Thesen Martin Sellners zur COMPACT-Konferenz am 25. November

„Opposition heißt Widerstand“ heißt das Motto, unter dem COMPACT am 25.11. zur 6. Souveränitätskonferenz nach Leipzig lädt. Schon im Vorfeld stellen wir die Referenten und ihre zentralen Ideen vor. Heute: Martin Sellner, Vordenker der Identitären Bewegung Österreich.

Seit Sellner mit einem Schiff der Identitären den Asylantenschmuggel im Mittelmeer durchkreuzte, wird er in ganz Europa als eine Art Ikone des Widerstands gefeiert. Wir freuen uns auf sein Referat am 25. November auf unserer Konferenz! Hier geht’s zur Anmeldung. In der aktuellen Ausgabe COMPACT 11/2017 stellt er schon mal vor, wie es zum FPÖ-Vormarsch bei den österreichischen Parlamentswahlen kam – und was das für die Identitäre Bewegung bedeutet.

Der Strache-Effekt von Martin Sellner

In Österreich ist Erntezeit. Was patriotische Kräfte jahrelang vorbereitet und gesät haben, ist bis zur Nationalratswahl am 15. Oktober reif geworden. Das gesellschaftliche Klima im Land hat sich radikal geändert. Es hat sich fast eine 60-Prozent- Mehrheit für die national-konservativen Parteien ÖVP und FPÖ ergeben.

Jetzt steht bei uns eine Revolution bevor. Viele fühlen sich an den Wahlsieg Viktor Orbans in Ungarn 2010 erinnert, der eine absolute Mehrheit für die Konservativen einfuhr. Während der sogenannten
Flüchtlingskrise blickten Millionen Österreicher neidvoll auf das sicher umgrenzte Nachbarland.

Die Masseneinwanderung der letzten Jahre hat – zusammen mit dem Widerstand der Patrioten auf der Straße und im Parlament – die öffentliche Meinung zum Kippen gebracht. Doch warum ist die FPÖ immer noch nicht die stärkste Partei? Die Antwort darauf ist einfach: Ich nenne dieses Phänomen nach dem Vorsitzenden der Freiheitlichen den Strache-Effekt.

Das Wachstum einer oppositionellen Partei, die die Meinungsführerschaft bei brennenden Fragen wie Identität, Einwanderung und Islamisierung hält, bringt die Etablierten in Bedrängnis. Denn es gibt auch in ihren Reihen viele Wähler, die in diesen Fragen die Meinung von FPÖ und AfD teilen. 51 Prozent der Wähler der CDU/CSU, 42 Prozent der Linken, 39 Prozent der SPD und sogar 29 Prozent der Grünen-Wähler gaben in einer aktuellen Umfrage an, «in einer Volksabstimmung für eine Begrenzung der Zuwanderung nach Deutschland» zu stimmen. Genau dieses Potential sickert nun unaufhaltsam in Richtung blaue Opposition. Dieser Druck führt zu innerparteilichen Veränderungen. Die Altparteien rücken nach rechts, um das Thema nicht den Rechten zu überlassen. Sie tun das, was Sebastian Kurz – der neue ÖVP-Chef, der seiner Partei eine Rundumerneuerung verpasste – tat: um Strache als Kanzler zu verhindern, wurde er selbst zum Strache…

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Doch diese kurzfristigen Verrenkungen nützen langfristig nur dem Original. Da die Etablierten weder willens noch in der Lage sind, die versprochenen Veränderungen umzusetzen, ist ihr Erfolg ein Strohfeuer. Am Ende landen die Leute dann wieder bei den bewährten Themenführern. Mit ihrer verbalen Zustimmung machen die Etablierten unsere Thesen jedoch salonfähig und erweitern den Rahmen der Political Correctness. Es sind langsame aber tiefgreifende Veränderungen, die das Meinungsklima irgendwann schlagartig zum Kippen bringen. In Österreich ist es soweit: Der Stopp der illegalen Migration und die Einwanderungskritik insgesamt sind Mainstream geworden. In allen TV-Debatten erlebten wir ein regelrechtes «Wettrennen nach rechts» aller Kandidaten. Keiner wollte mehr Fan von «Refugees welcome» gewesen sein. Alle beteuerten, die Einwanderung unbedingt bremsen zu wollen. Diese ihre eigenen Worte müssen wir ihnen in Zukunft um die Ohren hauen. Und auf diesen metapolitischen Erfolgen müssen wir aufbauen: Nachdem Einwanderungsstopp Mainstream geworden ist, müssen wir die Remigration fordern. Sobald Stopp der Islamisierung anerkanntes Ziel geworden ist, fordern wir die Deislamisierung.

Alexander Gauland hat mit der Losung «Wir werden Frau Merkel jagen» genau den richtigen Ton getroffen. Dank Strache-Effekt und der Zustimmung der schweigenden Mehrheit zu unseren Zielen können wir die Etablierten vor uns hertreiben. Sollte es in Österreich zu einer schwarz-blauen Koalition kommen, werden Identitäre die Rolle des Jagdhundes übernehmen und dafür Sorge tragen, dass die Versprechungen der Politiker eingehalten werden. Wir werden die «Wächter der Wende» sein.

Wir freuen uns Martin Sellner auf der diesjährigen COMPACT-Oppositionskonferenz begrüßen zu dürfen. Am 25.11. in Leipzig. Alle Informationen und Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

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