Was das Kinderlied “Heidschi Bumbeidschi” mit den Türkenkriegen gegen Wien zu tun hat 2

Wenigen Menschen in Deutschland dürfte bekannt sein , ist, daß schon lange vor 1683 und der ersten Wiener Türkenbelagerung des Jahres 1529 weite Teile des südlichen Österreichs unter ständigen Türkeneinfällen zu leiden hatten.

Diese zweihundertjährige Vorgeschichte zu den Ereignissen von 1683 soll nun das Hauptthema dieses Gedenkartikels sein.

eine große Geschichte an wahre Helden, eine Historie die nie vergessen werden darf:

als komplette PDF-Datei unter

200 Jahre Dschihad gegen Österreichs Süden

Aus dieser Zeit stammt das bekannte Kinderlied „Heidschi Bumbeidschi“,

das über eine besonders grausame Praxis der türkischen Besatzungszeit Südösterreichs handelt.

2 Kommentare

  1. Es bezieht sich wirklich auf den Artillerie Kommandanten Hadschi Bombadschi.

    Der Begriff Heidschi kann etwas mit dem islamischen Hadschi/Hadji zu tun haben, einem Moslem, welcher die vorgeschriebene Pilgerfahrt bereits unternommen hat. Auch der Begriff Bumbeidschi kann man vom Bombaci (sprich Bombadschi) ableiten. Bombaci bezeichnet jemanden, der mit Bomben zu tun hat. Heute würde man sagen: Bomber.

    Denn es ist bekannt, dass auf dem Balkan christliche Knaben von Osmanischen Soldaten (Dem Hadschi Bombadschi) entführt und für den Sultanshof erzogen wurden, aus ihnen rekrutierten sich die Janitscharen, die Privatarmee des Sultan.

    Auf diese „Knabenlese“ könnte sich das Lied beziehen.

    Da liegt also ein kloan’s Biable im Bett und die Mutter ist ausgegangen. Das Kind fühlt sich allein und (von der Mutter) verlassen. Die Mutter ist schon (in den Kinderaugen) so lange fort, dass dieses den Eindruck hat, sie kommt nicht mehr heim.

    Nur der Heidschi Bumbeidschi (der Tod) ist bei dem Kind.

    Der Heidschi Bumbeidschi bemüht sich und umgarnt das (offensichtlich im Fieberwahn kränkelnde) Kind. Er erzählt ihm, die Engel lassen ihn grüßen und fragen, ob er nicht im Himmel spazieren fahren will, dort führt ihn ein schneeweißer Schimmel, auf dem ein kleiner Engel (vermutlich das Kind in der himmlichen Zukunft) mit einer Laterne sitzt, in der ein Licht (wohl seine Seele) vom Himmel als schönster Stern leuchtet.

    Das Kind ist offensichtlich den Verlockungen des Heidschi Bumbeidschi (in den Tod) gefolgt!

    In der letzten Strophe beklagt die dann doch (aber zu spät) heimgekehrte Mutter den Kindestod, denn der Heidschi Bumbeidschi ist gekommen, hat den Knaben mitgenommen und nicht mehr wiedergebracht; die Mutter wünscht dem Kind letztlich eine gute Nacht (= die friedvolle ewige Ruhe).

    Ein recht trauriges, einsames Kindestod-Schicksal. Die Abwesenheit der Mutter bleibt Spekulation (Arzt? Apotheke? Arbeit?). Tatsache ist nur sozusagen das letzte Stündlein des sterbenden Kindes, welches im Todeskampf allein und einsam seinen Jenseits-gläubigen Fantasien ausgesetzt ist, zweiffellos im Beisein des Heidschi Bumbeidschi (wie ihn -den Tod/Gevatter Hein- die Mutter offensichtlich gegenüber dem Kind füher so genannt hat), der es dann auch voll erfaßt.

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