Ihr nennt uns also von Geburt auf Böse? Alles Deutsche muss ausgerottet werden, denn es gibt nichts Gutes an den Deutschen…..Warum aber habt ihr dann als Allererstes 1.000.000 deutsche Patente gestohlen, wenn es doch nichts Gutes an den Deutschen gibt?

 es waren zig-tausende, dazu wurden zigtausende Wehrlose massakriert…von den Rheinwiesen-Massakern ganz schweigen…und Dresden…1 Million verbrannt, fast alles Zivilisten, Kinder und Kranke…

Keine „Befreier“ sondern Feindstaaten und Besetzer. Ausbeuter und Gesetzlose…sie verstießen und verstoßen bis heute gegen die Haager Landkriegsordnung, gegen UN-Menschen- und Völkerrechte…

Hoffentlich werden ihre Nachfahren dafür büßen…genau so wie unsere Vorfahren…

Ihr nennt uns also von Geburt auf Böse? Alles Deutsche muss ausgerottet werden, denn es gibt nichts Gutes an den Deutschen.
Nur ein toter Deutscher ist ein guter Deutscher, nicht wahr? Warum aber habt ihr dann als Allererstes am Ende des Krieges, noch vor der Einnahme Berlins, 500.000 deutsche Patente in München gestohlen, wenn es doch nichts Gutes an den Deutschen gibt?
Schickt sich denn so etwas für die Befreier?

Diebstahl? Doch die Patente allein haben euch nicht gereicht, ihr habt sogar die Erfinder und deutschen Genies gleich mitgenommen nach den USA, damit sie EUCH dort weiterhin mit ihrem herausragenden deutschen Geist dienen konnten.

Deutsche Ermittlungen uber Alliierte Völkerrechtsverletzungen Im Zweiten Weltkrieg >>> hier weiter >>>.
Alliierte Kriegsverbrechen – Vergessene Kriegsgräuel im Zweiten Weltkrieg >>> hier weiter >>>.
Deutsche Opfer: Kriegs- und Nachkriegsverbrechen alliierter Täter >>> hier weiter >>>.

Botschaft an die alliierten Verbrecher und ihre deutschen Handlanger

Für euch war und ist es ein lustiges Spiel, Deutsche abzuschlachten, sie in aller Welt zu denunzieren, sie auszuplündern, zu unterdrücken und wegzusperren. Für euch war es ein Spiel Kinder, kleine Kinder, größere Kinder Männer, junge Männer, alte Männer, Greise Frauen, junge Frauen, alte Frauen, Greisinnen, hochschwangere Frauen, Wöchnerinnen bestialisch abzuschlachten, aufzuschlitzen, zu vergewaltigen, vor den Augen ihrer Kinder, die Kinder zu vergewaltigen, vor den Augen ihrer Mütter und beim helfenden Eingriffsversuch die Mütter, Väter oder Ehemänner sofort zu erschlagen oder zu erschießen. Wie konnten sie es auch wagen, nicht wahr? Wie konnten sie es wagen, bei der Schändung und Schlachtung ihrer eigenen Frauen und Kinder nicht tatenlos und friedlich zuzuschauen?

Ihr überflutet unser Land mit Ausländern und wollt unsere jungen Menschen ins Ausland schicken Völkertransfer, nicht wahr?

Ihr wollt, dass alle Deutschen sich mit Ausländern vermischen oder von diesen abgestochen werden, nicht wahr?

Ihr erzählt uns seit 68 Jahren Lügen über unsere deutsche Geschichte. Lügen über den Krieg. Lügen über die Kriegsursachen und die wahren Kriegstreiber und Kriegsverbrecher. Lügen über den größten Sohn, den das deutsche Volk jemals hervorbrachte. Lügen über seine  Soldaten. Lügen über seine Absichten und Ziele. Lügen über sein wahres Wesen. Ihr verheimlicht der Welt seine ununterbrochenen Friedensbemühungen, die Verhandlungen welche er mit den Briten, den Franzosen und den Polen führte. Immer und immer wieder reichte er euch die Hand zum Frieden, doch ihr schlugt diese Hand aus, da ihr nichts anderes wolltet als den Krieg und die totale Vernichtung Deutschlands.

Sogar noch während des Krieges versuchte er immer wieder mit euch Frieden zu schließen, euch vom Frieden zu überzeugen, doch ihr wolltet einfach nicht. Er machte euch Zugeständnisse und unglaubliche Friedensangebote, doch nichts konnte euch von eurem Blutdurst und eurer Kriegslüsternheit abbringen. Er sah monatelang zu wie in Polen die Volksdeutschen bestialisch und viehisch abgeschlachtet wurden, doch ER bot Polen die Hand zum Frieden, jedoch die Polen töteten weiter, misshandelten weiter, metzelten die Deutschen nieder wo sie ihrer habhaft werden konnten, weil ihr sie so fürchterlich aufgehetzt habt. Sie hatten bereits neue Landkarten angefertigt, auf denen Polen bis nach Frankfurt reichte. Sie brüsteten sich damit, dass sie in 9 Tagen in Berlin sein könnten und es einnehmen würden. Sie töteten und töteten und hörten nicht damit auf.

Sogar noch während des Krieges versuchte er immer wieder mit euch Frieden zu schließen, euch vom Frieden zu überzeugen, doch ihr wolltet einfach nicht. Er machte euch Zugeständnisse und unglaubliche Friedensangebote, doch nichts konnte euch von eurem Blutdurst und eurer Kriegslüsternheit abbringen. Er sah monatelang zu wie in Polen die Volksdeutschen bestialisch und viehisch abgeschlachtet wurden, doch ER bot Polen die Hand zum Frieden, jedoch die Polen töteten weiter, misshandelten weiter, metzelten die Deutschen nieder wo sie ihrer habhaft werden konnten, weil ihr sie so fürchterlich aufgehetzt habt. Sie hatten bereits neue Landkarten angefertigt, auf denen Polen bis nach Frankfurt reichte. Sie brüsteten sich damit, dass sie in 9 Tagen in Berlin sein könnten und es einnehmen würden. Sie töteten und töteten und hörten nicht damit auf.

Sie überschritten des Nachts sogar die deutsche Grenze und töteten und folterten und brandschatzten bereits auf deutschem Boden. Hinzu kam noch der Überfall auf den Sender Gleiwitz und am 31. August 1939 die Ermordung des deutschen Konsuls in Krakau sowie die Generalmobilmachung des Heeres, was eine Kriegserklärung an Deutschland bedeutete. Und als ER dann endlich, endlich eingriff, um dem viehischen Gemetztel an den Deutschen in Polen ein Ende zu bereiten und die deutschen Truppen auf die Westerplatte schickte, wurde nochmals verhandelt, doch wieder schlugen die Polen das Angebot aus. Erst dann wurde ab 5:45 Uhr zurückgeschossen. Insgesamt wurden in den Monaten vor dem Krieg und in den ersten Tagen ca. 13.000 Deutsche in Polen bestialisch hingemetzelt.

IHR stellt das Alles heute als Angriff auf ein unschuldiges Land dar und behauptet ER hätte den Weltkrieg begonnen. Diese Polenkrise hätte eine Krise zwischen Nachbarländern bleiben können, doch IHR erklärtet Deutschland am 3. September den Krieg. England und Frankreich erklärten den Krieg. IHR habt damit den Weltkrieg begonnen, den IHR schon so lange im Voraus geplant hattet. IHR habt die Polenkrise inszeniert und die Polen mit Lügen gegen Deutschland aufgehetzt und ihnen bedingungslose Unterstützung gegen die Deutschen zugesagt, um endlich gegen Deutschland losschlagen zu können.

Ihr habt 8 Millionen Deutsche noch nach dem Krieg umgebracht und nennt das Befreiung. Ja, ihr habt sie wahrhaftig befreit. Befreit von ihrem Leben, auf unvorstellbare Art und Weise. Ihr habt sie verhungern lassen, ihr habt sie zu Tode vergewaltigt, ihr habt sie gefoltert, verbrannt, aufgespießt, den Frauen und älteren Mädchen die Brüste abgeschnitten, den Männern die Hoden und Geschlechtsteile abgeschnitten, die Augen ausgestochen, die Ohren und Zungen abgeschnitten und den kleinen Kindern die Schädel eingeschlagen. Sie mussten die Exkremente ihrer Peiniger essen und trinken, sie mussten verweste Typhustote ausgraben und küssen und sich zu ihnen legen. Keine Grausamkeit und Perversität an uns Deutschen war euch zu viel. Keine! Doch IHR seid die lieben Befreier während WIR Deutschen, welche all dies über uns ergehen lassen mussten, die Bösen sind.

Ihr habt auch uns befreit, natürlich befreit von der Wahrheit und der schönsten und erhabensten Zeit, die Deutschland je erleben durfte. Ihr habt uns befreit von unserer Unschuld und habt dafür die Schuld in unsere Gehirne gebrannt. Eine Schuld, die uns nicht trifft. Ihr habt in einer Nacht 500.000 Menschen bei lebendigem Leibe gebraten weil IHR sie braten sehen wolltet. Das hatte nichts mit Krieg zu tun. Ihr sorgt heute dafür, dass aus diesen 500.000 Menschen nur noch 25.000 werden. In anderen Städten waren es 100.000 oder 50.000. Alle habt ihr sie gebraten. Ihr verbietet uns auf euren Leichenfeldern, die ihr hinterlassen habt und auf denen hunderttausende von toten deutschen Gebeinen liegen und ständig noch von deutschen Bauern beim Pflügen hervorgeholt werden  zu graben, damit die Welt eure Verbrechen nicht erfährt. Doch die Welt kennt eure Verbrechen schon längst. Ihr könnt das nicht verhindern.

Ihr habt Millionen und Abermillionen Deutsche im Krieg und nach dem Krieg umgebracht. Warum stehen im deutschen Bundesarchiv nur knapp 160.000 Juden, welche durch das „schreckliche Nazi-Regime“ verfolgt und getötet wurden, während IHR nachweislich Millionen von Deutschen umgebracht habt? Warum wird nicht auch anderer Ethnien in Deutschland gedacht, welche ebenfalls in diesem Krieg, den IHR und ganz alleine IHR ausgedacht, ausgeklügelt und von langer Hand geplant und angezettelt habt, umgekommen sind? Und vor Allem, warum wird nicht der unschuldigen deutschen Frauen, Kinder, Alten und Verletzten gedacht, welche durch eure Hand sterben mussten, sondern im Gegenteil, bei friedlichen Trauermärschen für diese unschuldigen Opfer Gewalt gegen die Trauernden angewendet? Seit wann ist Trauer etwas Strafbares?

Ihr habt aus unseren deutschen Soldaten unter brutalsten Folter- und Gewaltanwendungen Geständnisse erpresst, welche von keinem Gericht der Welt anerkannt würden, da Geständnisse unter Folter ungültig und rechtswidrig sind. Doch ihr habt eure Prozesse nicht vor Gerichten geführt sondern ihr wart selbst die Richter. Ihr habt kurzerhand ein eigenes Scheingericht gebildet, welches aus lauter Mördern bestand. Die Mörder urteilten über ihre Opfer. Ihr habt von Anfang an das im Krieg verbindliche Völkerrecht gebrochen und permanent gegen die HLKO verstoßen, während Deutschland und deutsche Soldaten sich peinlichst genau daran hielten entgegen all eurer Lügen.

Meint ihr wirklich, dass das ewig so weitergeht? Meint ihr wirklich, dass das deutsche Volk sich das ewig gefallen lässt?

Ihr hasst uns? Na gut, dann hasst uns. Doch wisset, dass Hass bindet. Euer Hass auf uns, bindet uns an euch, deshalb werdet ihr uns auch niemals los. Ihr könnt und werdet das deutsche Blut und den deutschen Geist niemals auslöschen. Niemals!

Hasst uns ruhig weiter, denn umso mehr ihr uns hasst, desto mehr erwachen und erstarken wir. Euer Hass ist unsere Kraft.

Ihr könnt uns wohl töten, ihr könnt uns foltern, ihr könnt uns materiell vernichten, ihr könnt uns einsperren. Doch wisset auch hier, dass in den Gefängnissen Monat für Monat Menschen zurück in die Freiheit entlassen werden und dank UNS, werden diese Menschen nicht mehr unwissend und ohne die Wahrheit zurück in die Freiheit gehen. Sie werden dann an unserer Stelle weiter kämpfen. Ihr könnt uns hinschaffen wo immer ihr wollt, wir nehmen die Wahrheit, die unauslöschlich in unseren Herzen wohnt,  immer mit uns mit und wir verkünden sie, egal wo wir uns aufhalten.

