Wo die Gastfreundschaft aufhört 1

Meine-Meinung

Von Thomas Böhm

Es gibt tatsächlich noch einige naive Bürger, die glauben, dass die jungen, gesunden und kräftigen jungen Männer aus dem arabischen und afrikanischen Raum nach Deutschland gekommen sind, um zu arbeiten.

Im sächsischen Waldenburg zum Beispiel wollten die Einwohner den Asylbewerbern, die sie bislang durchgefüttert hatten, tatsächlich gemeinnützige Arbeit aufschwatzen, vielleicht als pädagogische Maßnahme, damit die Neuankömmlinge nicht denken, sie würden alles kostenlos und für immer in den Rachen gestopft bekommen.

Leider hat das nicht funktioniert, weil diese Asylbewerber zurecht behauptet haben, sie wären Gäste von Bundeskanzlerin Angela Merkel und müssten von daher überhaupt nicht arbeiten.

So arrogant, undankbar und unverfroren das klingt, hinter dieser Aussage verbirgt sich auch Hoffnung.

Denn ein Gast hat nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten, er ist viel leichter zu händeln als ein Asylbewerber, wie wir bei Knigge nachlesen können:

Der aufmerksame Gast hat immer Kleidung bei sich, die es ihm ermöglicht zu ungeplanten Einladungen diverser Art in angemessener Kleidung zu erscheinen. Er braucht nicht für den Fall einer großen Premiere den Smoking dabei zu haben, denn wenn der Gastgeber vorgehabt hätte den Gast zu solch einem Ereignis einzuladen, hätte er es vermutlich vorher mit ihm abgesprochen. Aber zu einem Freund oder Verwandten ohne ein Jackett zu Besuch zu kommen ist sehr unhöflich.

Der höfliche Gast bringt dem Gastgeber, bei dem er eine oder sogar mehrere Nächte beherbergt wird, ein Gastgeschenk mit. Das ist ganz ähnlich zu handhaben, wie bei einer Einladung zu einer Abendgesellschaft.

Ein Buch, für welches sich das Gastgeberehepaar vielleicht interessieren könnte, Spielzeug für die Kinder oder etwas Typisches aus der Heimat des Besuchs sind neben dem immer richtigen Blumenstrauß passende Mitbringsel.

Der rücksichtsvolle Besucher erkundigt sich nach den Tagesgepflogenheiten seiner Gastgeberfamilie: Wann wird gefrühstückt, wann stört man niemanden im Badezimmer, falls es kein Gästebad gibt, welches sind die Essenszeiten für Mittag- bzw. Abendessen? Sind schon Abende verplant für gemeinsame Unternehmungen? Gibt es einen Abend, an welchem die Gastgeberfamilie ein Vorhaben hat, welches der Gast zum Anlass nehmen sollte, seinen bei einer anderen Familie geplanten Besuch zu veranstalten? Oder kann der Gast an diesem Abend der Gastgeberfamilie als Babysitter aushelfen und sich so für empfangene Gastfreundschaft bedanken?

Der Gast ist bemüht, seinem Gastgeber so wenige Umstände wie möglich zu bereiten. Wenn Kaffee angeboten wird, wird er nicht nach Tee fragen. Auch wird er den Gastgeber nicht mit Spezialwünschen nach linksdrehendem Joghurt belasten. Gegessen und getrunken wird, was auf den Tisch kommt. Der Gast zeichnet sich durch Bescheidenheit und Hilfsbereitschaft aus, der Gastgeber durch Großzügigkeit und Umsicht…

http://www.gentleman-blog.de/2011/01/06/knigge-guter-gast-gastgeber/

Natürlich ist der Gastgeber dem Gast gegenüber immer im Vorteil – normalerweise. Er kann ihn einfach vor die Tür setzen, wenn dieser sich daneben benimmt. Ein Gast hat kein Aufenthaltsrecht, keine Ansprüche auf Sozialleistungen, darf keine Forderungen stellen, sondern nur Wünsche äußern und wenn die Bude überfüllt ist, darf er nicht mal ins Haus hinein. Man muss ihn auch nicht integrieren, da er ja, wenn er sich den Wanst voll geschlagen hat, wieder verabschiedet. Spätestens dann, wenn der Gastgeber höflich, aber bestimmt darum bittet.

Denn der Gastgeber hat Hausrecht!

Das Hausrecht beruht in Deutschland auf dem Grundstückseigentum oder -besitz (§§ 858ff., 903, 1004 BGB). Es ist in Deutschland vor allem mit dem Begriff Hausfrieden und der Unverletzlichkeit der Wohnung nach Art. 13 Grundgesetz verbunden. Das Hausrecht gilt auch für gewerblich/beruflich genutzte Grundstücke, so etwa auch bei einem Gasthaus. Der Hausherr ist befugt, ein Hausverbot auszusprechen und notfalls mit Gewalt (Notwehr, § 32 StGB) durchzusetzen. Wird gegen ein Hausverbot verstoßen, liegt Hausfriedensbruch vor (§ 123 StGB). Auch kann die Nichteinhaltung von Zutrittsbedingungen zivilrechtliche Folgen haben…

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journalistenwatch.com/cms/wo-die-gastfreundschaft-aufhoert/

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