„Der erste globale Corona-Jahresbericht ist da – und hat es in sich. Die Weltbank schätzt, dass bisher durch die Krise Einnahmeverluste von 10.000 Milliarden US-Dollar enstehen werden. Sie betreibt gemeinsam mit der WHO die Denkfabrik Global Preparedness Monitoring Board (GPMB).

Die schreibt in ihrem am Montag vorgestellten Pandemie-Bericht von „umfassenden und zerstörerischen Auswirkungen“ einer Krankheitswelle, wie sie die Welt noch „nie zuvor“ gesehen habe. Zum Vergleich: Das weltweite Bruttoinlandprodukt (BIP) hat 2019 86.600 Mrd. Dollar betragen. Demnach belaufen sich nur die Verluste der Weltwirtschaft durch das Virus auf beinahe 12 Prozent des globalen BIP.

Covid-19 zeige das kollektive Versagen einer vernetzten, aber unvorbereiteten „Welt in Unordnung“, die falsche Reaktionen gezeigt und falsche Prioritäten gesetzt hat, schlussfolgert die Denkfabrik. Co-Vorsitzende Gro Harlem Brundtland erklärte dem deutschen Magazin Spiegel, dass die Pandemie „ganz sicher nicht in diesem Jahr“ vorbei seien werde: „Es können Jahre vergehen, bis auf dem Weg zu einem geeigneten Mittel sämtliche Hindernisse ausgeräumt sind.“

„Niemand ist sicher“
In Zukunft müsse man wachsamer sein, so Brundtland. Südkorea, Vietnam oder Singapur seien Vorbilder im Kampf gegen das Virus. „In diesen asiatischen Gesellschaften wird mehr an die Gemeinschaft gedacht als in den westlichen Ländern, in denen die Rechte des Individuums im Mittelpunkt stehen“, erklärte sie. Europa müsse aufpassen, im Kampf gegen gesundheitliche Krisen die persönliche Freiheit nicht „zu hoch“ zu halten.“

https://kurier.at/politik/ausland/horror-prognose-10000-milliarden-dollar-verlust-durch-pandemie/401031026

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