Ihr könnt uns Alles nehmen, doch drei Dinge könnt ihr uns niemals nehmen:

Unsere Seele, unseren Geist und die Wahrheit – denn alle drei sind frei. Sie unterliegen nicht eurem Machtbereich.

Euer Spiel ist vorbei. Es ist beendet.

Quelle: mzwnews.com

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Alliierte Kriegsverbrechen – Vergessene Kriegsgräuel im Zweiten Weltkrieg >>> hier weiter >>>.

Deutsche Opfer: Kriegs- und Nachkriegsverbrechen alliierter Täter >>> hier weiter >>>.

Die Hölle von Lamsdorf

Heinz Esser, der ehemalige Lagerarzt des berüchtigten polnischen Vernichtungslagers Lamsdorf in Oberschlesien, hat hier seine erschütternden Erlebnisse in einem Dokumentarbericht niedergelegt. Die in diesem Lager geschehenen Grausamkeiten übersteigen alle Vorstellungen >>> hier weiter >>>.

Sack John: Auge um Auge

Hasserfüllte Juden werden ausgenutzt, um ehemalige systemtreue Deutschen aufzuspüren, zu foltern und grauenvoll zu töten.Diese Bücher dürfen niemals auf den Index- niemals >>> hier weiter >>>.


1939 – Der Krieg, der viele Väter hatte: Der lange Anlauf zum Zweiten Weltkrieg – von Gerd Schultze-Rhonhof >>> hier weiter >>>


Verbrechen an Deutschen

Im Rahmen der Reihe „Kopp kontrovers“ interviewt Michael Vogt den amerikanischen Völkerrechtler Prof. Alfred de Zayas zum Thema Vertreibung der Deutschen aus den Ostgebieten. Dieser bezeugt ruhig und sachlich die völkerrechtswidrigen Handlungen der Nachbarländer gegen die Deutschen >>> hier weiter >>>.


Deutsch-Polnische Politik in den dreißiger Jahren

Gewidmet allen Opfern von Flucht und Vertreibung der Jahre 1944 bis 1948

Das unter den Augen der Weltöffentlichkeit sich abspielende Verhalten der Polen gegenüber Deutschland war für jeden ersichtlich auf Krieg ausgelegt! Als dieser dann 1939 endlich ausbrach, stempelte man Deutschland bis heute als Alleinschuldigen ab, wobei doch die deutsche Regierung nachweislich alles tat, um diesen Krieg zu verhindern >>> hier weiter >>>.


Kriegsverbrechen an der Ost und Westfront >>>


Der „nützliche Idiot“ Polen 
Gab es eine polnische Mitschuld an den Verbrechen gegen Juden?


Das verblendete Polen – ein lächerlicher Staat…

…der wirklich geglaubt hat Deutschland zu vernichten!

„…Man zerbrach sich ja nur mehr den Kopf, ob man unsere Armeen noch vor oder hinter Berlin vernichten sollte. Ein polnischer Marschall, der jetzt jammervoll seine Armee im Stich gelassen hat, er erklärt, daß er Deutschland und die deutschen Armeen zerhacken werde.
…Und parallel damit setzt ein Martyrium ein für unsere Volksdeutschen. Zehntausende werden verschleppt, mißhandelt, in der grausamsten Weise getötet; sadistische Bestien lassen ihre perversen Instinkte aus, und – diese demokratische fromme Welt sieht zu, ohne mit einer Wimper zu zucken.
…Ich habe mir oft die Frage vorgelegt: Wer kann Polen so verblendet haben? Glaubte man wirklich, daß die deutsche Nation sich das auf die Dauer von einem so lächerlichen Staat bieten lassen würde? Glaubte man das im Ernst?…“ (Quelle: Auszug aus der Führer-Rede vom 19. September 1939 im Artushof Danzig)

Was meist vergessen wird, ist die Tatsache, dass in dem neu geschaffenen Polen, auch der “Glaube an die Überlegenheit der eigenen Gruppe” der Chauvinismus, bewusst in Volkes Hirn gehämmert wurde.

Gesteuert und gestützt wurde dieser “Glaube an die Überlegenheit der Polen” aus London, die Verantwortlichen saßen wieder einmal in den edlen Club’s der City und zelebrierten ihr Spiel um Macht.Dabei hatten sie sich Polen, als “nützlichen Idioten” zurecht gerichtet und nebenbei auch noch militärisch aufgerüstet >>> hier weiter >>>.


Deutschland und der Weltfriede – Sven Hedin: Deutsche Übersetzung, Seltener Erstdruck eines in Deutschland nie verlegten Buches des schwedischen Entdeckers Sven Hedin. Das Buch des Schweden ist nicht zuletzt darum interessant, weil es das Dritte Reich mit den Augen eines Ausländers schildert, der es als Zeitgenosse gesehen und bereist hat. hier weiter

Der Jahrhundertkrieg ….von Helmut Schröcke

Dritte Reich – wahre Zeitgeschichte

Der Führer…vom Volk 1933 gewählt

Geschichts- und Berichtsfälschung: alliierte Kriegsverbrechen….und Verschwörungen?

Weltkriege….Beweise der Unschuld des Deutschen Reiches

 „Deutschland ausradieren“ und andere entlarvende Zitate des 20. Jhd.

Geschichtsfälschung – die Wahrheit und die Alliierten

Die Todes- und Foltermaschinerie gegen die Deutschen …

Geschichts- und Berichtsfälschung: Deutsche Opfer und alliierte Kriegsverbrechen….

GERMAR RUDOLF…GUTACHTEN, Widerstand, Vorlesungen, Kreuzverhör

NEUSCHWABENLAND-REICHSDEUTSCHE-HAUNEBU-WUNDERWAFFEN

Zionisten, Zionismus

Zionisten2… Neue-Welt-Ordnung, Zionisten und …

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eine Welt ohne Deutschland? was wäre wenn….

von Jan Lüttich
In unserem Land sind einige Menschen nach der erfolgreichen gedanklichen Umerziehung der
vergangenen 64 Jahre der Ansicht, dass es besser wäre, wenn es Deutschland nicht mehr geben
würde, oder wenn es Deutschland nie gegeben hätte. Da wir in der Lage sind, mit
Vorstellungskraft, Witz und Verstand in eine Gedankenwelt einzutauchen, wollen wir uns
einmal einen Tag im Leben vorstellen, an dem es das „geächtete“ Deutschland nicht gegeben
hätte:
Davon abgesehen, dass Sie selbst nicht auf der Welt wären, wachen Sie morgens zu spät auf.
Warum haben Sie verschlafen? Weil Sie keinen Wecker haben, denn der Erfinder der
Taschenuhr, (also eines Vorgängers des Weckers), Peter Henlein (1480-1542), war ein
Deutscher und lebte ja in unserem Gedankenspagat nicht.
Es ist noch dunkel an diesem Morgen, Ihre Hand sucht den Lichtschalter, aber selbst wenn Sie
ihn finden würden – eine Lampe könnten Sie schwerlich zum Leuchten bringen, da der
Deutsche Heinrich Goebel (1818-1893) sich dieses Wunderwerk der Elektrizität einfallen ließ.
Übrigens war das 25 Jahre früher, als der Engländer Edison!
Sie laufen los, weil Sie ja zum Auto müssen, um zur Arbeit zu fahren, aber Ihr VW Passat ist
weg. Logisch! Denn der Grundstein für die Volkswagen Werke ist 1938 von Ferdinand
Porsche und dem damaligen Reichskanzler gelegt worden.
Naja, halb so wild, denken Sie sich. Den japanischen Zweitwagen wollten Sie auch mal wieder
ausfahren. Die Garagentür öffnet sich, aber da steht kein Auto, was einleuchtet, weil die
Erfinder des Autos, Benz und Daimler, nie das Licht der Welt erblickten. Sie waren ja
Deutsche.
Alles klar, jetzt wird es eng. Ihre Rettung: Der Bus! Sie rennen zur Haltestelle und warten und
warten. Da stehen Sie vergebens, denn der Deutsche Rudolf Diesel lebte ja nicht, um den
Dieselmotor zu erfinden.
Den Fahrplan für den Bus könnten Sie eh nicht lesen, da Gutenberg 1445 die Druckkunst mit
seinen beweglichen Lettern revolutionierte.
Ein schlechter Start in den Tag! Aber wenn Ihr Chef von den Gründen Ihrer Verspätung
erfährt, kann er Ihnen nicht böse sein. Das wäre ungerecht. Dennoch muss er von ihren
Gründen erfahren. Die Telefonnummer Ihrer Firma haben Sie im Kopf, aber leider fehlt das
Telefon, um die Nummer zu wählen. Das Telefon ist dem genialen Geist von Philipp Reis
(1834-1874) entsprungen.
Eine Email wäre die Rettung, denn wie fast jeder Handwerksbetrieb, hat auch Ihre Firma einen
Weltnetzanschluss. Aber leider ist auch das Senden einer Email nicht möglich, denn Konrad
Zuse erfand den ersten Rechner.
Selbst wenn ein anderer den ersten Rechner erfunden hätte, so würde ihm die Tastatur fehlen,
welche der Tiroler Peter Mitterhofer (1822-1893) als Schreibmaschine erfand.
Um es sich bei Ihrem Chef nicht endgültig zu verderben, gehen Sie nach der ganzen Aufregung
zum Arzt, um sich krankschreiben zu lassen. Das ist wirklich zu viel für Ihr Gemüt. Daß das
Ärztehaus, in dem sich die Praxis ihres Hausarztes befindet, nebenbei bemerkt über keine
Röntgenstation verfügt, braucht hier nur beiläufig erwähnt zu werden, denn Konrad Röntgen
(1845-1923) entstammt unserem Deutschen Volk.
Was macht man an so einem bescheidenen Tag? Sie wollen einfach nur nach Hause, um
darüber nachzudenken, wie Sie diesen Alptraum überleben. Ihr heißgeliebtes Fahrrad ist nicht
mehr da, welches von dem Forstmeister Karl Freiherr von Drais erfunden wurde.
Auch der Urlaub ist geplatzt. Da Otto Lilienthal das erste Flugzeug nicht erfinden konnte und
Joseph Ressel (1793-1857) die Schiffsschraube nicht erdachte, wird es mit Alternativen mehr
als eng.
Abgesehen davon, dass mit Sicherheit kein Haus und keine Brücke stehen würde, es keine
Straßen gäbe – weil alles dem großartigen Schöpfergeist des deutschen Volkes entsprang.
Es gäbe weder Radio, noch Fernsehen (patentiert von Paul Nipkow 1884 und später Braunsche
Röhre, von K.F. Braun).
Ist vielleicht in der heutigen Zeit keine Schande, denken Sie sich. Aber Ihr Alptraum würde
noch weiter gehen, denn das erste Strahltriebwerk, der Dosenöffner, das Düsenflugzeug, die
Büroklammer und, und, und… alles Erfindungen unseres Volkes.
Und da gibt es Deutsche, die „Deutschland verrecke“ schreien? naja, keine Deutsche sondern Neu-Züchtungen…
Stellt sich abschließend nur noch die Frage:
Wie würde die Welt für einen Tag aussehen, wenn es z.B. die USA nicht geben würde?
Jean Beran – „News Chronicle” Sonderkorrespondent: schrieb am 21. Februar 1946, was er
als einen – sogar unvollständigen – Überblick erwähnte: Ein besonderer Gesichtspunkt der
„Befreiung” Deutschlands von 1945 besteht darin, daß die Deutschen den Alliierten in
Forschung und Technik, je nach Gebieten, um zehn bis 30 Jahre voraus waren, aber um ihre
gesamten wissenschaftlichen Schätze gebracht wurden.
alles von Engländern und US-Amerikaner und Russen gestohlenen deutsche Patente:
Synthetischer Gummi:
Ein neuer Produktionsprozeß, bei dem nur noch ein Drittel der Grundstoffmenge benötigt
wird, wie im bisher üblichen Verfahren
Raketen:
Lenkbare Geschosse, die den Atlantik in rascher Zeit überqueren können
Blutplasma:
Künstlich hergestellt
Brennstoffe:
Völlig neue Methoden für die künstliche Brennstoffherstellung, die den Alliierten unbekannt
waren
Flugzeuge:
Wichtige Erfindungen in Richtungen, mit denen die englischen und amerikanischen Fachleute
sich noch gar nicht beschäftigt hatten
Infrarotstrahlen:
Die deutschen Forschungsergebnisse ersparen den alliierten Wissenschaftlern 10 Jahre
zeitraubende Arbeit
Aerodynamik:
Die deutsche Entwicklung besonders für Flugzeuge mit Überschallgeschwindigkeit ist sehr
fortgeschritten, die Forschung der deutschen Experten übertreffen jegliche ähnliche
Entwicklungen in den USA bei weitem
Turbinenantrieb:
Die Deutschen haben eine Neukonstruktion entwickelt und eine Montagefabrikation, die die
ursprüngliche Arbeitszeit von 500 auf 10 Stunden herabsetzt
Synthetische Stoffe:
Plastische Stoffe aus Kohle und Gummi
Textilien und Nahrungsmittel:
Sehr große Zahl von polimeren Produkten, eine hervorragende Leistung
Pharmazeutische Produkte:
Viele neue Erzeugnisse wurden erbeutet, auch eine Methode, inaktives Insulin herzustellen,
verbesserte Schmerzmittel, Betäubungs- und Schlafmittel, Insektenpulver, die weniger giftig
sind, als das englische DDT
Beran, der sich in einer Mischung aus Begeisterung und fassungslosem Staunen, seitenlang
über den wissenschaftlichen Vorsprung der Deutschen ausließ, stellte im „News Chronicle”
anschließend fest: Das sind wenige von vielen tausend Entdeckungen, die erbeutet wurden und
die sich vom größten Industriegeheimnis bis zu den kleinsten Einzelheiten der
Produktionsweise erstrecken. Insgesamt gesehen ist es eine der gigantischsten Kriegsbeuten,
die je ein Sieger erhoffen konnte.
C. Lester Walker, (Journalist USA) schreibt:
„1945 spielte sich nicht nur der größte Kunstraub der Weltgeschichte ab, verübt in Deutschland
von Siegern, sondern auch der gewaltigste Diebstahl von Know-How”.
In welchem Ausmaß Deutschland in Wissenschaft und Forschung„ befreit” wurde, läßt sich
nur erahnen Die in Deutschland erbeuteten Aktenstücke mit wissenschaftlichen Geheimnissen
seien auf eine Dreiviertelmillion angewachsen. Eigens ein neues deutsch-englisches
technisches Fachwörterbuch sei aufgesetzt worden mit etwa 40.000 neuen technischen und
wissenschaftlichen Ausdrücken, um die sensationellen Fachausdrücke beim interessierten
Publikum bekannt zu machen.
Einzelbeispiele: erbeutet wurden unter diesen unschätzbaren Geheimnissen das Verfahren und
die Apparaturen zur Herstellung des besten Kondensators der Welt der deutsche Kondensator –
hält mehrfaches Durchschlagen aus und fast 50 % höhere Spannung, als der der
amerikanischen Kondensatoren!
Auch bei den synthetischen Textilien machten die amerikanischen Plünderer sensationelle
Entdeckungen.
Die Sammlung von Kriegsgeheimnissen hat auf dem Gebiet der Textilien so viele
Offenbarungen gebracht, die Ausbeute in den Laboratorien der I. G. Farbenwerke hieß es: Es
umfaßt flüssige und feste Brennstoffe, Metallurgie, synthetischen Gummi, Textilien,
Chemikalien, Kunststoffe, Heilmittel und Farben. Die amerikanische Farbstoffindustrie wurde
mindestens um 10 Jahre vorwärts gebracht Nicht weniger eindrucksvoll sei die „Ausbeute” auf
dem Gebiet der Lebensmittel-Forschung, der Medizin und der Militärtechnik gewesen. Völlig
umwerfend aber bei der Luftfahrt und den Raketen: „Die größte Bedeutung für die Zukunft
besitzen die deutschen Geheimnisse auf dem Gebiet der Luftfahrt und der Raketengeschosse.
die Deutschen hatten bei Kriegsende 138 Typen von lenkbaren Geschossen in verschiedenen
Stufen der Fabrikation und Entwicklung unter Verwendung jeder bekannten Art des
Fernlenkens und Fernzielens: Kurzwellen-Draht, Leitwellen, Schall, Infrarot, Lichtbündel,
Magnetismus, um nur einige zu nennen – und zum Antrieb benutzten sie alle Methoden von
Düsenantrieb für Unter- und Überschallgeschwindigkeit.
Ein US Ausbeutungsoffiziere zeigte Walker eine winzige Röhre zeigte: „Es ist schweres
Porzellan, nicht Glas, und deshalb wirklich unzerstörbar. Sie leistet 1.000 Watt mit einem
Zehntel der Größe einer gleichen amerikanischen Röhre.”Er zeigte mir noch die
„Infraroteinrichtung”, welche die Deutschen erfunden haben, um nachts sehen zu können. Die
Deutschen konnten mit jeder Schnelligkeit in der Finsternis fahren und dabei Gegenstände
200 m voraus sehen. So ging es noch laufend weiter mit Polaroid, der Optik, Brot- und
Mehlgeheimnissen, Fotografie, und wir mußten 10.000 bis 20.000 deutsche Patente
bearbeiten.”
Entgegen gültigen UN-Menschen- und Kriegsrechte:
346.000 deutsche Patente wurden konfisziert, 20.870 deutsche Warenzeichen, 50.000 neue
Farbformeln.
523 deutsche Wissenschaftler wurden in die USA gewaltsam überführt und unzählige in die Sowjetunion.
Allein 700 führende Fachleute von Junkers (Flugzeugwerke Dessau) wurden mit ihren
Familienangehörigen (über 2500 Personen) in die Sowjetunion deportiert am 22. Oktober
1946. (Nahezu alle Industriezweige waren betroffen und führende Hochschulprofessoren.
Keiner bekam einen Arbeitsvertrag oder Ausweis).
unersetzliche Kunstwerke wurden uns geraubt. U. a. wurden 52 Waggons mit Gold- und
Silberbarren, Juwelen, Perserteppiche, über 1000 Ölgemälde, Kisten voller Goldmünzen,
Tafelsilber, Porzellan, wertvolle Briefmarkensammlungen, Pelze und seltene Bücher am
17.4.1945 von amerikan. Truppen beschlagnahmt.
unsere Goldreserven aus dem Salzbergwerk Merkers wurden geraubt und 2,75 Milliarden RM
in Papiergeld. Auch Devisen und Gold der Berliner Reichsbank blieben verschwunden (300
Mio RM). Die USA beschlagnahmte völkerrechtswidrig auch das deutsche Vorkriegsvermögen
von rund 600 Mio. Dollar – Adenauer bemühte sich 1957 vergeblich um die Rückgabe.
Hinzukommen Unsummen für Reparationen, Leistungen aus laufenden Produktionen,
Besatzungskosten und bis in die heutige Zeit Stationierungskosten. Wir sind noch immer ein
besetztes Land.
Doch auch die anderen „Sieger”, vor allem Franzosen und Russen, plünderten das
deutsche Know-How.
Doch am unverschämtesten „befreiten” die USA Deutschland vom wissenschaftlichen
Schatz, auch von den deutschen Wissenschaftlern, die man ebenfalls „mitgehen” ließ.
„Die Welt weiß alles, was die Deutschen angeblich getan haben, aber sie weiß nichts über das, was
den Deutschen angetan worden ist.“

