass gerade diese Truppe zur nationalen Legende wurde?

Es war der 17. März 1813, als Friedrich Wilhelm III., König von Preußen, in Breslau seinen Aufruf „An mein Volk“ erließ. Seine Untertanen sollten für „Vaterland und König“ gegen Napoleon kämpfen – das heiß ersehnte Fanal für Tausende deutsche Männer, nun endlich gegen den verhassten Franzosenkaiser aufzustehen und das Joch der Fremdherrschaft abzuschütteln. Schon elf Tage später zog eine Truppe aus Freiwilligen in den Krieg, die zum Symbol der patriotischen Begeisterung und Opferbereitschaft werden sollte: das berühmte Freikorps unter Führung des Majors Adolf von Lützow.

Heldentod: Der heute berühmteste „Lützower“ ist der junge Dichter Theodor Körner, dessen patriotisches Pathos auf die ganze Truppe überging. Sein Tod Im Gefecht bei Gadebusch am 26. August 1813 machte ihn vollends zur Legende

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Wegen der Farbe seiner Uniform trug es den Beinamen „die schwarze Schar“. Wie sehr dieses Korps die Zeitgenossen faszinierte, veranschaulicht ein Gedicht von Theodor Körner (1791-1813), der selbst unter Lützow diente. Dort heißt es: „Was glänzt dort vom Walde im Sonnenschein? / Hör’s näher und näher brausen. / Es zieht sich herunter in düsteren Reihn, / Und gellende Hörner schallen darein, / Erfüllen die Seele mit Grausen. / Und wenn ihr die schwarzen Gesellen fragt: / Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd.“

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Bereits im Januar 1813 hatte der preußische Generalleutnant Gerhard
von Scharnhorst eine Denkschrift an seinen König gerichtet. Weil er mit einem baldigen Krieg gegen Frankreich rechnete, regte er die Aufstellung von Einheiten an, die aus Freiwilligen bestanden. Diese Freikorps sollten – unabhängig von der normalen Armee -in Gebieten operieren, die von Franzosen besetzt oder mit dem Feind verbündet waren: „Es wird von der größten Wichtigkeit sein, namentlich Sachsen am linken Ufer der Elbe sowie Thüringen, Niedersachsen und Westfalen mit mehreren Streitkorps zu überschwemmen.“ Als Vorbild konnten die berüchtigten „Schill’sehen Jäger“ dienen. Unter Major Ferdinand von Schill hatte dieses Korps im Österreichisch-Französischen Krieg von 1809 gekämpft.

Geburt des Freikorps

Im Februar 1813 gab Scharnhorst Befehl, drei neue Freikorps aufzustellen: Das erste Korps, geleitet von Oberst Friedrich Karl von Tettenborn, sollte Mecklenburg durchqueren und Hannover erreichen; das zweite unter Führung von Generalleutnant Wilhelm von Dörnberg hatte den Auftrag, durch das Braunschweiger Land nach Hessen vorzustoßen. Mit dem dritten Korps wurde Adolf Freiherr von Lützow betraut.

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ZUR PERSON:

Adolf Freiherr von Lützow
zum Tod verurteilt wurden. Seit 1811 war Lützow wieder Angehöriger der preußischen Armee, zunächst ohne feste Aufgaben. Ab 1813 befehligte er dann sein berühmtes Freikorps. Am Feldzug von 1815 nahm er als Kommandeur einer Kavallerie-Brigade teil, wurde am 16. Juni bei Ligny verwundet und geriet zeitweise in französische Gefangenschaft. 1822 stieg er zum Generalmajor auf. 1834 starb Adolf Freiherr von Lützow in Berlin.
1782 in Berlin als Spross eines mecklenburgischen Adelsgeschlechts geboren, trat Lützow mit dreizehn Jahren in das preußische Heer ein. 1806 kämpfte er bei Auerstedt. Infolge einer schweren Verwundung nahm er 1808 als Major seinen Abschied, schloss sich aber 1809 den „Schiirschen Jägern” an. Weil er in der Schlacht bei Dodendorf verletzt wurde, entging er dem Schicksal der elf Schill’schen Offiziere, die von einem französischen Kriegsgericht

