Identitäre Bewegung – Deutschland 2

Identitäre Generation     Blog

Die Identitäre Bewegung (IB) macht durch spektakuläre Aktionen von sich reden. Anfang August hat sie das Parteibüro der Grünen zugemauert, im April sind Sie höchstpersönlich mit Bergsteigerausrüstung auf das Burgtheater gekraxelt und haben ein Transparent gegen die Multi-kulti-Heuchler angebracht. Was bringt das?

Es bringt uns in erster Linie in die Medien und damit ins Gespräch. Wenn ich mit zehn Aktivisten einen ganzen Tag lang Flugzettel verteile, bekommen wir vielleicht ein paar tausend Stück los. Mit einer spektakulären Aktion erreichen wir auf einen Schlag Millionen. Die Mauer vor der Grünen-Zentrale war auf der Titelseite der Kronen Zeitung, die in Österreich eine Reichweite von 2,8 Millionen Lesern hat!

Zwar stellen uns die Medien fast immer verzerrt dar, aber für die heutigen, mündigen Konsumenten reicht ein Mausklick, um vom Hetzartikel direkt auf unsere Seite und auf den «Mit-machen»-Button zu kommen. Die IB ist die lautstarke und aktivistische Avantgarde der schweigenden, kritischen Masse. In unseren Aktionen können.die an den
Rand gedrängten Patrioten, die heute die gesellschaftlichen Verlierer sind, auch einmal Sieger sein und sich freuen, wie die Multikultis veräppelt werden. Die Leute lieben uns dafür! Jede Aktion bringt uns einen Schub neuer Interessenten, Spenden und Kontakte.

Mittlerweile habt Ihr 1.000 aktionshungrige Mitglieder – damit lässt sich manches bewirken, in einer kleinen Republik. Aber in welcher Tradition sehen Sie sich? Seid Ihr revoltierende Studenten wie die 1968erf nur andersrum? Wenn ich Sie auf Demonstrationen reden höre, kommen Sie mir manchmal vor wie Rudi Dutschke! Die IB ist im Moment sicher das schillerndste Phänomen der europäischen Politik. Jeder sieht darin etwas anderes, und oft sagt das Urteil mehr über die Urteilenden selbst aus als über uns. Und auf eine gewisse Art und Weise ist das nur logisch, denn wir sind die geschichtliche Reaktion auf eine jahrzehntelange Lebenslüge.

Der stickige Dogmatismus, die neurotischen Sprech- und Denkverbote der Etablierten haben uns erschaffen – und wir werden sie abschaffen. Als Kraft des Aufbruchs, der Kritik und der freien Rede gegen verstockte geistige Prüderie stehen wir durchaus in der Tradition vergangener Protestbewegungen. Wir- und nicht das Lieblingskind der Medien, die antideutschen «Antifanten» – revitalisieren die Tradition der Rebellion, denn: Echte Kritik, die aufs Ganze geht, welche Identität und Tradition will die IB eigentlich verteidigen oder wiederherstellen? Die regionale der Steirer, Tiroler, Bayern und so weiter? Die «klein-österreichische»? Die «groß-deutsche»? Die habsburgische? Die abendländisch-europäische?

Alle. Und sogar noch mehr. Das Großartige an unserem Ansatz ist, dass wir die klassischen alten Konflikte, die es im rechten Lager gab, durch den identitären Ansatz einfach aushebeln. Indem wir erkennen, dass die regionale, die nationale und die europäische Ebene nicht konkurrieren, sondern sich ergänzen, überwinden wir sowohl Separatismus als auch Nationalismus und Globalismus, die jeweils eine Ebene verabsolutieren.

Es ist kein Widerspruch, Bayer, Deutscher und Europäer zu sein. Von der regionalen Verwurzelung – dem Dialekt, den Vereinen und Familienverbänden, der Dorfgemeinschaft – über die Sprache, den Staat und das Volk bis hin zur europäischen Völkerfamilie – es ist alles Teil einer Identität, die verschiedene Dimensionen, aber keine Brüche hat.