Deutsche-Reich-

2 Kommentare

  1. Das Wesen des Krieges sind nicht Feuer und berstende Granaten, nicht zerfetzte Leiber und zerstörte Häuser. Krieg ist die Brechung des Willens einer Nation und dessen Ersetzung durch den Willen des Feindes. Die reine Form des Krieges ist die Durchsetzung des feindlichen Willens ohne die Gegenwehr des Vergewaltigten, sei es, daß dieser zu schwach ist, sei es, daß es durch Täuschung und anderweitige Manipulation seines Bewußtseins nicht in Lage ist, den feindlichen Angriff als solches wahrzunehmen. Horst Mahler. ist ein deutscher Publizist, politischer Aktivist, ehemaliger Linksextremist und Rechtsanwalt.

    Die monströse Täuschung, die die Welt mit der zweiten Weltkrieg gelitten hat, in dem sie Millionen von Menschenleben zum opfern so wie ungeheure Bemühungen ins Feuer zu verbrauchen, um danach es feststellen zu müssen sich selbst in einer schlimmeren Lage als die Vorherige zu befinden, ist nicht das Werk des Zufalls. Wäre dieses Ergebnis aus nur Unordnung, gäbe es vielleicht nichts verdächtig, aber der moralische und wirtschaftliche, Bankrott, in dem sich die westliche Welt jetzt befindet, verheimlicht eine verbirgt eine erstaunliche Handlung, eine perfide Verstrickung von Tatsachen die von demselben Impuls getrieben werden und auf das gleiche Ziel hin marschieren.

    DIE URTEILE VON NÜRNBERG

    War Deutschland http://sansconcessiontv.org unsere Kolonie ?

    Die materiellen Kosten der Vergeltung waren schon hoch genug, die moralischen und politischen Folgen jedoch kaum schlimm genug einzuschätzen. Es war gleichermaßen notwendig, den Glauben des deutschen Volkes in die Demokratie wiederzubeleben wie seine Hilfsquellen und seine Arbeitskraft dem Wiederaufbau und der Verteidigung Europas nutzbar zu machen.

    Vier Jahre nach ihrer bedingungslosen Kapitulation waren die Deutschen noch immer Parias — ohne bürgerliche und politische Rechte und ohne die Sicherheit, die die Herrschaft der Gesetze, nicht die von Menschen, bot. In Nürnberg sagte einer der bedeutendsten deutschen Verteidiger zu mir : »Wir haben lediglich eine Diktatur gegen die andere vertauscht. Nach zwölf Jahren Gesetzlosigkeit unter Hitler haben wir nun vier Jahre lang die Herrschaft einer Militärregierung erlebt, die ebenso willkürlich ist und uns gleichermaßen Recht und Gerechtigkeit verweigert.«

    Grundlage jeglicher Demokratie ist die Herrschaft der Gesetze und nicht die von Menschen; dies bedeutet, daß die Gesetze jedermann bekannt sind und auf alle Menschen gleichmäßig angewendet werden. In Nürnberg wandten wir aber nicht nur Gesetze an, die im Nachhinein erlassen worden waren, sondern erklärten auch, daß diese allein für die Deutschen gelten sollten. Die Urteile der amerikanischen Gerichtshöfe in Nürnberg verabsolutierten den Willen der Eroberer und die Besiegten hatten nicht das Recht, sich auf das Völkerrecht, die amerikanischen oder irgendwelche andere Gesetze zu berufen. Statt die Deutschen zu lehren, daß Verbrechen sich nicht bezahlt machen, hatten wir den Lehrsatz aufgestellt, daß die Sieger nach Beendigung des Krieges mit dem besiegten Volk alles tun konnten, was in ihrem Belieben stand.

    Nach der Logik unserer Nürnberger Urteile zu schließen, wurden die Deutschen nicht dafür bestraft, daß sie Kriegsverbrechen begangen, sondern dafür, daß sie den Krieg verloren hatten. Die Auffassung, daß Macht Recht schafft, wurde eindeutig zur Grundlage der Gerichtsverfahren gemacht, die die Vereinigten Staaten in Nürnberg über die Bühne gehen ließen. Die amerikanischen Richter erklärten : »Wir sind ein Tribunal, das seine
    Macht und seine Urteilsfällung einzig und allein aus dem Willen und den Befehlen der vier Besatzungsmächte ableitet . . . In den Fällen, in denen man annehmen könnte, daß das Kontrollratsgesetz Nr. 10 über die feststehenden Regeln des Völkerrechtes hinausgeht, beruht seine Autorität selbstverständlich auf der
    Ausübung der souveränen gesetzgebenden Gewalt derjenigen Staaten, vor denen das Deutsche Reich bedingungslos kapituliert hat.«

    Viele Amerikaner zu Hause dürften dies nicht bemerkt haben, es war aber doch wahr, daß ihre Vertreter in Nürnberg ausdrücklich erklärt hatten, die Sieger seien nicht an die gleichen Gesetze gebunden wie die Besiegten. Als die deutschen Verteidiger die Frage stellten, warum es ein Verbrechen gegen das Völkerrecht
    gewesen sei, wenn die Deutschen im besetzten Polen und Ruß- land Privateigentum konfisziert, Zivilisten und Kriegsgefangene als Sklavenarbeiter benutzt und die Bevölkerung der besetzten Gebiete ausgehungert hatten, es aber kein Verbrechen sei, wenn die amerikanische, britische, französische und russische Militärregierung
    das Gleiche täten, wurde ihnen bedeutet : »Die Alliierten sind nicht den Beschränkungen der Haager Konvention und der Landkriegsgerichtsordnung unterworfen.«

    Warum ? »Weil«, so sagten die amerikanischen Richter und Ankläger in Nürnberg, »die Regeln der Landkriegsgerichtsordnung sich nur so lange auf das Verhalten einer kriegführenden Macht in einem besetzten Gebiet beziehen, so lange dort noch eine Armee im Feld steht, die den Versuch macht, das Land an seinen rechtmäßigen Herren zurückzubringen. Diese Regeln gelten aber nicht mehr, wenn der Kriegszustand beendet ist, nicht mehr länger eine Armee im Felde steht, und — wie im Falle Deutschlands — die Unterwerfung eine Folge der Eroberung durch militärische Gewalt gewesen ist.«

    Mit anderen Worten : hätte Deutschland den Krieg gewonnen, wäre es nicht mehr länger an das Völkerrecht gebunden gewesen und keiner seiner Bürger hätte für schuldig befunden werden können, Kriegsverbrechen oder Verbrechen wider die Menschlichkeit begangen zu haben. Da wir den Krieg gewonnen hatten, waren für uns die Bestimmungen der Haager und Genfer Konvention oder des Völkerrechts und irgend eines anderen anerkannten Rechtes nicht mehr bindend.

