Länder wollen Kinder-Ausnahme streichen

Bisher galten die Kontaktbeschränkungen in der zweiten Welle nicht für Kinder unter 14 Jahren. Diese Ausnahme soll nun wegfallen. Es wäre eine fast totale Kontaktsperre für Millionen Familien. Das sorgt für heftige Kritik.

Am Dienstag hatten Bund und Länder eine massive Verschärfung der Kontaktbeschränkungen beschlossen. Private Treffen sollen ab Montag nur noch mit einer Person, die nicht zum eigenen Haushalt gehört, möglich sein. Neu ist zudem: Kinder unter 14 Jahren – zuvor von den Einschränkungen ausgenommen – fallen jetzt nicht mehr unter eine Ausnahmeregelung.

Heißt: Ein kleines Kind kann kein anderes Kind mehr zum Spielen treffen, weil Mutter oder Vater nicht mitkommen könnten. Zwei Mütter (oder zwei Väter oder eine Mutter und ein Vater) könnten sich nicht mehr mit Kindern treffen. Und viele Eltern, die auf Kinderbetreuung durch Verwandte, Nachbarn oder Freunde angewiesen sind, müssten wieder alleine klar kommen.

Bleibt diese Regel bestehen, so wäre dies de facto eine Kontaktsperre für Millionen Familien – und vor allem für die Kinder.

In Zeiten geschlossener Schulen und Kitas. Es wäre eine Rückkehr in die Zeit des ersten Lockdowns. Insbesondere der Wegfall der Ausnahmeregelung für Unter-14-Jährige sorgt folglich für Kritik.

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https://www.focus.de/politik/deutschland/kinder-ausnahme-soll-wegfallen-kontaktsperre-fuer-millionen-droht-massive-kritik-an-neuen-kontaktbeschraenkungen_id_12845562.html

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