Gerard Menuhin – Gedicht Renate Schütte 1

Gerard Menuhin hat unten in seiner Korrespondenz die Dichterin Renate Schütte erwähnt.
Sie hat noch einige weitere „schöne“  in Der Wind schlägt um (= Kritik – Die Stimme des Volkes Nr. 43 / 1978) verfasst.

Nachstehend noch ein paar andere.

Vlg. Bea.

1. Was Du geerbt

Muttersprache — Vaterland!
Wer kann je ermessen,
wie ihr mir in’s Herz gebrannt!
Ewig — unvergessen!

Muttersprache ward verlacht,
Vaterland zerrissen.
Feind hat Unglück nur gebracht,
so von Haß beflissen.

Bleibe fest, du deutsches Herz!
Laß dich nicht beirren,
wenn die Lüge und der Schmerz
dich auch fast verwirren.

Glaube an dein Auferstehn,
Volk der Heimaterde.
Niemals wirst du untergehn,
immer gibt’s ein „Werde“!

2. Gelöbnis

Du bist noch nicht verloren
Mein deutsches Vaterland.
Wir sind dir treu verschworen
mit Herzen und mit Hand.

Wir tragen uns’re Fahnen
durch diese dunkle Nacht.
Ein jeder soll es ahnen:
Wir bleiben auf der Wacht!

Wir stehen fest zusammen,
damit du bald erlebst,
wie du aus Höllenflammen
dich frei und stolz erhebst

3. Deutschland

Seit zweitausend Jahren befehdet man dich,
und will deine Wurzeln zerstören.
Doch du dauerst ewig! Dich tötet man nicht!
Dir wird doch die Zukunft gehören!

Man hat deine Kinder im Blute erstickt,
und Räuberhand hat dich geschändet.
Doch immer hat Allvater Helden geschickt,
die haben dein Schicksal gewendet.

Nun traf dich am tiefsten ein fremder Geist,
dem sind deine Kinder erlegen.
Wer ist es, der endlich die Wege uns weist,
und bringt die Befreiung und Segen?

4.

Allvater schuf auf dieser Erde
des Lebens Vielfalt, bunt und schön.
Daß jedes nach dem Plane werde,
ließ er gewisse Schranken stehn.

Die Tiere wissen ganz alleine
der Arterhaltung recht zu tun.
Es paart das Pferd sich nicht dem Schweine
und nicht der Adler mit dem Huhn.

Nur die Gott schuf nach seinem Bilde,
die wollen, dumm und arrogant,
vermischen Schwarze, Weiße, Wilde,
in grenzenlosem Unverstand.

Zum Rassenmischmasch zu verleiten
ist Völkermord im großen Stil.
Manch stolzes Reich starb so vorzeiten,
wenn es in diesen Wahn verfiel.

Da wären Völker nur noch Herden,
die, körperlich und seelisch krank,
zu Sklaven finstrer Mächte werden,
bis hin zum sichern Untergang!

Wenn doch die Rassen nur erkennen,
daß solch ein Chaos sie verdirbt
und sich in Freundschaft wieder trennen,
bevor die ganze Menschheit stirbt!

– Renate Schütte –


5. Hoffnung

Wird es eine Hoffnung geben
für mein Volk, mein Vaterland?
Wird es wieder ehrlich streben
nach des Glückes Unterpfand?

Hilflos mußte es ertragen
was sich Haß und Neid ersann.
Darf nicht nach der Wahrheit fragen,
die im Lügenbild zerrann.

Muß der Feinde Macht sich beugen
und verleugnen sein Gesicht;
zähneknirschend sich verneigen
vor der Sieger Haßgesicht.

Aber in des Volkes Tiefe brennt
das Feuer immernoch!
Wartet nur, daß man es riefe,
abzuschütteln dieses Joch.

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