    Das Argument, daß das, was während des Krieges als Verbrechen gilt, aufhört, ein solches zu sein, sobald der Kampf ein gestellt ist, dürfte sicher eines der bewundernswertesten Beispiele legalistischer Sophisterei sein, die sich der Herr Richter Jackson oder dessen Nachfolger als amerikanischer Hauptankläger in Nürnberg, der Brigadegeneral Telford Taylor ausgedacht haben. Das entspricht der Anordnung, daß man einen Mann nicht unter der Gürtellinie treffen darf, so lange man mit ihm kämpft, daß es aber erlaubt ist, ihn an seinem empfindlichsten Punkt zu treffen, sobald er am Boden liegt und kampfunfähig ist.

    Das Argument, daß die Konventionen von Haag und Genf in dem Moment aufhörten, für uns bindend zu sein, in dem Deutschland sich uns auf Gnade oder Ungnade ergeben hatte, wurde von den amerikanischen Richtern und Anklägern ständig wiederholt. Die Richter erklärten : »Man muß einen klaren Unterschied machen zwischen den von den Alliierten vor der Vernichtung der deutschen Herrschaft getroffenen Maßnahmen und denjenigen,
    die hinterher angewendet wurden. Lediglich jene müssen einer Prüfung anhand der Haager Bestimmungen unterzogen werden, diese sind aber in der zur Zeit für Deutschland gegebenen Situation nicht anwendbar.«

    Diese Theorie wurde unmittelbar nach Deutschlands Kapitulation praktisch angewendet. Viele deutsche Kriegsgefangene in den Händen der Amerikaner, die bis dahin anständig behandelt worden waren, fanden sich unvermittelt in rechtlose Männer verwandelt, die aufgrund einer in Washington erlassenen Anordnung
    gezwungen waren, lange Stunden für einen Hungerlohn zu arbeiten. Statt sie nach dem Krieg nach den Bestimmungen der Genfer Konvention heimzuschicken, überantworteten ihre amerikanischen Gefangenenwärter sie den Franzosen, damit sie als Sklavenarbeiter in Kohlengruben und Fabriken verwendet werden konnten. Die Franzosen nahmen ihnen sogar ihre warme Kleidung sowie die Dollars ab, die sie sich als Kriegsgefangene verdient hatten. Ebenso hielten die Briten deutsche Kriegsgefangene als Zwangsarbeiter noch lange Jahre nach Kriegsende zurück.

    Präsident Trumans in Potsdam erteilte Zustimmung, daß eine bestimmte Art von Reparationen Deutschland in der Form von Zwangsarbeit seiner Staatsangehörigen in den Siegerländern auferlegt werden dürfe, gab Stalin das Recht, Hunderttausende von deutschen Sklavenarbeitern den bereits in Rußland arbeitenden Gruppen von Kriegsgefangenen hinzuzugesellen. Dieser Nachahmung nationalsozialistischer Praktiken wurde
    eine gesetzliche Grundlage durch die sehr gelegen kommende These gegeben, daß das Völkerrecht die siegreichen Demokratien am 15. Mai 1945 zu binden aufgehört habe — dem Tage, an dem Deutschland bedingungslos kapituliert hatte. Die Tatsache, daß nur die Deutschen wegen Kriegsverbrechen bestraft werden sollten, weil sie die Besiegten waren und keine Regierung besaßen, die sie schützen konnte, wurde in Nürnberg ganz offen dargetan : »Es muß zugegeben werden, daß nicht nur Deutsche Kriegsverbrechen verschuldet haben; andere Völkerrechtsverletzer können zweifellos von den Staaten, deren Untertanen sie sind, zur Verantwortung gezogen und verurteilt werden, oder von dem Staate, dessen Rechte verletzt wurden, wenn er dieser Personen habhaft werden kann oder auch von einem Tribunal kompetenter und dazu autorisierter Richter.«

    Dann aber wurde den Deutschen gesagt »Die Tatsache, daß Verbrecher in anderen Ländern offenkundig vor einer Strafverfolgung sicher sind, ist nicht darauf zurückzuführen, daß man dort die Regeln des Völkerrechtes nicht kennt, die wir hier in Nürnberg anwenden, sondern darauf, daß wir zwar unsere Souveränitätsrechte über Deutschland ausüben, es aber keine internationale Behörde gibt, die in den Grenzen eines Staates mit einer diese Souveränität ausübenden Regierung Machtvollkommenheiten besitzt.«

    Mit anderen Worten : die Eroberung Deutschlands und die Ausschaltung seiner Regierung erlauben es, Deutsche der Strafverfolgung auszusetzen, während das gegenüber Angehörigen nicht besiegter Staaten unmöglich war. Die Tatsache, daß nur die Besiegten für Zuwiderhandlungen gegen das Völkerrecht bestraft
    werden konnten, wurde im Verfahren gegen die Generäle ausdrücklich festgelegt. Der deutsche Verteidigerstab hatte festgestellt, daß strafbare Handlungen wie etwa nicht aus militärischen Notwendigkeiten berechtigte Zerstörungen, die Wegnahme von Privateigentum, die unterschiedslose Verhängung von Strafen — Geldstrafen oder solche anderer Art — über die Bevölkerung besetzter Gebiete, die Forderung nach Requisitionen oder Dienstleistungen von Gemeinden oder Einzelbürgern, die nicht den Bedürfnissen der Besatzungsarmee dienten und über die Möglichkeiten des betreffenden Landes hinausgingen, die Wegnahme von Bargeld oder verwertbaren Gegenständen, die nicht unmittelbares Staatseigentum sind, die Zwangsrekrutierungen unter der Bevölkerung eines besetzten Landes für die Arbeit im Lande des Siegers sowie andere in der Haager und Genfer Konvention ausdrücklich verbotene Handlungen sowohl von den Siegern wie von den Deutschen begangen worden seien.

    Der amerikanische Gerichtshof antwortete : »Es ist im Verlaufe dieses Verfahrens festgestellt worden, daß Kommandeure amerikanischer Besatzungstruppen ähnliche Befehle gegeben haben. Dieser Gerichtshof ist nicht zusammengetreten, um gegen Kommandeure alliierter Besatzungstruppen zu verhandeln, es muß vielmehr darauf hingewiesen werden, daß als Folge der bedingungslosen Kapitulation Deutschland keine Truppen mehr im Felde stehen hatte, die nach dem Gesetz als Kriegführende gelten konnten.«

    In ihrem Bestreben, nur die Deutschen für Kriegsverbrechen zu bestrafen, haben die amerikanischen Richter und Ankläger mit ihrer Theorie über den Unterschied zwischen dem, was einer nichtkriegführenden Besatzungsmacht erlaubt war, aber verboten, solange die Kämpfe andauerten, Amerikaner und Briten in eine
    zwielichtige Situation gebracht. Richard Stokes, Labour-Abgeordneter im britischen Parlament, argumentierte in einer Rede vom 30. Juni 1948 vor dem Unterhaus folgendermaßen : »Ich bezweifle sehr, ob das Gesetz uns befugt, vor Abschluß eines Friedensvertrages Reparationen zu fordern. Ich würde gern die Ansicht eines Völkerrechtslehrers darüber hören. Ich bin der Meinung, daß Reparationen Teil eines Friedensvertrages sind, und nicht die Konsequenz der Einstellung der Feindseligkeiten, selbst nach einer bedingungslosen Kapitulation. Ich bin der Auffassung, daß Reparationen, die vor einem Friedensvertrag weggenommen werden, Plünderung sind und nichts anderes. Die ehrenwerten Mitglieder dieses Hauses dürften diesen Ausdruck
    nicht schätzen, doch nach den Gesetzen des Völkerrechtes ist dies Plünderung.«

    Legale und moralische Skrupel solcher Art haben die amerikanischen Ankläger in Nürnberg nicht gequält; sie fühlten sich sicher, weil sie wußten, daß das amerikanische Volk von seiner Presse und dem Kongreß über die legalen und moralischen Fragen, die sich hier ergaben, in völliger Unkenntnis gehalten wurde. Einige der nach Nürnberg entsandten amerikanischen Richter haben allerdings Bedenken empfunden, ein bis dahin noch
    niemals angewandtes Recht zu sprechen, das sich auf nichts anderes gründete als auf die Macht und den Willen der Eroberer. Im Verfahren gegen die Richter, in dem die Grundlage für die in Nürnberg gefällten Urteilssprüche am klarsten zu Tage trat, versuchte der amerikanische Gerichtshof, sich rückzuversichern, indem er verkündete : »Sicherlich muß dem Kontrollratsgesetz Nr. 10, das von den dazu autorisierten Vertretern der vier mächtigsten
    Staaten dieser Erde erlassen wurde, von seiten der Richter Respekt entgegengebracht werden.« Der Wille der vier Groß-mächte wurde demnach für ebenso heilig erachtet wie die Gesetze der Gottheit oder die anderen Rechtssystemen zugrundeliegenden, der Vernunft entsprungenen Prinzipien der Menschenrechte.

    Man beharrte zwar darauf, daß die Begriffe des Völkerrechtes nicht auf unsere Besetzung Deutschlands angewendet werden konnten, weil die bedingungslose Kapitulation die Ausübung der Souveränitätsrechte den Besatzungsmächten übertragen hatte, stellte aber in Nürnberg fest, daß die Tatsache, daß die vier Groß-mächte die oberste legislative Gewalt als Regenten Deutschlands zur Bestrafung deutscher Kriegsverbrecher ausüben, nicht bedeutet, daß die Rechtssprechung dieses Tribunals auch nur im geringsten auf deutschem Recht, deutschen Prärogativen und deutscher Souveränität beruht.

    Diese Feststellung stand in direktem Gegensatz zu der ersten, die sich darauf berief, daß die Übertragung der deutschen Souveränitätsrechte an uns eine Aufhebung der Grundsätze des Völkerrechtes durch uns rechtfertige. Wir wollten haben, daß die Deutschen zu gleicher Zeit drinnen und draußen standen. Wir weigerten uns, das Völkerrecht zu beachten, weil wir im Besitz der souveränen Macht waren, weigerten uns jedoch, deutsches oder amerikanisches Recht anzuwenden, weil angeblich unsere Gerichtshöfe ihre Macht von internationalen Autoritäten ableiteten. Man ließ die Deutschen rechtlos — ohne Schutz durch irgendwelche
    Gesetze und der Willkür ihrer Besieger unterworfen. Wir hatten de facto die gesamte deutsche Rasse so außerhalb des Gesetzes gestellt, wie das Hitler mit den Juden getan hatte.

    Im Namen der Demokratie hatten wir die deutsche Bevölkerung der Herrschaft, nicht den Gesetzen der Menschen unterworfen. Da noch kein Friedensvertrag unterzeichnet war, trotzdem aber unsere Besetzung Deutschlands als nichtkriegerischer Akt hingestellt wurde, erhob sich die Frage : Welches ist die gesetzliche
    Grundlage ? Regierten die Vereinigten Staaten ihre Zone in Deutschland in der Theorie wie in der Praxis als ihre Kolonie ?

    Durfte in diesem Falle eingeborenes oder amerikanisches Recht angewendet werden, da ja die Anwendung des Völkerrechtes außer Kraft gesetzt worden war ? Die Antwort, die den deutschen Verteidigern auf diese Frage gegeben wurde, lautete : Nein.

    Fortsetzung Seite 184pdf/188 gedrückt https://ia801405.us.archive.org/11/items/KostspieligeRache/UtleyFreda-KostspieligeRache1962315S..pdf

    VII UNSERE VERBRECHEN WIDER DIE MENSCHLICHKEIT

    Verglichen mit den Vergewaltigungen, Morden und Plünderungen der russischen Armeen am Ende des Krieges, dem Terror, der Sklaverei, dem Hunger und den Räubereien in der Sowjetzone und dem von den Polen und Tschechen praktizierten Völkermord, erschienen die von den in Nürnberg zum Tode oder zu ebenslänglicher Haft verurteilten Deutschen begangenen Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeitunbedeutender
    im Ausmaß, wenn auch nicht im Grad.

