Der Mann, der von der Polizei am 28.8.20 schwer misshandelt wurde, spricht mit dem Journalisten Lejeune in die Kamera. Er erzählt, was ihm passiert ist, wie er als friedlicher Mann mit Händen in den Hosentaschen mit Abstand und ohne sonstige Provokation dastand, als eine Meute Polizisten über ihn herfällt wie ein Rudel Koyoten, dem man ein Huhn zum Zerfetzen vorwirft. Man traktiert ihn auf übelste Weise, verletzt ihn erheblich und behandelt ihn wie ein Stück Dreck.

Kein Hilferuf als er fürchtet, das Knie in seinem Nacken würde sein Genick zerbrechen, keine Bitte ihm nicht die Arme aus den frisch operierten Schultern zu reißen, keine Bitte nach seinem Asthmaspray dringt ins Bewusstsein dieser Angreifer in Uniform. Empathie und Anstand sind ausgeschaltet auf Befehl. Nicht nur sein Körper wird misshandelt, auch seine Seele und seine Würde erhalten schwere Verletzungen. Schließlich werden auch noch Häme und Spott über ihn gerotzt und Sanitäter zu Mittätern gemacht.

Eine Frau wird zu Boden gerungen, brutale Hände greifen nach ihr, reißen, drücken, würgen jedes Stück Fleisch, dessen sie habhaft werden, während ihr Mann und Passanten verzweifelt rufen, dass die Frau schwanger sei. Sie können ihr nicht helfen, denn das Spektakel wird von anderen Robotern in Uniform abgeschirmt mit der unausgesprochenen Drohung: „Wer einen Schritt weitergeht, dem ergeht es ebenso.“

Die Frau schreit und weint und immer wieder kommt das Flehen, aufzupassen, denn sie sei schwanger. Als ob gerade das wie Öl ins Feuer zischt, wird sie auf den Bauch gerollt, während man ihr dabei uniformiertes Menschengewicht auf den Körper drückt.

Ein Vater hat seinen halbwüchsigen Sohn auf den Schultern und fragt nach dem Verbleib seiner festgenommenen Freundin. Statt einer Antwort, erhält in Neandertaler-Manier einen Schubser vor die Brust. Als er erneut nachfragt, fällt der nächste Schubser so aus, dass der Vater das Gleichgewicht beinahe verliert, das Kind bekommt Angst und weint.

Hat der Erfüller in Uniform nicht wahrgenommen, dass dort ein Kind in Gefahr gerät? Oder nimmt er das bewusst in Kauf? Was nimmt er überhaupt wahr, wenn ein grobes Schubsen in Ghettomanier die Antwort auf eine normale Frage ist?

Eine harmlose Frau Ü60 sitzt friedlich auf einer Wiese, allein, ein Rudel Schwarz-Lemminge greift die Frau und verschleppt sie, ohne im Mindesten darauf zu achten, dass die anatomischen Möglichkeiten eines menschlichen Körpers berücksichtigt werden. Die Frau wird schließlich auf den Asphalt gepresst, während ihre Peiniger sich an ihr zu schaffen machen.

Im Verlauf dieser Misshandlung wird eine gepanzerte Hand zur Faust geballt und zweimal auf die Halswirbelsäule des Opfers gehämmert. So würde man wohl vorgehen, wenn man ein wildes Raubtier töten wollte, dass sich in ein Kind verbissen hat.

Szenenwechsel: Kindern wird das Gesicht zugebunden. Spielen, Singen, lachende Gesichter, Berühren, Trinken in der Pause, freies Bewegen – alles verboten. Eltern wird gedroht, dass ihnen die Kinder geraubt werden. Willkür herrscht darüber, wen es treffen wird. Es gibt keine Regeln, die einen schützen würden, indem sie eingehalten werden.

Das ist das Schwert des Damokles, wie Cicero es beschrieb. Es erinnerte Damokles daran, dass es letztlich in der Macht des Tyrannen Dionysios lag, das vermeintlich sichere und bequeme Leben des Damokles zu beenden. Damokles brachte sich durch Unterordnung in Sicherheit.

Warum all das? Warum verlieren die Polizisten vermeintlich die Nerven? Warum geht es so ungerecht zu? Warum so unlogisch, unverständlich, unverhältnismäßig, unmenschlich? Warum schreiben Behörden grausame Briefe und keiner ists gewesen, aber für alle gilt es? Warum?

Die Frage geht in Dauerschleife durch unsere Köpfe.

Was ist bei all dem der gemeinsame Nenner?

Wenn man einmal das Vexierbild durchschaut hat, fragt man sich, warum man es nicht eher gesehen hat: Der gemeinsame Nenner ist die Zerstörung der sozialen Werte, der Basis des Lebens. Was hier fehlt, ist normales menschliches Sozialverhalten, wie man es auch von Menschen trotz Uniform erwartet. Der gemeinsame Nenner ist der Tabubruch.

