Im Gespräch: Hans Püschel – Schlimmer als in der „DDR“! – TEIL 1

 

Am 08.05.2018 veröffentlicht

Ich traf Hans Püschel, der schon zu „DDR“-Zeiten gegen die Ungerechtigkeiten anlief. Aus gelebter Erfahrung stellt er der BRD ein wenig schmeichelhaftes Zeugnis aus.
Doch sehet und höret selber…
Gedichttext: Deutscher Mythos – von Hans Püschel:
Der Mythos und der Holokaust, das sind zwei große Dinger.
Und wem’s davor nicht artig graust, der ist ein schlimmer Finger!
Sie können beide nicht so recht wohl von einander lassen.
Und wehe, dem ergeht es schlecht, ohn knie’n und Händchen fassen!
Mit Lichtern noch wird’s heimelig – das gibt die schönsten Ketten.
Bei ihn‘ steht niemand nur für sich. 
Sie häng’n uns an wie Kletten.
Die Mythen sind ja überall bei Völkern hier auf Erden stets Märchen aus der Zeiten Hall, aus Urgrund, Wuchs und Werden.
Das zeigt uns klar: S’ist eine Mär, wie’s Lied der Nibelungen.
Wohl niemand gäb dafür Gewähr, daß Wahres rein gesungen.
Ein Körnchen zwar ist immer dran, als Einkorn der Geschichte.
Doch zieht man selbst ungläub’gen Mann deshalb nicht vor Gerichte.
Den Kindern nur ist’s Märchen wahr und ihnen vorbehalten, daß sie im Geiste sehen klar die nebligen Gestalten.
Doch – ist der Mensch erwachsen dann, der Geist ihm wohl gereifet, die Märchenwelt der kluge Mann durch Wissen abgestreifet.
Wo dieses aber nicht geschieht, bleibt kindisch der Verstand.
Wohl gar noch bis ins dritte Glied. Und was wird aus dem Land?
Wo keiner will erwachsen sein, grad, mit aufrechtem Gang und stehen gar im Ringelreihn bei Holokaustgesang?
Erwachsen‘ Mann – so unbedarft kann es nicht weitergehn!
So vieles ist doch schon entlarvt als märchenhaft‘ Geschehn.
Das Einkorn ward millionenmal gestapelt, hoch, geschichtet durch der Erzähler g’waltge Zahl zum Mythos uns verdichtet.
Den Vorteil der Erzähler zieht bei Märchen all auf Erden.
Die Zuhörer – wo das geschieht – woll’n unterhalten werden.
Der Unterhaltungswert im Land hier lang schon ist vergangen.
Zu oft erzählt und ohn‘ Verstand – wer will dem noch anhangen?
Nur noch mit Hilf‘ der Polizei, eifrigster Standgerichte bewahr’n die falsch‘
Erzählerei der düst’ren Mordsgeschichte?
D e r Mythos ist zum Gruseln gut, nicht für’s reale Leben.
Dort braucht der Mensch zum Handeln Mut, nach Höherem zu streben!
Ist doch der Mensch ein ulkig‘ Ding: Will, kann und muß sich regen.
Und täglich steigt er in den Ring. Nur Kämpfen bringt ihm Segen!
Der Holokaust taugt nicht als Ziel der Seel‘ bei klarem Lichte.
Wir hab’n der bess’ren Mythen viel aus tausend Jahr’n Geschichte. Uns dort zu gründen, bringt uns Heil und Zukunft deutschem Volke!
Die böse Mär‘ auf’s Altenteil! Fort mit der düst’ren Wolke!