    Es war unmöglich, durch die verwüsteten Städte in den westlichen Besatzungszonen zu fahren, ohne es als seltsam und schrecklich zu empfinden, daß wir nun über jene Deutschen zu Gericht sitzen sollten, denen es niemals gelungen war, so viele Zivilisten zu töten wie wir das getan hatten, und die keine schlimmeren Grausamkeiten als wir mit der Vernichtung ganzer Städte durch Bombenangriffe begangen hatten. https://teutonenherz.wordpress.com/2015/03/11/rotes-kreuz-expose-judisch-holocaust-hoax-internationale-rote-kreuz-irc-dokument-bestatigt-271-tausend-nicht-6-millionen-in-konzentrationslager-starb/comment-page-1/#comment-229 Waren die ANGEBLICH Gaskammern der Deutschen wirklich ein schlimmeres Verbrechen wider die Menschlichkeit als unsere Angriffe auf nichtmilitärische Ziele wie etwa Dresden, wo wir in einer einzigen Nacht den schlimmsten nur erdenkbaren Tod über eine Viertelmillion Menschen verhängten, Indem wir Phosphorbomben auf dieses unverteidigte Kulturzentrum abwarfen, eine Stadt, die angefüllt war mit Menschen,
    die vor dem russischen Vormarsch in den Westen flüchteten ?

    Dieses scheußliche Verbrechen gehört zu den schlimmsten, die wir im Kriege begangen haben, weil es bewies, daß unser Ziel der Mord an Zivilisten war. Wir haben sogar die aus der brennenden Stadt ins Land hinaus fliehenden Frauen und Kinder mit Maschinengewehren beschossen. Dresden war aber nicht das einzige Beispiel
    dafür, daß wir die Bevölkerung von Städten, die weder Industrien noch irgend einen militärischen Wert besaßen, einem schrecklichen Tod überantworteten.

    Die Geschichte von Hiroshima wurde in amerikanischen Zeitschriften und Büchern aufgezeichnet,

    wer aber hat die Geschichte von Dresden oder die von Köln erzählt, wo der Dom inmitten einer gewaltigen Trümmerwüste stand und vor Augen führte, daß wir wußten, wie man die Zerstörung nichtmilitärischer Ziele vermeiden konnte, wenn wir das wollten ?

    Ein besorgter amerikanischer Professor, mit dem ich in Heidelberg zusammentraf, gab der Meinung Ausdruck, daß die amerikanischen Militärs, als sie Deutschland betraten und die durch unsere Vernichtungsbomben angerichteten gespenstischen Zerstörungen sahen, fürchteten, die Kenntnis davon werde einen Umschwung in der amerikanischen öffentlichen Meinung bewirken und die Anwendung der von Washington für Deutschland geplanten Politik behindern, weil sie Mitleid mit den Besiegten erwecken und zeigen würden, welche Kriegsverbrechen wir selbst begangen hatten. Dies war seiner Meinung nach der Grund, warum General Eisenhower eine ganze Flotte von Flugzeugen dazu benutzte, um Journalisten, Mitglieder des Kongresses und Geistliche zu den Konzentrationslagern zu bringen; man nahm an, daß der Anblick von Hitlers zu Skeletten abgemagerten Opfern verhindern werde, daß wir uns unserer eigenen Schuld bewußt wurden.

    Das ist ja auch gelungen. Nicht eine einzige amerikanische Zeitung mit großer Auflage hat zu dieser Zeit die Schrecknisse unserer Bombenangriffe oder die entsetzlichen Bedingungen beschrieben, unter denen die Überlebenden in mit Leichen angefüllten Ruinen leben mußten. Die Zeitungsleser in Amerika bekamen
    nur Beschreibungen der deutschen Grausamkeiten zu lesen, sonst nichts. Ob die meisten in Deutschland lebenden Amerikaner eine Art von Schutzmechanismus in ihrem Gehirn entwickelt hatten oder tatsächlich glaubten, daß eine Grausamkeit aufhört eine zu sein, wenn sie für eine gute Sache — in diesem Falle die unsere — begangen wurde, das weiß ich nicht. Ich habe aber viele Beamte der Militärregierung getroffen, die es als Zeichen für schlechten Geschmack, wenn nicht gar als Gemeinheit betrachteten, wenn jemand unsere Kriegsverbrechen oder die unserer Verbündeten erwähnte.

    In Berlin merkte ich, daß ich in Ungnade gefallen war, nachdem ich während einer Cocktailparty im Harnack-Haus bemerkt hatte, es sei meiner Meinung nach hoch an der Zeit aufzuhören, über die deutsche Schuld zu reden, da es kein von den Nationalsozialisten verübtes Verbrechen gäbe, das wir oder unsere Verbündeten
    nicht ebenfalls begangen hätten. Ich hatte mich dabei auf unsere Flächen-Bombardierungen, die Massenenteignungen und die aus rassischen Gründen verfügte Austreibung von 12 Millionen Deutschen aus ihrer Heimat, die Aushungerung der Deutschen in den ersten Besatzungsjahren, die Benutzung von Kriegsgefangenen als Zwangsarbeiter, die russischen Konzentrationslager sowie die von den Amerikanern wie von den Russen verübten Plünderungen berufen. Meine Hinweise, die mir als ganz einfache Feststellung von Tatsachen erschienen, hatten zuerst ein empörtes Stillschweigen und dann einen Strom reichlich alberner
    Bemerkungen zur Folge, wie etwa die eines Hauptmanns vom Nachrichtendienst, der mich fragte : »Meinen Sie damit, Sie wünschten, daß wir den Krieg nicht gewonnen hätten ?«

    Am nächsten Tag bekam ich die Quittung. Eine Dame, welche die Bibliotheken leitete, die die Informationsabteilung der Militärregierung in den Amerika-Häusern verschiedener Städte als Teil des
    Programmes zur Erziehung der Deutschen zur Demokratie eingerichtet hatte, war über meine Bemerkungen besonders wütend gewesen. Ich war daher gar nicht überrascht, als ich feststellte, daß sie von einem von General Clays Sonderberatern, einem sehr anständigen und intelligenten Mann verlangt hatte, daß ich meinen
    Vortrag über Rußland im Berliner Amerika-Haus nicht halten dürfe. Am nächsten Tag wurde mir mitgeteilt, daß das Auto, das mir die Militärregierung bei meiner Ankunft in Berlin zur Verfügung gestellt hatte, nun von jemand anderem benötigt werde; außerdem wurde ich gebeten, das Harnack-Haus zu verlassen,

    wo ich ursprünglich als Gast General Clays wohnen sollte. Um es sehr deutlich zu machen, daß ich nicht mehr länger eine wichtige Persönlichkeit war, sondern daß hier von Anfang an ein Fehler begangen worden war, präsentierte man mir eine Rechnung über 2.50 Dollar pro Tag für die Zeit meines Aufenthaltes als Gast General Clays im Harnack-Haus. Ich hatte sicherlich keinen Anspruch, als wichtige Persönlichkeit behandelt zu werden und es war für mich sehr viel vorteilhafter, in den Presse-Club umzuziehen, wo ich von gesellschaftlichen und anderen Verpflichtungen frei war; meine Befürchtung, daß die oben erwähnte Dame, der Hauptmann vom Nachrichtendienst und andere Leute die Verlängerung meines militärischen Passierscheines verhindern würden, erwies sich als unbegründet. General Clay, den ich ein paar Tage später traf und mit dem ich ein langes Gespräch hatte, hieß mich herzlich willkommen und empfahl, den mir zuerst auf nur drei Wochen ausgestellten Passierschein zu verlängern. Entweder wußte General Clay nicht, welch gefährlichen Gedanken ich ausgesprochen hatte oder er teilte die kleinlichen Ansichten untergeordneter Beamter der Militärregierung nicht.

    VIII UNSERE UNAMERIKANISCHE HANDLUNGSWEISE IN DEUTSCHLAND

    Wäre die Regierung der USA von Kommunisten beherrscht worden, sie hätte kaum besser den Weg für den Sieg des Kommunismus in Deutschland vorbereiten können, als dies die Militärregierung während der ersten beiden Besatzungsjahre tat. Die Entnazifizierungsgesetze wurden dazu benutzt, die Kapitalisten zu enteignen, den Mittelstand an den Bettelstab zu bringen und die demokratische Justiz in Verruf zu bringen. Kommunisten erhielten leitende Posten in der Verwaltung und kontrollierten Zeitungen und Rundfunkstationen; Deutschland wurde in eine wirtschaftliche Zwangsjacke gesteckt, die das Wiederaufleben des freien Unternehmertums von vornherein ausschloß. Chaos, Elend und Verzweiflung drohten. Alles schien darauf angelegt zu sein, die Deutschen ins Lager der Kommunisten zu treiben.

    Die Prozesse von Nürnberg und Dachau berührten direkt nur eine kleine Zahl von Personen, doch die dort verkündeten Grundsätze im Verein mit der der Militärregierung von Washington erteilten Weisung JCS 1067/6 nahmen der Mehrzahl der Deutschen in der amerikanischen Besatzungszone Freiheit, Eigentum und andere Bürgerrechte. Die Weisung JCS 1067/6 hob die Habeaskorpusakte für unbestimmte Zeit auf und gestattete der Militärregierung, jeden zu verhaften, und ohne Gerichtsverfahren gefangen zu halten, der möglicherweise die Pläne der Alliierten — selbstverständlich einschließlich der der Sowjetunion — gefährden
    konnte.

    (Die 1679 erlassene Habeaskorpusakte befahl, daß niemand ohne Anordnung eines Richters verhaftet werden durfte. Anmerkung des Übersetzers.) Die Militärregierung hatte auch die Anweisung erhalten, nicht nur Nationalsozialisten, sondern alle anderen, den Plänen der Alliierten feindlich gesinnten Personen aus öffentlichen Ämtern wie aus wichtigen Stellungen in der Privatwirtschaft zu entfernen. Hätte man diese Anordnung in ihrer ganzen Schärfe ausgeführt, so hätte kein Deutscher — es sei denn, er war Kommunist — in der Verwaltung oder in leitender Stellung tätig sein können. Zu dieser Zeit konnte man ja von nur wenigen Deutschen erwarten, daß sie nicht Gegner der Politik der Alliierten waren.

    Das Gesetz zur Befreiung vom Nationalsozialismus, wie man das Entnazifizierungsgesetz spaßeshalber- oder zynischerweise — nannte, betraf an die 12 Millionen Menschen von insgesamt 17 Millionen in der amerikanischen Zone. Es bestrafte ja nicht nur alle Mitglieder der NSDAP, sondern auch deren Familien und die Mitglieder der der NSDAP angeschlossenen Organisationen.

    Seine Grundlage war das Dokument JCS 1067/6, das der Militärregierung befahl, unter anderem alle jene Personen zu verhaften, die wichtige Posten in der Reichs-, Landes-, Kommunal- und Wirtschaftsverwaltung bis hinunter zu den Dorfbürgermeistern, sowie in Industrie, Handel, Landwirtschaft und Finanzwesen innegehabt hatten. In dieser Anweisung aus Washington hieß es : »Es kann im allgemeinen angenommen werden, daß,
    soweit nicht der Beweis für das Gegenteil beigebracht werden kann, jede Person, die eine solche Position innehatte, ein Mitglied der NSDAP war oder mit dieser sympathisierte.«

    Die USA machten sich also praktisch die kommunistische Theorie zu eigen, daß alle Kapitalisten von vornherein bereits Nationalsozialisten waren; noch im Herbst 1947 hielt die Militärregierung Männer ohne geordnetes Verfahren gefangen, deren einziges Verbrechen darin bestand, daß sie Eigentümer industrieller Unternehmungen oder Leiter großer wirtschaftlicher Verbände waren. So bedeutend war damals der Einfluß der Kommunisten in Washington und so genau folgten die Vereinigten Staaten den von Moskau erteilten Anweisungen für den Klassenkampf, daß der amerikanische Oberbefehlshaber in Deutschland den Befehl
    erhielt, alle Immobilien oder jedes persönliche Eigentum zu beschlagnahmen, das Personen gehörte oder von diesen kontrolliert wurde, die unter den Arrestbefehl fielen.

