Syrerin vesucht Erpresung und Nötigung…wünsche ihr einen heissen Ar… Antwort

Von Akif Pirinçci

Guten Tag,

ich heiße Efendi und bin einer der Tiger, die die Künstlergruppe „Zentrum für Politische Schönheit“ im Rahmen der Aktion „Flüchtlinge fressen“ mitten in Berlin in ein Käfiggehege gesteckt hat. Sinn des Ganzen ist ein Ultimatum an die Regierung, daß man Flüchtlinge ganz bequem mit dem Flugzeug nach Deutschland ausreisen lassen sollte, weil in Deutschland noch nicht genug Flüchtlinge sind. Läuft dieses Ultimatum in ein paar Tagen folgenlos aus, wird sich die syrische Schauspielerin May Skaf von mir und meinen Kollegen hier in aller Öffentlichkeit auffressen lassen.

So weit, so gut, könnte man meinen. Ich gebe aber zu bedenken, daß hierbei wenig an den Tierschutz gedacht wurde, genuin an das artgemäße Futter für meinesgleichen. Denn ich habe noch nie gehört, daß ein Tiger einen Syrer gefressen hätte. In unseren Heimaten fressen wir gewöhnlich hin und wieder einen Schwarzen oder einen Inder oder – jaja – einen Russen. Im letzteren Fall allerdings tun dies nur unsere Verwandten in Sibirien. Es gibt gut dokumentierte Berichte darüber, daß unsereiner auch Menschen weißer Rasse gespeist haben, die ausgerechnet unsere Art erforschen wollten. Aber Syrer?

Das mag etwas intolerant, ja, sogar rassistisch klingen, nach Standesdünkel und nach „Was der Bauer nicht kennt, das frißt er nicht“. Und sicherlich sollte man gegenüber dem Neuen offen sein, schon gar gegenüber noch unbekannten Speisen. Schließlich lebt man nur einmal und sollte alles mal ausprobiert haben.

Dennoch sehe ich und meine Kollegen hier die Gefahr einer politischen Instrumentalisierung, bei der das syrische Futter nur ein Vorwand ist, um globale Probleme im wahrsten Sinne des Wortes in einem großen Magen verschwinden zu lassen. So aber kann das Asyl- und Flüchtlingsproblem nicht gelöst werden, oder um es klipp und klar zu sagen, wir können nicht alle diese Menschen auffressen. Dafür sind wir zahlenmäßig zu klein.

Gerne würde ich aber als eine Geste des solidarischen Einverständnisses mit den deutschen Menschen die Mitglieder dieser Künstlergruppe fressen, was auch eine win win situation wäre, da diese außer an dem Steuergeld von hart arbeitenden Werktätigen zu partizipieren keinen anderen Daseinszweck darstellen. Aber andauernd einen Syrer, Iraker oder Afghanen zu schlucken, das geht etwas zu weit.

Was mich persönlich betrifft, so warte ich erstmal die Tage ab. Und bitte nicht falsch verstehen: Ich, wir, ja, sagen wir mal, die Carnivoren haben nichts gegen Syrer. Es steht nur die Frage im Raum, ob sie auch schmecken. Hoffentlich dauert es nicht mehr lang. Ich habe nämlich Hunger.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s