„EU“ als Projekt höheren Irrsinnns

 

Die politische Klasse geriert sich als geschlossene Gesellschaft, die dem Bürger über den Mund fährt, wenn er es wagt, ihn zu öffnen. Als Antwort auf den Wunsch der Engländer, der Brüsseler Fremdherrschaft zu entkommen, ist den fremden Herren nichts anderes eingefallen als ein wütendes „Jetzt erst recht!“ Jetzt, in der Krise, die ihr Gelegenheit gäbe, die Bürger für sich einzunehmen, erweist sich die Gemeinschaft als jenes Projekt des höheren Irrsinns, als das der frühere Bundespräsident Roman Herzog sie beschrieben hat.

So kehrt das Mißtrauen in die Politik zurück – endlich! Mißtrauen aktiviert, Mißtrauen ist die Basis der Verfassung, Mißtrauen zeugt von dem Willen, die Rolle des Souveräns nicht bloß zu beanspruchen, sondern sie auch wahrzunehmen. Und denen in den Weg zu treten, die zur Begründung ihrer Politik nicht mehr zu sagen haben als „Wir schaffen das!“

JUNGE FREIHEIT

Damals, vor vierzig oder fünfzig Jahren, fiel so viel Wendigkeit noch auf. Inzwischen ist sie zur Regel geworden, nach der kein Hahn mehr kräht. Wir werden von Politikern regiert, die Willkür, Widerspruch und Chaos produzieren, Kritik am Chaos aber mit der Behauptung abtun, daß es zum Chaos keine Alternative gebe. Zur Lüge deshalb auch wohl nicht, weil die Lüge ein bewährtes Mittel ist, im Chaos zu überleben. Der Europapolitiker Jean-Claude Juncker sprach aus Erfahrung, als er sagte: „Wenn es ernst wird, muß man lügen.“ Das war die Wahrheit, die Wahrheit über die Lüge.

JF 27/16

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