Am besten Deutsch sprechen…Fussball und antideutsches Verhalten..Özil und Co….

„Bereit wie nie“:

Mit diesem Wahlspruch stürmte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft 2014 zum WM-Titel. Unvergeßlich ist das Spiel gegen Brasilien, das Deutschland 7:1 gewann: sieben Tore ! in einem Spiel!

2018 ist alles anders.

Während der gesamten Weltmeisterschaft schießt der Titelverteidiger nur ein einziges Tor. Nach der Vorrunde ist bereits Schluß. Diesmal lautete der Wahlspruch:

„Best NeVer Rest“.

Mit Deutsch siegen, mit Englisch scheitern? So einfach ist es freilich nicht. Doch die Sprache ist ein Spiegel. In diesem Fall spiegelte der deutsche Spruch von 2014 eine bescheidene Grundhaltung wider.

Dagegen wirkt die englische Aussage von 2018 sehr überheblich, wenn man ihn wörtlich ins Deutsche übersetzt:

„(Die) Besten ruhen sich niemals aus.“

Eigenlob stinkt bekanntlich, vor allem, wenn es mit schlechtem Englisch daherkommt. Englisch-Kennern ist nämlich sogleich aufgefallen, daß vor dem Wort „Best“ ein „The“ fehlt. Fragwürdig ist der Satz bereits auf sachlicher Ebene: Wer die Besten kennt, weiß, daß für sie Pausen notwendig sind, damit sie sich für ihre großen Aufgaben erholen können.

Hochmut kommt vor dem Fall, das erkannten auch die Gegner der Deutschen. Vor dem letzten Vorrundenspiel, das Deutschland mit 0:2 verlor, stimmte der südkoreanische Trainer seine Spieler darauf ein. Ein Spieler berichtete später:

„Er hat uns in der Besprechung vor dem Spiel gesagt, daß die deutschen Spieler die Nase weit oben haben, sie arrogant sind, schon alles gewonnen haben und nichts mehr erreichen wollen.“

All dies konnte man bereits aus „Best NeVer Rest“ lesen. Besonders hochmütig ist darin das großgeschriebene „V“ in „NeVer“. Es soll eine römische Fünf darstellen, symbolisch für den 5. Weltmeistertitel, der 2018 geholt werden sollte. Doch „Die Mannschaft“ — 2015 ist man von der Bezeichnung „Nationalmannschaft“ abgerückt – scheiterte kläglich. „Wir sind die Besten, wir brauchen keine Pausen, wir stehen schon von Anfang an als Weltmeister fest!“ Wäre der Spruch auf diese Weise ins Deutsche übersetzt worden, hätte schnell festgestanden, daß eine wichtige Tugend fehlt: Demut.

„Best NeVer Rest“ ist kein einmaliger Ausrutscher des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

In seiner Vermarktung setzt er ganz gezielt auf Denglisch:

Der „Fan Club National-mannschaft powered by Coca-Cola“ wirbt mit „Fan-tastic Moments“. Der DFB-„Fanshop“ verkauft „Tanktops“ und „Jumpsuits“ im „Urban Style“.

„Der DFB war wohl noch nie so weit weg von den Fans, wie er es heute ist“,

erklärt Jochen Grotepaß von der Sympathisanten-Organisation „Unsere Kurve“. Unterstützung und Begeisterung der Anhänger haben allenthalben spürbar nachgelassen.

Im Gegenzug distanzieren sich gewisse Spieler vom deutschen Fußballvolk. Der wegen seiner Nähe zum türkischen Machthaber Erdogan und seiner schwachen Leistungen kritisierte Nationalspieler Mesut Özil brach nach dem Turnier kurz sein Schweigen, allerdings auf englisch:

„Having to leave the World Cup already after the group stage hurts so much. We just weren’t good enough. ITl need some time to get over it.“

Özil sprach in englisch…deutsch war ihm nicht gut genug und türkisch wäre wohl Benzin in’s Feuer gießen …

Auch vor den Spielen verweigerte Özil bei der Hymne durch demonstratives Schweigen das Bekenntnis zu Deutschland. Weniger Identifikation mit deutscher Sprache und Nation geht nicht mehr.

„Best NeVer Rest“: Verbrochen hat den Spruch die Daimler AG. Dort spricht man gern Kauderwelsch. Schon 2007 machte bei Daimler eine scherzhafte „Verfahrensanweisung an alle Werke“ die Runde, die vorgab, der Betrieb müsse nun auf schwäbisch umstellen. Aus „feed- back“ wurde da „saga, was bassiert isch“, aus dem „Controlling“ wurde „noch am Geld gugga“. Daraus ist nichts geworden.

Kürzlich nahm in einem Artikel Holger Mohn, Chefredakteur von Daimler.com, den sprachlichen Alltag in seinem Unternehmen aufs Korn:

„Ab ins Jour-fix. … Ich vergesse natürlich nicht zu betonen, dass ich da am Wochenende mit voller Attention noch mal inhaltlich scharf drüber gegangen bin. Ja, ich deliver eben. Das matcht – die Chefin geht steil vor Freude, will das asap auf allen Kanälen spielen.“

2011 warb die Drogeriekette „Schlek ker“ mit „For you. Vor Ort“. Das Unternehmen rechtfertigte den Spruch mit dem „niedrigen Bildungsniveau“ seiner Kunden.

Als die DEUTSCHE SPRACHWELT dies bekanntmachte, brach ein Sturm der Entrüstung los.

„Schlecker hält eigene Kunden für blöd“, schrieb die „Financial Times Deutschland“.

Wenig später war „Schlecker“ pleite. Das sollte anderen zur Mahnung reichen….

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aus http://www.Deutsche-Sprachwelt.de