 

Der 30 Jahre alte Major, Träger des kaiserlichen Ordens „Pour
le Mérite“, hatte bereits im Vierten Koalitionskrieg von 1806/07 ge§en die Franzosen gekämpft. Zudem war er einst Mitglied der „Schiirschen Jäger“ gewesen. Daher wusste Lützow genau, wie man begeisterte Patrioten zu einer schlagkräftigen Truppe zusammenschweißte. Er sollte nun den Harz sowie den Lippischen und Sollinger Wald erobern. Jene Gebiete gehörten damals zum Königreich Westphalen, wo Napoleons Bruder Jérôme herrschte. Unterstützt wurde Lützow durch Major von Helden-Sarnowski und Major Christian von Petersdorff.

Rekrutierung der Freiwilligen

Am 18. Februar genehmigte König Friedrich Wilhelm III. die Bildung des „Lützowschen Freikorps“, das offiziell „Königlich Preußisches Freikorps“ hieß. Lützow, Helden-Sarnowski und Petersdorff mussten sich um die Rekrutierung der Freiwilligen selbst kümmern.

Kurz vor dem Aufbruch schworen die Männer den Eid auf König und Vaterland.

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Sie sollten dabei Ausländer, das heißt Nicht-Preußen, bevorzugen. Die Soldaten hatten auf eigene Kosten für ihre Kleidung und Bewaffnung zu sorgen. Nur diejenigen, „welche sich selbst keine brauchbaren Büchsen und Kavallerie-Seitenge-wehre anschaffen können“, erhielten staatliche Unterstützung.

Lützow stellte die Kavallerie zusammen, Petersdorff die Infanterie

(Helden-Sarnowski verließ das Korps bereits nach einigen Tagen, da er in den Generalstab aufstieg). Geworben wurde, indem man Boten in zahlreiche Regionen Deutschlands aussandte und Flugblätter verteilte. Wer mitmachen wollte, eilte nach Breslau, wo man im Gasthof „Zum goldenen Zepter“ das zentrale Anwerbungsbüro eingerichtet hatte. Und wie sie herbeiströmten! In den nächsten Wochen fanden sich dort Hunderte Freiwillige ein, etwa ein Drittel stammte aus Preußen, der Rest aus deutschen Rheinbundstaaten undTlrol. Man sah Männer aus allen sozialen Schichten, einen großen Anteil machten Studenten aus. Hinzu kamen Akademiker, ehemalige Offiziere, Handwerker und Bauern. Von Breslau ging es weiter in die niederschlesischen Orte Zobten, Rogau und Rosenau, wo sich die Truppe formieren sollte.

Ein prägnanter Anblick

Zu erkennen waren die „Lützower“ an ihren schwarzen Uniformen, die sie wahrscheinlich aus praktischen Gründen trugen: Weil die Männer nur
Zur Ausrüstung der Infanterie gehörten ein brauner Feldtornister mit aüfgeschnalltem Mantel und Kochgeschirr, der an einem schwarzen Riemen getragen wurde, des Weiteren eine unverzierte Patronentasche und ein Bandelier, an dem man ein Gewehr anbringen konnte. Die Ausrüstung der Kavallerie umfasste ein Bandelier, eine Patronentasche aus dunklem Leder mit goldenem preußischen Adler sowie schwarze lederne Stulpenhandschuhe. Als Waffen hatten die Infanteristen Gewehre, wobei unterschiedliche Typen zum Einsatz kamen. Die Kavalleristen verfügten über einen Säbel und zwei Pistolen; die Ulanen trugen Lanzen.