Als wir bei unserer Demo im Juli in Wien mit Tschechen, Franzosen, Italienern, Ungarn, Serben und Polen auf die Straße gegangen sind, wurde aus dieser Theorie eine handfeste Tatsache. Die Jugend Europas verteidigt gemeinsam alle Ebenen ihrer Identität, weil wir heute alle gemeinsam unter Attacke stehen. Wir bilden eine Phalanx gegen die Kräfte, die den Einzelnen gegen die Gemeinschaft, die Begion gegen die Nation und Europa gegen seine Staaten ausspielen wollen.

Orbanisierung und Maidanisierung

In Deutschland kommt die IB langsamer in Schwung als in Österreich. Woran mag das liegen?

Wir hatten in Österreich erstens ein knappes Jahr Vorsprung und zweitens eine ganz andere Ausgangslage. In der Alpenrepublik sind die Leute generell patriotischer und widerständiger. Der ganze linksliberale Multikulti-Wahn war bei uns eigentlich immer nur ein winziges Eliteprojekt. Dieser Elite schwimmen jetzt die Felle davon, weil die Bürger rebellieren: mit der FPÖ an der Wahlzelle und mit der IB auf der Straße.

In Deutschland ist die Meinungsdiktatur der Multikultis noch eine ganze Ecke extremer, daher ist es auch für eine patriotische Jugendbewegung härter. Aber allmählich kommt die IB auch dort in Fahrt. Ich glaube auch, dass der Protest in beiden Ländern unterschiedliche Wege gehen muss. Bei uns gibt es die Chance einer Orbanisierung, also eines gleitenden und sanften Übergangs aus dem Multikulti-Wahn zurück in die patriotische Normalität, wie er in Ungarn durch die Wahlsiege Viktor Orbans und seiner Fidesz-Partei angestoßen und durchgesetzt wurde.

In Deutschland dagegen steuert alles eher auf eine weitere Zuspitzung zu, die wohl nicht allein mit dem Stimmzettel entschieden werden kann. Die Deutschen spüren das und gingen in Dresden und anderswo in viel größerer Zahl auf die Straße als die Menschen bei uns. Bei Euch wird für die Wende wohl eine Maidanisierung nötig sein -also die Besetzung öffentlicher Räume durch die Opposition nach dem Vorbild der ukrainischen Hauptstadt im Winter 2013/2014

Dieser Prozess ist der Große Austausch. Er steht als wahres Problem hinter allen Randphänomenen. Ein Volk kann sich von wirtschaftlichen und kulturellen Krisen erholen. Die schlimmsten Fehler und Niederlagen können bereits in der nächsten Generation wiedergutgemacht werden. Der Prozess des Großen Austausch ist jedoch irreversibel. Er geht an die Substanz. Alle Debatten über Regierungsformen, Wirtschaftssysteme, über religiöse und umweltpolitische Themen erübrigen sich, wenn das «Subjekt» dieser Fragen, das Volk, nicht mehr existiert.

Die Einigung der Patrioten

. Der Kampf gegen die Islamisierung Europas deckt sich also mit jenem gegen die Massenimmigration. Die Bestrebungen aller islamischen Lobbygruppen in Europa zielen daher auch auf die Lockerung der Einwanderungsgesetze. Sie intendieren die Mobilisierung, Aktivierung und Ermächtigung der wachsenden islamischen Minderheit und benutzen den tief in uns eingebrannten Schuldkult als Druckmittel. Die kulturkonservativen, volksbezogenen und die islamkritischen, eher staatsbezogenen Rechten müssen in dieser Situation gegen den Großen Austausch Zusammenarbeiten

Ausschnitt aus Compact Ausgabe 09-2016

Identitaire S. 47 bis 49 - 0001  Identitaire S. 47 bis 49 - 0002

2 Kommentare

  1. Pingback: Identitäre Bewegung – Deutschland « deutschelobby | Willibald66's Blog/Website-Marketing24/Verbraucherberatung

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