    Da einige Jahre vergehen mußten, bevor man der riesigen Zahl der vom Entnazifizierungsgesetz betroffenen Personen den Prozeß machen konnte, bedeutete dies, daß das Eigentum der Angeklagten und ihrer Familien auf unbestimmte Zeit konfisziert war, ob sie nun schuldig waren oder nicht. In Bayern ging die amerikanische Militärregierung so weit, einen bekannten Kommunisten zum Entnazifizierungsminister zu machen. Viele Spruchkammern wurden von den Kommunisten beherrscht, die ihre Stellung dazu benutzten, sich ihrer politischen Gegner zu entledigen. Das Schlimme an der Entnazifizierung in der amerikanischen Zone war, daß ein als Nazi Denunzierter Stellung und Vermögen verlor, bis man seine Unschuld beweisen konnte. Viele Leute mußten jahrelang im Kerker oder, falls sie frei waren, ohne Verdienstmöglichkeit warten, bis sie Gelegenheit
    erhielten, ihre Schuldlosigkeit darzutun.

    Da die Worte Antikommunist und Nationalsozialist im kommunistischen Wörterbuch die gleiche Bedeutung hatten, verloren viele Nicht-Nationalsozialisten und sogar Gegner der Nationalsozialisten ihre Stellungen oder wurden auf andere Weise von den kommunistisch beherrschten Spruchkammern bestraft. Die Studenten der Münchner Universität berichteten mir, daß Professor[ Adolf Weber, einer der bekanntesten deutschen Nationalökonomen, der niemals Nationalsozialist gewesen war, verfolgt und für lange Zeit an der Ausübung seines Lehramtes von den Spruchkammerbehörden gehindert wurde, weil er ein Gegner der
    Kommunisten war.

    Selbstverständlich zogen nicht nur die Kommunisten Vorteile aus dem von den USA gegebenen uneingeschränkten Recht, unschuldige Menschen zu ruinieren, indem man sie ohne den Schatten eines Beweises denunzierte. Jeder, der gegen irgendjemanden einen persönlich oder politisch begründeten Groll hegte, konnte seinem Gegner Schlimmes antun, indem er irgend etwas gegen diesen vorbrachte, wobei er diese Beschuldigung aber nicht beweisen mußte. Selbst wenn das Opfer dieser Denunziation möglicherweise seine Unschuld dartun konnte, hatte es doch seine Stellung verloren, sein Vermögen war beschlagnahmt und er
    selbst stand für lange Zeit unter dem Druck schwerster seelischer Belastungen.

    Dies war die unvermeidliche Folge davon, daß die Amerikaner die Fundamente der demokratischen Gesetzgebung dadurch zerstört hatten, daß auf ihre Weisung in Deutschland die Unschuld, nicht die Schuld eines Mannes bewiesen werden mußte.

    Ein anderer bemerkenswerter Fall, auf den mich die Münchner Studenten hinwiesen, betraf Professor Vorhölzer, einen sehr bekannten Architekten, der 1933 von den Nationalsozialisten zur Auswanderung in die Türkei gezwungen worden war. Als er 1946 Rektor der Münchner Technischen Hochschule und Vorsitzender der Wiederaufbaukommission war, beschuldigte ihn ein etwas zwielichtiger Architekt, während des Krieges für die
    Türkei Spionage getrieben zu haben. Vorhölzer verlor seinen Posten und war ein ganzes Jahr lang allen möglichen Zurücksetzungen und Erniedrigungen ausgesetzt. Während dieser Zeit kam der Wiederaufbau Münchens zum Erliegen.

    Fortsetzung Seite 223pdf/227gedrückt von https://ia801405.us.archive.org/11/items/KostspieligeRache/UtleyFreda-KostspieligeRache1962315S..pdf

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  2. Das Wesen des Krieges sind nicht Feuer und berstende Granaten, nicht zerfetzte Leiber und zerstörte Häuser. Krieg ist die Brechung des Willens einer Nation und dessen Ersetzung durch den Willen des Feindes. Die reine Form des Krieges ist die Durchsetzung des feindlichen Willens ohne die Gegenwehr des Vergewaltigten, sei es, daß dieser zu schwach ist, sei es, daß es durch Täuschung und anderweitige Manipulation seines Bewußtseins nicht in Lage ist, den feindlichen Angriff als solches wahrzunehmen. Horst Mahler. ist ein deutscher Publizist, politischer Aktivist, ehemaliger Linksextremist und Rechtsanwalt.

    Die monströse Täuschung, die die Welt mit der zweiten Weltkrieg gelitten hat, in dem sie Millionen von Menschenleben zum opfern so wie ungeheure Bemühungen ins Feuer zu verbrauchen, um danach es feststellen zu müssen sich selbst in einer schlimmeren Lage als die Vorherige zu befinden, ist nicht das Werk des Zufalls. Wäre dieses Ergebnis aus nur Unordnung, gäbe es vielleicht nichts verdächtig, aber der moralische und wirtschaftliche, Bankrott, in dem sich die westliche Welt jetzt befindet, verheimlicht eine verbirgt eine erstaunliche Handlung, eine perfide Verstrickung von Tatsachen die von demselben Impuls getrieben werden und auf das gleiche Ziel hin marschieren.

    DIE URTEILE VON NÜRNBERG

    War Deutschland http://sansconcessiontv.org unsere Kolonie ?

    Die materiellen Kosten der Vergeltung waren schon hoch genug, die moralischen und politischen Folgen jedoch kaum schlimm genug einzuschätzen. Es war gleichermaßen notwendig, den Glauben des deutschen Volkes in die Demokratie wiederzubeleben wie seine Hilfsquellen und seine Arbeitskraft dem Wiederaufbau und der Verteidigung Europas nutzbar zu machen.

    Vier Jahre nach ihrer bedingungslosen Kapitulation waren die Deutschen noch immer Parias — ohne bürgerliche und politische Rechte und ohne die Sicherheit, die die Herrschaft der Gesetze, nicht die von Menschen, bot. In Nürnberg sagte einer der bedeutendsten deutschen Verteidiger zu mir : »Wir haben lediglich eine Diktatur gegen die andere vertauscht. Nach zwölf Jahren Gesetzlosigkeit unter Hitler haben wir nun vier Jahre lang die Herrschaft einer Militärregierung erlebt, die ebenso willkürlich ist und uns gleichermaßen Recht und Gerechtigkeit verweigert.«

    Grundlage jeglicher Demokratie ist die Herrschaft der Gesetze und nicht die von Menschen; dies bedeutet, daß die Gesetze jedermann bekannt sind und auf alle Menschen gleichmäßig angewendet werden. In Nürnberg wandten wir aber nicht nur Gesetze an, die im Nachhinein erlassen worden waren, sondern erklärten auch, daß diese allein für die Deutschen gelten sollten. Die Urteile der amerikanischen Gerichtshöfe in Nürnberg verabsolutierten den Willen der Eroberer und die Besiegten hatten nicht das Recht, sich auf das Völkerrecht, die amerikanischen oder irgendwelche andere Gesetze zu berufen. Statt die Deutschen zu lehren, daß Verbrechen sich nicht bezahlt machen, hatten wir den Lehrsatz aufgestellt, daß die Sieger nach Beendigung des Krieges mit dem besiegten Volk alles tun konnten, was in ihrem Belieben stand.

    Nach der Logik unserer Nürnberger Urteile zu schließen, wurden die Deutschen nicht dafür bestraft, daß sie Kriegsverbrechen begangen, sondern dafür, daß sie den Krieg verloren hatten. Die Auffassung, daß Macht Recht schafft, wurde eindeutig zur Grundlage der Gerichtsverfahren gemacht, die die Vereinigten Staaten in Nürnberg über die Bühne gehen ließen. Die amerikanischen Richter erklärten : »Wir sind ein Tribunal, das seine
    Macht und seine Urteilsfällung einzig und allein aus dem Willen und den Befehlen der vier Besatzungsmächte ableitet . . . In den Fällen, in denen man annehmen könnte, daß das Kontrollratsgesetz Nr. 10 über die feststehenden Regeln des Völkerrechtes hinausgeht, beruht seine Autorität selbstverständlich auf der
    Ausübung der souveränen gesetzgebenden Gewalt derjenigen Staaten, vor denen das Deutsche Reich bedingungslos kapituliert hat.«

    Viele Amerikaner zu Hause dürften dies nicht bemerkt haben, es war aber doch wahr, daß ihre Vertreter in Nürnberg ausdrücklich erklärt hatten, die Sieger seien nicht an die gleichen Gesetze gebunden wie die Besiegten. Als die deutschen Verteidiger die Frage stellten, warum es ein Verbrechen gegen das Völkerrecht
    gewesen sei, wenn die Deutschen im besetzten Polen und Ruß- land Privateigentum konfisziert, Zivilisten und Kriegsgefangene als Sklavenarbeiter benutzt und die Bevölkerung der besetzten Gebiete ausgehungert hatten, es aber kein Verbrechen sei, wenn die amerikanische, britische, französische und russische Militärregierung
    das Gleiche täten, wurde ihnen bedeutet : »Die Alliierten sind nicht den Beschränkungen der Haager Konvention und der Landkriegsgerichtsordnung unterworfen.«

    Warum ? »Weil«, so sagten die amerikanischen Richter und Ankläger in Nürnberg, »die Regeln der Landkriegsgerichtsordnung sich nur so lange auf das Verhalten einer kriegführenden Macht in einem besetzten Gebiet beziehen, so lange dort noch eine Armee im Feld steht, die den Versuch macht, das Land an seinen rechtmäßigen Herren zurückzubringen. Diese Regeln gelten aber nicht mehr, wenn der Kriegszustand beendet ist, nicht mehr länger eine Armee im Felde steht, und — wie im Falle Deutschlands — die Unterwerfung eine Folge der Eroberung durch militärische Gewalt gewesen ist.«

    Mit anderen Worten : hätte Deutschland den Krieg gewonnen, wäre es nicht mehr länger an das Völkerrecht gebunden gewesen und keiner seiner Bürger hätte für schuldig befunden werden können, Kriegsverbrechen oder Verbrechen wider die Menschlichkeit begangen zu haben. Da wir den Krieg gewonnen hatten, waren für uns die Bestimmungen der Haager und Genfer Konvention oder des Völkerrechts und irgend eines anderen anerkannten Rechtes nicht mehr bindend.

    Das Argument, daß das, was während des Krieges als Verbrechen gilt, aufhört, ein solches zu sein, sobald der Kampf ein gestellt ist, dürfte sicher eines der bewundernswertesten Beispiele legalistischer Sophisterei sein, die sich der Herr Richter Jackson oder dessen Nachfolger als amerikanischer Hauptankläger in Nürnberg, der Brigadegeneral Telford Taylor ausgedacht haben. Das entspricht der Anordnung, daß man einen Mann nicht unter der Gürtellinie treffen darf, so lange man mit ihm kämpft, daß es aber erlaubt ist, ihn an seinem empfindlichsten Punkt zu treffen, sobald er am Boden liegt und kampfunfähig ist.

    Das Argument, daß die Konventionen von Haag und Genf in dem Moment aufhörten, für uns bindend zu sein, in dem Deutschland sich uns auf Gnade oder Ungnade ergeben hatte, wurde von den amerikanischen Richtern und Anklägern ständig wiederholt. Die Richter erklärten : »Man muß einen klaren Unterschied machen zwischen den von den Alliierten vor der Vernichtung der deutschen Herrschaft getroffenen Maßnahmen und denjenigen,
    die hinterher angewendet wurden. Lediglich jene müssen einer Prüfung anhand der Haager Bestimmungen unterzogen werden, diese sind aber in der zur Zeit für Deutschland gegebenen Situation nicht anwendbar.«

    Diese Theorie wurde unmittelbar nach Deutschlands Kapitulation praktisch angewendet. Viele deutsche Kriegsgefangene in den Händen der Amerikaner, die bis dahin anständig behandelt worden waren, fanden sich unvermittelt in rechtlose Männer verwandelt, die aufgrund einer in Washington erlassenen Anordnung
    gezwungen waren, lange Stunden für einen Hungerlohn zu arbeiten. Statt sie nach dem Krieg nach den Bestimmungen der Genfer Konvention heimzuschicken, überantworteten ihre amerikanischen Gefangenenwärter sie den Franzosen, damit sie als Sklavenarbeiter in Kohlengruben und Fabriken verwendet werden konnten. Die Franzosen nahmen ihnen sogar ihre warme Kleidung sowie die Dollars ab, die sie sich als Kriegsgefangene verdient hatten. Ebenso hielten die Briten deutsche Kriegsgefangene als Zwangsarbeiter noch lange Jahre nach Kriegsende zurück.