Prominente Mitstreiter

Mitte März 1813 war die Anwerbung abgeschlossen. Die vier Kompanien Infanterie umfassten zusammen zehn Offiziere, zwölf Leutnants, zwei Feldwebel und 925 Soldaten; die zwei Eskadrons Kavallerie bestanden aus insgesamt fünf Offizieren, 313 Soldaten und 218 Pferden. Während der Militäreinsätze der kommenden Mona-
IKurz vor dem Aufbruch schworen die Männer den Eid auf König und Vaterland.
ihre private Kleidung zur Verfügung hatten, musste man diese schwarz einfärben, um eine einheitliche Uniform zu erhalten. Vorn am Waffenrock glänzten acht goldfarbene Knöpfe, Kragen und Aufschläge waren teilweise in Rot gehalten – eine Farbkombination, die später einmal zum Vorbild für die Flagge des demokratischen Deutschland werden sollte (siehe Kasten Seite 54). Derart gekleidet und mit einem schwarzen Tschako auf dem Haupt, boten die Soldaten einen prägnanten Anblick.
te sollte die Truppenstärke noch weiter anwachsen, da sich in vielen Regionen neue Freiwillige anschlossen.

Kein Wunder,tienn dem Korps eilte ein besonderer Ruf voraus. In seinen Reihe standen von Beginn an mehrere prominente Dichter und Denker, die mit ihren künstlerischen Werken ein deutsches Nationalbewusstsein forciert hatten. Erfüllt von vaterländischem Idealismus und Abenteuerlust, tauschten sie nun Schreibfeder und Malerpinsel gegen Uniform und Waffen. Hierzu gehörten die Schriftsteller
Joseph von Eichendorff und Theodor Körner, der Maler Georg Friedrich Kersting, die Pädagogen Karl Friedrich Friesen und Friedrich Fröbel sowie „TUrn-vater“ Friedrich Ludwig Jahn. Diese Persönlichkeiten trugen dazu bei, dass das Korps bereits von den Zeitgenossen als Speerspitze des nationalen Der „Blüchersäbel“ Widerstands verklärt wurde. Ein Ku-war die blanke Waffe der Reiterei während der Befrei-
ungskriege

Abmarsch Richtung Leipzig

Am nächsten Tag rückte Lützow mit seinem Korps aus, gut drei Wochen später, am 17. April, war Leipzig erreicht. Am 23. April erteilte General von Blücher, dem das Korps unterstellt war, genaue Instruktionen an Lützow: „Wenn es die Umstände gestatten: Infanterie in einzelnen Abtheilungen in den Harz, Sollinger, Schwalenberger und Lippischen Wald werfen und alle Mittel zu ihrer Vergrößerung aufbieten, mit der Kavallerie umherstreifen und die Verbindung unter den zerstreuten Infanterie-Abtheilungen unterhalten; in jedem Fall aber bemüht sein, dem Feinde auf seinen Flanken und im Rücken beschwerlich zu fallen.“

Zwei Tage später gelangte Napoleon mit seinem Heer nach Erfurt. Lützows Truppe verließ umgehend Leipzig, um über Querfurt den Harz zu erreichen. Jedoch versperrten französische Kontingente unter Marschall Michel Ney den direkten Weg, sodass Lützow im Rücken des Feindes Richtung Norden zog. Als sein Korps am 7. Mai in Perleberg stand, erhielt er eine Hiobsbotschaft: Am 2. Mai hatte die preußische Hauptarmee die
riosum am Rande: In der Truppe kämpften auch zwei als Männer verkleidete Frauen, nämlich Eleonore Pro-chaska alias August Renz und Anna Lühring alias Eduard Kruse.