 

Tabubruch.

Schwangere sind tabu.

Kinder sind tabu.

Ältere friedliche Damen sind tabu.

Kultivierte friedliche Männer sind tabu.

Der menschliche Körper ist tabu.

Viele gegen einen ist tabu.

Viele Männer gegen eine Frau ist tabu.

Weitermachen bei Hilferufen ist tabu.

Halswirbelsäulen sind tabu.

Köpfe auf Asphalt sind tabu.

Dass Mediziner Misshandler decken, ist tabu.

Gesetze zu brechen ist tabu.

Gerichtsurteile zu missachten ist tabu.

Was passiert hier?

Alle die diese Bilder gesehen haben, suchen nach der Logik, nach dem logischen Auslöser. Polizisten sind auch nur Menschen, heißt es da. Oder: Vielleicht sind das ein paar Junghengste, denen die Nerven durchgegangen sind. Zuviel Stress, zu wenig Schlaf, zu jung, zu was auch immer. Man sucht die Erklärung. Denn es muss eine geben.

Dem Mann der erstgenannten Geschichte ist es aus dem Gesicht abzulesen: Er ist zerstört. Nicht nur Teile seines Körpers und sein Seelenfrieden, sondern sein Weltbild ist zerstört. Er ist nicht mal wütend, weil er die Welt nicht mehr versteht, weil alles, was bisher galt, zerbrochen ist. Man sieht sein Suchprogramm laufen: Was habe ich falsch gemacht? Warum ist das passiert? Warum haben sie nicht reagiert, als ich sie von Mensch zu Mensch ansprach, fragt er sich. Er sucht die Logik und kann sie nicht finden. Sein Leben hat Risse, seine Seele hat Risse. Das was den Menschen ausmacht, ist in Einzelteile zerfallen.

Zerfallen.

Zersetzt.

Zersetzung.

Da haben wir die Erklärung. Niemandem sind die Nerven durchgegangen und niemand hat in Panik die Situationen falsch eingeschätzt, überreagiert oder das Maß verloren. Das alles wären menschliche Erklärungen, die wir nur zu gern einzuräumen bereit wären, denn wir lechzen danach, unser Weltbild wieder geflickt zu bekommen.

Nein, was hier läuft, ist Taktik. Es ist gezielte Zersetzung der Gesellschaft, der Werte, die für alle sozial intakten Menschen auf der ganzen Welt gelten.

Unberechenbare Gewalt, die keiner Logik folgt, die dort zuschlägt, wo es am unlogischsten ist, wo es eigentlich tabu ist – die zersetzt am besten, was die Menschheit zusammenhält. Die zersetzt auch den Einzelnen nachhaltig, auch wenn er nur Zuschauer ist.

Das ist nicht einfach passiert – das hat exakt in dieser Form jemand gezielt angeordnet.

Er hat dafür vorher eine Brigade der Hölle aufgebaut, indem er junge Auszubildende dressiert hat. Es ist ein Leichtes, diese Gattung Mensch, die sich berufen fühlt, in einem Polizeirudel zu dienen, unter Einsatz der Rudelgesetze zu programmieren. Sie merken es nicht, sie werden auch niemals den Weg allein herausfinden. Den Zug haben sie abfahren lassen. Sie sind nur noch eine Nummer, manche nicht mal das. Kanonenfutter, ersetzbar, nachwachsend, es gibt genug davon.

Ihr könnt aufhören zu rufen: Schließt euch an! Sie können das nicht und sie werden das nicht. Was würde man auch gewinnen, wenn man solche unberechenbaren Kampfroboter unter sich hätte? Sie denken nicht, sie fühlen nicht, sie agieren durch Trigger. Solange ihre Gehirne vom Rudelsog gespeist werden, sind sie als Individuum nicht existent. Sie gehorchen einzig ihrem Programm.

Lasst uns anfangen, sie zu zersetzen. Wir kennen ja nun die Mechanismen. Natürlich nicht mit Gewalt, aber gewaltig und mit aller Konsequenz.

Es macht keinen Sinn, in dem Revier einer solchen Familie für Recht und Menschlichkeit zu demonstrieren, denn sie sind ja die Kriminalität, gegen die demonstriert wird. Das Recht wird anderswo gewonnen und wird dann das Berliner Rudel zersetzen.

Gebrauchsanweisung: Bevor jetzt in der üblichen Polizisten-Manier, jedes Wort im Mund umzudrehen, sich wieder alle Polizisten angesprochen fühlen: Es sind die gemeint, die beschrieben wurden und die anderen nicht. Aber wer sich unbedingt angesprochen fühlen möchte, darf sich fragen, warum.

 

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