    Präsident Trumans in Potsdam erteilte Zustimmung, daß eine bestimmte Art von Reparationen Deutschland in der Form von Zwangsarbeit seiner Staatsangehörigen in den Siegerländern auferlegt werden dürfe, gab Stalin das Recht, Hunderttausende von deutschen Sklavenarbeitern den bereits in Rußland arbeitenden Gruppen von Kriegsgefangenen hinzuzugesellen. Dieser Nachahmung nationalsozialistischer Praktiken wurde
    eine gesetzliche Grundlage durch die sehr gelegen kommende These gegeben, daß das Völkerrecht die siegreichen Demokratien am 15. Mai 1945 zu binden aufgehört habe — dem Tage, an dem Deutschland bedingungslos kapituliert hatte. Die Tatsache, daß nur die Deutschen wegen Kriegsverbrechen bestraft werden sollten, weil sie die Besiegten waren und keine Regierung besaßen, die sie schützen konnte, wurde in Nürnberg ganz offen dargetan : »Es muß zugegeben werden, daß nicht nur Deutsche Kriegsverbrechen verschuldet haben; andere Völkerrechtsverletzer können zweifellos von den Staaten, deren Untertanen sie sind, zur Verantwortung gezogen und verurteilt werden, oder von dem Staate, dessen Rechte verletzt wurden, wenn er dieser Personen habhaft werden kann oder auch von einem Tribunal kompetenter und dazu autorisierter Richter.«

    Dann aber wurde den Deutschen gesagt »Die Tatsache, daß Verbrecher in anderen Ländern offenkundig vor einer Strafverfolgung sicher sind, ist nicht darauf zurückzuführen, daß man dort die Regeln des Völkerrechtes nicht kennt, die wir hier in Nürnberg anwenden, sondern darauf, daß wir zwar unsere Souveränitätsrechte über Deutschland ausüben, es aber keine internationale Behörde gibt, die in den Grenzen eines Staates mit einer diese Souveränität ausübenden Regierung Machtvollkommenheiten besitzt.«

    Mit anderen Worten : die Eroberung Deutschlands und die Ausschaltung seiner Regierung erlauben es, Deutsche der Strafverfolgung auszusetzen, während das gegenüber Angehörigen nicht besiegter Staaten unmöglich war. Die Tatsache, daß nur die Besiegten für Zuwiderhandlungen gegen das Völkerrecht bestraft
    werden konnten, wurde im Verfahren gegen die Generäle ausdrücklich festgelegt. Der deutsche Verteidigerstab hatte festgestellt, daß strafbare Handlungen wie etwa nicht aus militärischen Notwendigkeiten berechtigte Zerstörungen, die Wegnahme von Privateigentum, die unterschiedslose Verhängung von Strafen — Geldstrafen oder solche anderer Art — über die Bevölkerung besetzter Gebiete, die Forderung nach Requisitionen oder Dienstleistungen von Gemeinden oder Einzelbürgern, die nicht den Bedürfnissen der Besatzungsarmee dienten und über die Möglichkeiten des betreffenden Landes hinausgingen, die Wegnahme von Bargeld oder verwertbaren Gegenständen, die nicht unmittelbares Staatseigentum sind, die Zwangsrekrutierungen unter der Bevölkerung eines besetzten Landes für die Arbeit im Lande des Siegers sowie andere in der Haager und Genfer Konvention ausdrücklich verbotene Handlungen sowohl von den Siegern wie von den Deutschen begangen worden seien.

    Der amerikanische Gerichtshof antwortete : »Es ist im Verlaufe dieses Verfahrens festgestellt worden, daß Kommandeure amerikanischer Besatzungstruppen ähnliche Befehle gegeben haben. Dieser Gerichtshof ist nicht zusammengetreten, um gegen Kommandeure alliierter Besatzungstruppen zu verhandeln, es muß vielmehr darauf hingewiesen werden, daß als Folge der bedingungslosen Kapitulation Deutschland keine Truppen mehr im Felde stehen hatte, die nach dem Gesetz als Kriegführende gelten konnten.«

    In ihrem Bestreben, nur die Deutschen für Kriegsverbrechen zu bestrafen, haben die amerikanischen Richter und Ankläger mit ihrer Theorie über den Unterschied zwischen dem, was einer nichtkriegführenden Besatzungsmacht erlaubt war, aber verboten, solange die Kämpfe andauerten, Amerikaner und Briten in eine
    zwielichtige Situation gebracht. Richard Stokes, Labour-Abgeordneter im britischen Parlament, argumentierte in einer Rede vom 30. Juni 1948 vor dem Unterhaus folgendermaßen : »Ich bezweifle sehr, ob das Gesetz uns befugt, vor Abschluß eines Friedensvertrages Reparationen zu fordern. Ich würde gern die Ansicht eines Völkerrechtslehrers darüber hören. Ich bin der Meinung, daß Reparationen Teil eines Friedensvertrages sind, und nicht die Konsequenz der Einstellung der Feindseligkeiten, selbst nach einer bedingungslosen Kapitulation. Ich bin der Auffassung, daß Reparationen, die vor einem Friedensvertrag weggenommen werden, Plünderung sind und nichts anderes. Die ehrenwerten Mitglieder dieses Hauses dürften diesen Ausdruck
    nicht schätzen, doch nach den Gesetzen des Völkerrechtes ist dies Plünderung.«

    Legale und moralische Skrupel solcher Art haben die amerikanischen Ankläger in Nürnberg nicht gequält; sie fühlten sich sicher, weil sie wußten, daß das amerikanische Volk von seiner Presse und dem Kongreß über die legalen und moralischen Fragen, die sich hier ergaben, in völliger Unkenntnis gehalten wurde. Einige der nach Nürnberg entsandten amerikanischen Richter haben allerdings Bedenken empfunden, ein bis dahin noch
    niemals angewandtes Recht zu sprechen, das sich auf nichts anderes gründete als auf die Macht und den Willen der Eroberer. Im Verfahren gegen die Richter, in dem die Grundlage für die in Nürnberg gefällten Urteilssprüche am klarsten zu Tage trat, versuchte der amerikanische Gerichtshof, sich rückzuversichern, indem er verkündete : »Sicherlich muß dem Kontrollratsgesetz Nr. 10, das von den dazu autorisierten Vertretern der vier mächtigsten
    Staaten dieser Erde erlassen wurde, von seiten der Richter Respekt entgegengebracht werden.« Der Wille der vier Groß-mächte wurde demnach für ebenso heilig erachtet wie die Gesetze der Gottheit oder die anderen Rechtssystemen zugrundeliegenden, der Vernunft entsprungenen Prinzipien der Menschenrechte.

    Man beharrte zwar darauf, daß die Begriffe des Völkerrechtes nicht auf unsere Besetzung Deutschlands angewendet werden konnten, weil die bedingungslose Kapitulation die Ausübung der Souveränitätsrechte den Besatzungsmächten übertragen hatte, stellte aber in Nürnberg fest, daß die Tatsache, daß die vier Groß-mächte die oberste legislative Gewalt als Regenten Deutschlands zur Bestrafung deutscher Kriegsverbrecher ausüben, nicht bedeutet, daß die Rechtssprechung dieses Tribunals auch nur im geringsten auf deutschem Recht, deutschen Prärogativen und deutscher Souveränität beruht.

    Diese Feststellung stand in direktem Gegensatz zu der ersten, die sich darauf berief, daß die Übertragung der deutschen Souveränitätsrechte an uns eine Aufhebung der Grundsätze des Völkerrechtes durch uns rechtfertige. Wir wollten haben, daß die Deutschen zu gleicher Zeit drinnen und draußen standen. Wir weigerten uns, das Völkerrecht zu beachten, weil wir im Besitz der souveränen Macht waren, weigerten uns jedoch, deutsches oder amerikanisches Recht anzuwenden, weil angeblich unsere Gerichtshöfe ihre Macht von internationalen Autoritäten ableiteten. Man ließ die Deutschen rechtlos — ohne Schutz durch irgendwelche
    Gesetze und der Willkür ihrer Besieger unterworfen. Wir hatten de facto die gesamte deutsche Rasse so außerhalb des Gesetzes gestellt, wie das Hitler mit den Juden getan hatte.

    Im Namen der Demokratie hatten wir die deutsche Bevölkerung der Herrschaft, nicht den Gesetzen der Menschen unterworfen. Da noch kein Friedensvertrag unterzeichnet war, trotzdem aber unsere Besetzung Deutschlands als nichtkriegerischer Akt hingestellt wurde, erhob sich die Frage : Welches ist die gesetzliche
    Grundlage ? Regierten die Vereinigten Staaten ihre Zone in Deutschland in der Theorie wie in der Praxis als ihre Kolonie ?

    Durfte in diesem Falle eingeborenes oder amerikanisches Recht angewendet werden, da ja die Anwendung des Völkerrechtes außer Kraft gesetzt worden war ? Die Antwort, die den deutschen Verteidigern auf diese Frage gegeben wurde, lautete : Nein.

    Fortsetzung Seite 184pdf/188 gedrückt https://ia801405.us.archive.org/11/items/KostspieligeRache/UtleyFreda-KostspieligeRache1962315S..pdf

    VII UNSERE VERBRECHEN WIDER DIE MENSCHLICHKEIT

    Verglichen mit den Vergewaltigungen, Morden und Plünderungen der russischen Armeen am Ende des Krieges, dem Terror, der Sklaverei, dem Hunger und den Räubereien in der Sowjetzone und dem von den Polen und Tschechen praktizierten Völkermord, erschienen die von den in Nürnberg zum Tode oder zu ebenslänglicher Haft verurteilten Deutschen begangenen Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeitunbedeutender
    im Ausmaß, wenn auch nicht im Grad.

    Es war unmöglich, durch die verwüsteten Städte in den westlichen Besatzungszonen zu fahren, ohne es als seltsam und schrecklich zu empfinden, daß wir nun über jene Deutschen zu Gericht sitzen sollten, denen es niemals gelungen war, so viele Zivilisten zu töten wie wir das getan hatten, und die keine schlimmeren Grausamkeiten als wir mit der Vernichtung ganzer Städte durch Bombenangriffe begangen hatten. https://teutonenherz.wordpress.com/2015/03/11/rotes-kreuz-expose-judisch-holocaust-hoax-internationale-rote-kreuz-irc-dokument-bestatigt-271-tausend-nicht-6-millionen-in-konzentrationslager-starb/comment-page-1/#comment-229 Waren die ANGEBLICH Gaskammern der Deutschen wirklich ein schlimmeres Verbrechen wider die Menschlichkeit als unsere Angriffe auf nichtmilitärische Ziele wie etwa Dresden, wo wir in einer einzigen Nacht den schlimmsten nur erdenkbaren Tod über eine Viertelmillion Menschen verhängten, Indem wir Phosphorbomben auf dieses unverteidigte Kulturzentrum abwarfen, eine Stadt, die angefüllt war mit Menschen,
    die vor dem russischen Vormarsch in den Westen flüchteten ?

    Dieses scheußliche Verbrechen gehört zu den schlimmsten, die wir im Kriege begangen haben, weil es bewies, daß unser Ziel der Mord an Zivilisten war. Wir haben sogar die aus der brennenden Stadt ins Land hinaus fliehenden Frauen und Kinder mit Maschinengewehren beschossen. Dresden war aber nicht das einzige Beispiel
    dafür, daß wir die Bevölkerung von Städten, die weder Industrien noch irgend einen militärischen Wert besaßen, einem schrecklichen Tod überantworteten.

    Die Geschichte von Hiroshima wurde in amerikanischen Zeitschriften und Büchern aufgezeichnet,

    wer aber hat die Geschichte von Dresden oder die von Köln erzählt, wo der Dom inmitten einer gewaltigen Trümmerwüste stand und vor Augen führte, daß wir wußten, wie man die Zerstörung nichtmilitärischer Ziele vermeiden konnte, wenn wir das wollten ?

    Ein besorgter amerikanischer Professor, mit dem ich in Heidelberg zusammentraf, gab der Meinung Ausdruck, daß die amerikanischen Militärs, als sie Deutschland betraten und die durch unsere Vernichtungsbomben angerichteten gespenstischen Zerstörungen sahen, fürchteten, die Kenntnis davon werde einen Umschwung in der amerikanischen öffentlichen Meinung bewirken und die Anwendung der von Washington für Deutschland geplanten Politik behindern, weil sie Mitleid mit den Besiegten erwecken und zeigen würden, welche Kriegsverbrechen wir selbst begangen hatten. Dies war seiner Meinung nach der Grund, warum General Eisenhower eine ganze Flotte von Flugzeugen dazu benutzte, um Journalisten, Mitglieder des Kongresses und Geistliche zu den Konzentrationslagern zu bringen; man nahm an, daß der Anblick von Hitlers zu Skeletten abgemagerten Opfern verhindern werde, daß wir uns unserer eigenen Schuld bewußt wurden.