Der preußische Militärreformer Gneisenau zeigte sich im Frühjahr 1813 vom patriotischen Geist der Lüt-zower tief bewegt: „Der Atem dieser
Jugend durchdrang erfrischend das Heer; überall hin waren ihre Sprossen gepflanzt, nirgends aber stand der junge grüne Hain so dicht als in der Lützowschen Freischar. Hier war der Student Nebenmann des Professors. Ärzte, Künstler, Lehrer, Geistliche, Naturforscher, ausgezeichnete, zumTeil schon hoch angestellte Staatsbeamte
aus allen Gauen Deutschlands waren an die Jäger-Kompanien und Schwadronen (…) verteilt.“

Am 27. März, einen Tag, bevor die In Rogau erhielten „Freischar“ in den Krieg zog, versam-die Lützower Gottes melten sich die Männer in der Kirche Segen – um über von Rogau. Im tiefen Bewusstsein der die als „gottlos“ großen Aufgabe, die auf sie wartete, geltenden Franzo- empfingen sie hier den Segen des ört-sen zu obsiegen liehen Pfarrers und schworen den Eid auf König und Vaterland. Ein ernster, feierlicher Moment, in dem die nationale Tragweite des Befreiungskampfes mitschwang (und der deshalb später von vielen Historienmalern verewigt wurde)

Schlacht bei Großgörschen verloren und sich anschließend hinter die Elbe zurückziehen müssen.

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Lützow sah nun den Zeitpunkt gekommen, endlich loszuschlagen. Am 11. Mai überschritt sein Korps die Elbe und unterstellte sich Generalleutnant von Dörnberg. Am nächsten Tag kam es an der Göhrde zur Schlacht. Das Korps besaß den Auftrag, die französische Infanterie zu attackieren. Als sich der Feind zurückzog, musste Lüt-
jetzt Befehl, „alle Feinde, die hinter dem Rücken meines Heeres und außer der Linie agieren, als Brigands, als ehr- und rechtloses Gesindel zu behandeln.“ Das Korps konnte nun niemandem mehr trauen – und floh in Richtung Preußen. Am 17. Juni wurde es bei Kitzen nahe Leipzig von verbündeten französischen und würt-tembergischen Kontingenten angegriffen.

Durch ihr patriotisches Pathos erwarben sich die Lützower einen legendären Ruf.

Der erste Einsatz der Lützower war zumindest ein kleiner Erfolg gewesen. Man hatte nur vier Verletzte und ein totes Pferd zu beklagen und konnte dafür 50 Infanteriegewehre erbeuten.

Eine brisante Situation

In den folgenden Wochen durchstreifte das Korps planmäßig die ihm anvertrauten Gebiete, ohne dass es zu größeren Gefechten kam. Am 4. Juni, als Lützows Truppe in der Nähe von Plauen stand, schlossen Preußen und seine Alliierten mit Frankreich den Waffenstillstand von Pläswitz. Die Situation war brisant: Napoleon gab
In der Schlacht an

der Göhrde (16. September 1813) wurde Eleonore Prochaska (vorne) verwundet
An der wegweisenden Völkerschlacht bei Leipzig, die am 16. Oktober 1813 begann, war das Freikorps nicht beteiligt. Zu jener Zeit hielt es sich in Norddeutschland auf:
letzte zu beklagen, etwa 200 Mann mussten den Weg in die französische Gefangenschaft antreten. Lützow selbst konnte entkommen.

Ihre beste Zeit hatten die Lützower nun bereits hinter sich; sie leisteten aber weiter wichtige Dienste. Während des Waffenstillstands, der bis zum 10. August Vnhielt, wurde das Freikorps in Havelberg reorganisiert und umfasste danach rund 3.000 Infanteristen und 600 Kavalleristen. Lützow und seine Truppe schlossen sich jetzt der Nordarmee an, die aus Preußen, Schweden und Russen bestand. Ziel war es, eine Vereinigung der links der Elbe stehenden französischen Kontingente mit denen in der Mark Brandenburg zu verhindern.

