Abkehr vom Pressekodex: „Sächsische Zeitung“ nennt künftig Herkunft von Tätern

Sächische Zeitung: DJV empört Foto: dpa

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DRESDEN. Die Sächsische Zeitung will künftig immer die Herkunft von Straftätern und Verdächtigen zu nennen. Dies verbietet allerdings der Kodex des Presserates. „Dennoch haben wir uns gefragt: Trägt die Richtlinie des Pressekodex in der gegenwärtigen Situation in Dresden und Sachsen auch wirklich zum Schutz von Minderheiten bei?“ heißt es in einem Artikel des Blattes.

„Gerade das Nichtnennen der Nationalität von Straftätern und Verdächtigen“ schaffe Raum für schädliche Gerüchte. Laut einer Umfrage hielten es auch vier von fünf Abonnenten des Blattes nicht für diskriminierend, die Herkunft anzugeben.

Deshalb sei nach „kontroversen Diskussionen“ beschlossen worden, sich ab Juli nicht mehr an die Richtlinie des Deutschen Presserates zu halten.“ Allerdings könne das Blatt nur Straftaten vermelden, „von denen uns die Polizeibehörden auch in Kenntnis setzen, was mit Bagatellfällen wie kleineren Diebstählen oder Schwarzfahren für gewöhnlich nicht geschieht“. Wenn die Polizei die Herkunft der Täter und Verdächtigen bei schwereren Vergehen nicht nenne, könne es dieSächsische Zeitung auch nicht. „Tut sie es doch, werden wir auch diese Information nicht verschweigen.“

Journalistenverband empört

Ziel der Maßnahme sei es, Ausländer zu schützen.

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jungefreiheit.de/kultur/medien/2016/saechsische-zeitung-nennt-kuenftig-herkunft-von-taetern/

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