    Das ist ja auch gelungen. Nicht eine einzige amerikanische Zeitung mit großer Auflage hat zu dieser Zeit die Schrecknisse unserer Bombenangriffe oder die entsetzlichen Bedingungen beschrieben, unter denen die Überlebenden in mit Leichen angefüllten Ruinen leben mußten. Die Zeitungsleser in Amerika bekamen
    nur Beschreibungen der deutschen Grausamkeiten zu lesen, sonst nichts. Ob die meisten in Deutschland lebenden Amerikaner eine Art von Schutzmechanismus in ihrem Gehirn entwickelt hatten oder tatsächlich glaubten, daß eine Grausamkeit aufhört eine zu sein, wenn sie für eine gute Sache — in diesem Falle die unsere — begangen wurde, das weiß ich nicht. Ich habe aber viele Beamte der Militärregierung getroffen, die es als Zeichen für schlechten Geschmack, wenn nicht gar als Gemeinheit betrachteten, wenn jemand unsere Kriegsverbrechen oder die unserer Verbündeten erwähnte.

    In Berlin merkte ich, daß ich in Ungnade gefallen war, nachdem ich während einer Cocktailparty im Harnack-Haus bemerkt hatte, es sei meiner Meinung nach hoch an der Zeit aufzuhören, über die deutsche Schuld zu reden, da es kein von den Nationalsozialisten verübtes Verbrechen gäbe, das wir oder unsere Verbündeten
    nicht ebenfalls begangen hätten. Ich hatte mich dabei auf unsere Flächen-Bombardierungen, die Massenenteignungen und die aus rassischen Gründen verfügte Austreibung von 12 Millionen Deutschen aus ihrer Heimat, die Aushungerung der Deutschen in den ersten Besatzungsjahren, die Benutzung von Kriegsgefangenen als Zwangsarbeiter, die russischen Konzentrationslager sowie die von den Amerikanern wie von den Russen verübten Plünderungen berufen. Meine Hinweise, die mir als ganz einfache Feststellung von Tatsachen erschienen, hatten zuerst ein empörtes Stillschweigen und dann einen Strom reichlich alberner
    Bemerkungen zur Folge, wie etwa die eines Hauptmanns vom Nachrichtendienst, der mich fragte : »Meinen Sie damit, Sie wünschten, daß wir den Krieg nicht gewonnen hätten ?«

    Am nächsten Tag bekam ich die Quittung. Eine Dame, welche die Bibliotheken leitete, die die Informationsabteilung der Militärregierung in den Amerika-Häusern verschiedener Städte als Teil des
    Programmes zur Erziehung der Deutschen zur Demokratie eingerichtet hatte, war über meine Bemerkungen besonders wütend gewesen. Ich war daher gar nicht überrascht, als ich feststellte, daß sie von einem von General Clays Sonderberatern, einem sehr anständigen und intelligenten Mann verlangt hatte, daß ich meinen
    Vortrag über Rußland im Berliner Amerika-Haus nicht halten dürfe. Am nächsten Tag wurde mir mitgeteilt, daß das Auto, das mir die Militärregierung bei meiner Ankunft in Berlin zur Verfügung gestellt hatte, nun von jemand anderem benötigt werde; außerdem wurde ich gebeten, das Harnack-Haus zu verlassen,

    wo ich ursprünglich als Gast General Clays wohnen sollte. Um es sehr deutlich zu machen, daß ich nicht mehr länger eine wichtige Persönlichkeit war, sondern daß hier von Anfang an ein Fehler begangen worden war, präsentierte man mir eine Rechnung über 2.50 Dollar pro Tag für die Zeit meines Aufenthaltes als Gast General Clays im Harnack-Haus. Ich hatte sicherlich keinen Anspruch, als wichtige Persönlichkeit behandelt zu werden und es war für mich sehr viel vorteilhafter, in den Presse-Club umzuziehen, wo ich von gesellschaftlichen und anderen Verpflichtungen frei war; meine Befürchtung, daß die oben erwähnte Dame, der Hauptmann vom Nachrichtendienst und andere Leute die Verlängerung meines militärischen Passierscheines verhindern würden, erwies sich als unbegründet. General Clay, den ich ein paar Tage später traf und mit dem ich ein langes Gespräch hatte, hieß mich herzlich willkommen und empfahl, den mir zuerst auf nur drei Wochen ausgestellten Passierschein zu verlängern. Entweder wußte General Clay nicht, welch gefährlichen Gedanken ich ausgesprochen hatte oder er teilte die kleinlichen Ansichten untergeordneter Beamter der Militärregierung nicht.

    VIII UNSERE UNAMERIKANISCHE HANDLUNGSWEISE IN DEUTSCHLAND

    Wäre die Regierung der USA von Kommunisten beherrscht worden, sie hätte kaum besser den Weg für den Sieg des Kommunismus in Deutschland vorbereiten können, als dies die Militärregierung während der ersten beiden Besatzungsjahre tat. Die Entnazifizierungsgesetze wurden dazu benutzt, die Kapitalisten zu enteignen, den Mittelstand an den Bettelstab zu bringen und die demokratische Justiz in Verruf zu bringen. Kommunisten erhielten leitende Posten in der Verwaltung und kontrollierten Zeitungen und Rundfunkstationen; Deutschland wurde in eine wirtschaftliche Zwangsjacke gesteckt, die das Wiederaufleben des freien Unternehmertums von vornherein ausschloß. Chaos, Elend und Verzweiflung drohten. Alles schien darauf angelegt zu sein, die Deutschen ins Lager der Kommunisten zu treiben.

    Die Prozesse von Nürnberg und Dachau berührten direkt nur eine kleine Zahl von Personen, doch die dort verkündeten Grundsätze im Verein mit der der Militärregierung von Washington erteilten Weisung JCS 1067/6 nahmen der Mehrzahl der Deutschen in der amerikanischen Besatzungszone Freiheit, Eigentum und andere Bürgerrechte. Die Weisung JCS 1067/6 hob die Habeaskorpusakte für unbestimmte Zeit auf und gestattete der Militärregierung, jeden zu verhaften, und ohne Gerichtsverfahren gefangen zu halten, der möglicherweise die Pläne der Alliierten — selbstverständlich einschließlich der der Sowjetunion — gefährden
    konnte.

    (Die 1679 erlassene Habeaskorpusakte befahl, daß niemand ohne Anordnung eines Richters verhaftet werden durfte. Anmerkung des Übersetzers.) Die Militärregierung hatte auch die Anweisung erhalten, nicht nur Nationalsozialisten, sondern alle anderen, den Plänen der Alliierten feindlich gesinnten Personen aus öffentlichen Ämtern wie aus wichtigen Stellungen in der Privatwirtschaft zu entfernen. Hätte man diese Anordnung in ihrer ganzen Schärfe ausgeführt, so hätte kein Deutscher — es sei denn, er war Kommunist — in der Verwaltung oder in leitender Stellung tätig sein können. Zu dieser Zeit konnte man ja von nur wenigen Deutschen erwarten, daß sie nicht Gegner der Politik der Alliierten waren.

    Das Gesetz zur Befreiung vom Nationalsozialismus, wie man das Entnazifizierungsgesetz spaßeshalber- oder zynischerweise — nannte, betraf an die 12 Millionen Menschen von insgesamt 17 Millionen in der amerikanischen Zone. Es bestrafte ja nicht nur alle Mitglieder der NSDAP, sondern auch deren Familien und die Mitglieder der der NSDAP angeschlossenen Organisationen.

    Seine Grundlage war das Dokument JCS 1067/6, das der Militärregierung befahl, unter anderem alle jene Personen zu verhaften, die wichtige Posten in der Reichs-, Landes-, Kommunal- und Wirtschaftsverwaltung bis hinunter zu den Dorfbürgermeistern, sowie in Industrie, Handel, Landwirtschaft und Finanzwesen innegehabt hatten. In dieser Anweisung aus Washington hieß es : »Es kann im allgemeinen angenommen werden, daß,
    soweit nicht der Beweis für das Gegenteil beigebracht werden kann, jede Person, die eine solche Position innehatte, ein Mitglied der NSDAP war oder mit dieser sympathisierte.«

    Die USA machten sich also praktisch die kommunistische Theorie zu eigen, daß alle Kapitalisten von vornherein bereits Nationalsozialisten waren; noch im Herbst 1947 hielt die Militärregierung Männer ohne geordnetes Verfahren gefangen, deren einziges Verbrechen darin bestand, daß sie Eigentümer industrieller Unternehmungen oder Leiter großer wirtschaftlicher Verbände waren. So bedeutend war damals der Einfluß der Kommunisten in Washington und so genau folgten die Vereinigten Staaten den von Moskau erteilten Anweisungen für den Klassenkampf, daß der amerikanische Oberbefehlshaber in Deutschland den Befehl
    erhielt, alle Immobilien oder jedes persönliche Eigentum zu beschlagnahmen, das Personen gehörte oder von diesen kontrolliert wurde, die unter den Arrestbefehl fielen.

    Da einige Jahre vergehen mußten, bevor man der riesigen Zahl der vom Entnazifizierungsgesetz betroffenen Personen den Prozeß machen konnte, bedeutete dies, daß das Eigentum der Angeklagten und ihrer Familien auf unbestimmte Zeit konfisziert war, ob sie nun schuldig waren oder nicht. In Bayern ging die amerikanische Militärregierung so weit, einen bekannten Kommunisten zum Entnazifizierungsminister zu machen. Viele Spruchkammern wurden von den Kommunisten beherrscht, die ihre Stellung dazu benutzten, sich ihrer politischen Gegner zu entledigen. Das Schlimme an der Entnazifizierung in der amerikanischen Zone war, daß ein als Nazi Denunzierter Stellung und Vermögen verlor, bis man seine Unschuld beweisen konnte. Viele Leute mußten jahrelang im Kerker oder, falls sie frei waren, ohne Verdienstmöglichkeit warten, bis sie Gelegenheit
    erhielten, ihre Schuldlosigkeit darzutun.

    Da die Worte Antikommunist und Nationalsozialist im kommunistischen Wörterbuch die gleiche Bedeutung hatten, verloren viele Nicht-Nationalsozialisten und sogar Gegner der Nationalsozialisten ihre Stellungen oder wurden auf andere Weise von den kommunistisch beherrschten Spruchkammern bestraft. Die Studenten der Münchner Universität berichteten mir, daß Professor[ Adolf Weber, einer der bekanntesten deutschen Nationalökonomen, der niemals Nationalsozialist gewesen war, verfolgt und für lange Zeit an der Ausübung seines Lehramtes von den Spruchkammerbehörden gehindert wurde, weil er ein Gegner der
    Kommunisten war.

    Selbstverständlich zogen nicht nur die Kommunisten Vorteile aus dem von den USA gegebenen uneingeschränkten Recht, unschuldige Menschen zu ruinieren, indem man sie ohne den Schatten eines Beweises denunzierte. Jeder, der gegen irgendjemanden einen persönlich oder politisch begründeten Groll hegte, konnte seinem Gegner Schlimmes antun, indem er irgend etwas gegen diesen vorbrachte, wobei er diese Beschuldigung aber nicht beweisen mußte. Selbst wenn das Opfer dieser Denunziation möglicherweise seine Unschuld dartun konnte, hatte es doch seine Stellung verloren, sein Vermögen war beschlagnahmt und er
    selbst stand für lange Zeit unter dem Druck schwerster seelischer Belastungen.

    Dies war die unvermeidliche Folge davon, daß die Amerikaner die Fundamente der demokratischen Gesetzgebung dadurch zerstört hatten, daß auf ihre Weisung in Deutschland die Unschuld, nicht die Schuld eines Mannes bewiesen werden mußte.

    Ein anderer bemerkenswerter Fall, auf den mich die Münchner Studenten hinwiesen, betraf Professor Vorhölzer, einen sehr bekannten Architekten, der 1933 von den Nationalsozialisten zur Auswanderung in die Türkei gezwungen worden war. Als er 1946 Rektor der Münchner Technischen Hochschule und Vorsitzender der Wiederaufbaukommission war, beschuldigte ihn ein etwas zwielichtiger Architekt, während des Krieges für die
    Türkei Spionage getrieben zu haben. Vorhölzer verlor seinen Posten und war ein ganzes Jahr lang allen möglichen Zurücksetzungen und Erniedrigungen ausgesetzt. Während dieser Zeit kam der Wiederaufbau Münchens zum Erliegen.

    Fortsetzung Seite 223pdf/227gedrückt von https://ia801405.us.archive.org/11/items/KostspieligeRache/UtleyFreda-KostspieligeRache1962315S..pdf

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