Nach einem Corona-Fall in einem Potsdamer Hort schickte das Gesundheitsamt dutzende Kinder in Quarantäne. Ein Vater hat das Verwaltungsgericht eingeschaltet – und Recht bekommen.

Potsdam –  Nach dem Corona-Fall im Hort „Sonnenschein“ der Eisenhart-Grundschule sind Eltern juristisch gegen die vom Gesundheitsamt verhängten Quarantäne-Anordnungen vorgegangen. Das Potsdamer Verwaltungsgericht hat am Mittwoch einem Eilantrag der Eltern stattgegeben und die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs gegen die Quarantäne-Maßnahme ihrer Tochter angeordnet. Damit kann das Mädchen schon morgen Früh wieder zurück in die Schule, einen Tag früher als ihre Mitschüler. Regulär würde die vom Gesundheitsamt angeordnete Quarantäne erst am Donnerstagabend enden.  

Die Stadt Potsdam hat unterdessen noch am Mittwoch gegen die Entscheidung des Gerichts sofortige Beschwerde eingelegt. 

Vater: Tochter wird ohne sachlichen Grund in den Grundrechten beschnitten

Schultze-Amberger hingegen kritisierte, es werde vom Gesundheitsamt gar keine Graduierung von Kontaktpersonen vorgenommen, wie dies das Robert Koch-Institut (RKI) als Vorgehen definiere. Daher würden mit den Quarantäne-Anordnungen Personen ohne sachliche Grundlage in ihren Grundrechten beschnitten, sagte der Arzt den PNN. Dieser Argumentation ist nach Prüfung auch das Verwaltungsgericht gefolgt. 

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https://m.pnn.de/potsdam/eltern-im-streit-mit-dem-gesundheitsamt-verwaltungsgericht-quarantaene-fuer-grundschuelerin-ist-nicht-noetig/26109580.html

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