HINTERGRUND

Uniform in „Schwarz-Rot-Gold“

Die Farben der heutigen deutschen Nationalflagge gehen auf das mittelalterliche Reichsbanner zurück und finden sich auch in den Uniformen des Lützowschen Freikorps. Dessen Soldaten waren mit einer kurzen Litewka bekleidet: einem Waffenrock aus schwarzem Tuch, der hinten zwei Falten auswies. Vorne war die Uniform mit zwei Reihen von je acht goldfarbenen Knöpfen besetzt. Kragen und Aufschläge, ebenfalls schwarz, besaßen einen Vorstoß aus rotem Tuch, der an der Vorderkante der Litewka angebracht war. Die Offiziere trugen Kragen und Aufschläge aus schwarzem Samt und anstatt der Epauletten silberfarbene Litzen.

Die Kopfbedeckung der Infanterie war ein schwarzer Tschako mit Agraffe und einem an der Seite herabfallenden schwarzen Haarbusch. Der Tschako der Kavallerie bestand aus grauem Filz und hatte einen schwarzen Kinnriemen aus Leder sowie eine gelbe Schuppenkette.

Das Lützowsche Freikorps führte zwar keine eigene Flagge. Aber die Farben ihrer Uniform – schwarzer Stoff, roter Kragen und goldene Knöpfe – wurden Symbol der Einigungsbewegung.

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Bei den Lützowern hatten viele Studenten gekämpft, die das geistige Erbe des Korps weiterführten. Seit 1815 verwendete die Jenaer Urburschenschaft die Farben Schwarz-Rot-Gold. Und auch die Vormärz-Bewegung der i83oer-Jahre und das Paulskirchen-Parlament von 1848 wählten diese Farben, die seither als Kennzeichen des demokratischen Deutschlands gelten.

Am 15. Oktober hatten die Lützower Bremen erobert und die französischen Besatzer aus der Hansestadt vertrieben. Ab Mitte November attackierten sie in der Region Holstein dänische Truppen, die mit Napoleon verbündet waren. Nachdem am 16. Ja-nuar 1814 Frieden zwischen der Nordarmee und Dänemark geschlossen wurde, zog das Korps Richtung Südwesten. In den Ardennen kämpfte es letztmals gegen französische Soldaten.

Ende und Nachruhm

Dann, bereits ein Jahr nach seiner Gründung, ging die Geschichte des regulären Lützowschen Freikorps zu Ende. Am 31. März 1814 marschierten die Preußen mit ihren Verbündeten in Paris ein, elfTage später musste Napoleon abdanken. Zwischen dem 27. April und dem 12. Juli 1814 wurden die nicht preußischen Freiwilligen des Korps entlassen. Aus den verbliebenen Truppenteilen entstanden zwei preußische Regimenter: Die Kavalleristen gingen im 6. Ulanen-Regiment Lützow auf; die Infanteristen bildeten den Grundstock für das Infanterie-Re-giment Nummer 25. Major von Lüt-
zow befehligte zunächst beide Regimenter, dann nur noch die Ulanen. Ihren letzten großen Einsatz hatten diese neu formierten Kontingente im Feldzug von 1815, der Frankreich die endgültige Niederlage beibrachte.

Aus militärstrategischer Sicht spielten die Lützower in den Befreiungskriegen nur eine Nebenrolle. Es waren vielmehr ihre wildromantische Aura und ihr patriotisches Pathos, die ihnen bereits zu Lebzeiten einen legendären Ruf verliehen. Bis heute gelten sie als Sinnbild für das um 1800 erstarkende deutsche Nationalbewusstsein. Und so kurz die Einsatzgeschichte auch war, so lang währten doch die politischen Ideale der Lützower nach: Sie trugen dazu bei, dass die lang ersehnte Gründung eines Nationalstaats im Jahr 1871 Wirklichkeit wurde.

Julius Bruckner arbeitet als Historiker und Journalist, seine Schwerpunkte sind Militär- und Kulturgeschichte. Bei diesem Thema fand er es bemerkenswert, dass junge Intellektuelle so zahlreich aus patriotischem Idealismus in den Befreiungskriegen kämpften.

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