Müder Witz statt Wirtschaftswunder…Bestürzende Zahlen zeigen, wie wenig der deutsche Arbeitsmarkt Menschen mit Asylhintergrund braucht. Schuld daran ist wohl auch die fehlende Motivation der Zuwanderer. Hundertausende von ihnen könnten zudem in die Schwarzarbeit abwandern.

Arbeitgeber können sich mit Asylsuchern kaum anfreunden – Das scheint auf Gegenseitigkeit zu beruhen

19.07.16

Fachkraft von morgen? 70 Prozent der Lehrlinge aus Syrien, Afghanistan oder dem Irak brechen ihre Ausbildung vorzeitig ab 

Zwischen ihnen und dem hiesigen Arbeitsmarkt scheint sich allerdings eine Barriere aufzutürmen, gegen die Viktor Orbans ungarische Stacheldrahtverhaue eher wie kniehoher Hasendraht wirken.

Die Zahlen: Eine aktuelle Umfrage des „Institutes der deutschen Wirtschaft“ in Köln ergab, dass gerade einmal neun Prozent der größeren Betriebe in Deutschland erwägen, in den nächsten sechs Monaten Menschen mit Asylbewerberhintergrund einzustellen. Befragt wurden 540 Personalverantwortliche in Unternehmen mit mindestens 250 Mitarbeitern, Noch dramatischer fällt eine Umfrage der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ unter den 30 Unternehmen des Deutschen Aktienindexes (DAX) aus.

Dort sind Konzerne wie Mercedes Benz, die Deutsche Post oder die Telekom gelistet. Sie stehen für 3,5 Millionen Beschäftigte. Unvergessen sind die markigen Sprüche  aus den Vorstandsetagen der DAX-Unternehmen zu Beginn der Asylflut. Mercedes-Chef Dieter Zetsche schwärmte gar von einem neuen Wirtschaftswunder, das fleißige Flüchtlinge dem Land demnächst bescheren würden. Aus dem Wunder ist ein müder Witz geworden: Die Umfrage der FAZ-Leute ergab, dass Deutschlands DAX-Unternehmen zusammengenommen gerade einmal 54 Flüchtlinge fest angestellt haben.

Vor allem an mangelnden Deutschkenntnissen und an unzureichender fachlicher Kompetenz störten sich die befragten Personalchefs in der Umfrage des „Institutes der deutschen Wirtschaft“. Ungesagt bleibt, dass motivierte Menschen sich beides relativ zügig erarbeiten können.

Nur wie steht es mit der Motivation der Zuwanderer?

Uwe-Jens Kremlitschka, seit anderthalb Jahrzehnten Leiter der Arbeitsverwaltung, im Kreis Saalfeld-Rudolstadt, berichtet in der Ostthüringer Zeitung von seinen Erfahrungen mit Menschen aus Asylzugangsländern wie Syrien, Eritrea oder Afghanistan. Maximal 20 Prozent hätten eine verwertbare Ausbildung nach deutschen Standards. Dazulernen möchte der Rest allerdings auch nicht. Kremlitschka: „Sie wollen möglichst schnell Arbeit, aber nicht auf dem Bau“.

Sei Fazit: „Die Flüchtlinge lösen unser Fachkräfteproblem nicht.“

Dazu passt eine andere Zahl: Lothar Semper, Hauptgeschäftsführer des bayerischen Handwerkskammertages, bekannte schon Ende 2015, dass 70 Prozent der Auszubildenden aus Syrien, Afghanistan und dem Irak ihre Lehren abbrechen. Bei anderen Berufseinsteigern seien es nur etwa 25 Prozent.

Wo die Abbrecher bleiben? Möglicherweise auf einem ganz anderem Arbeitsmarkt. Hunderttausende Asylbewerber, auch solche, die noch keine Arbeitserlaubnis haben, werden sich nicht angemeldete Gelegenheitsjobs suchen, befürchtet der Ökonom Friedrich Schneider.

Der Experte für Schwarzarbeit und Schattenwirtschaft an der Universität Linz schätzt, dass etwa zehn bis fünfzehn Prozent der regulären Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor dadurch bedroht werden.

In Schweden – gleich Deutschland im letzten Jahr ebenfalls vom Wahn einer grenzenlosen Willkommenskultur befallen – zeigen sich die Folgen jetzt schon.

Die Schwarzarbeit hat so rasant zugenommen, dass die schwedische Arbeitsministerin Ylva Johansson jetzt dazu aufrief, Asylsuchende vermehrt außer Landes zu schaffen: „Vorzugsweise gutwillig, aber falls nötig auch mit Gewalt“.

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Frank Horns http://www.preussische-allgemeine.de/nachrichten/artikel/mueder-witz-statt-wirtschaftswunder.html

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