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Great Reset“ – oder den „Großen Neustart“, der im Zuge der Corona-Pandemie auf dem Weltwirtschaftsforum beschlossen wurde.

Herzlich willkommen bei zentralPlus. Mein Name ist Thomas Kalmund.

Die transhumanistische Zukunft nach Corona

Während die Welt noch mitten in der Corona-Krise steckt, haben die sehr einflussreichen Mitglieder des Weltwirtschaftsforums schon einen Plan für das, was danach kommen soll – nämlich den „Great Reset“. Dieser weltumspannende „Neustart“ sieht eine „transhumanistische“ Zukunft für uns alle vor.

Nach Ansicht der Mitglieder des Schweizer Forums, die sich aus den reichsten und einflussreichsten Menschen dieser Welt zusammensetzen, hat die Corona-Pandemie die vermeintlichen Schwächen unseres alten Systems aufgedeckt und bietet daher eine perfekte Gelegenheit, unsere Welt „zurückzusetzen“ und einen „Neustart“ zu wagen.

Zu den „Strategischen Partnern“ des Weltwirtschaftsforums gehören Konzerne wie die Allianz, die Bank of America und Credit Suisse, Facebook, der Chinesische Telekommunikationsausrüster Huawei, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG bis hin zu Microsoft, Unilever und Volkswagen. Nach Angaben von Bloomberg kamen im vergangenen Jahr zudem über 119 Milliardäre nach Davos, die zusammengenommen über 500 Milliarden US-Dollar besitzen. Zur Hochfinanz gesellen sich jedes Jahr auch politische Entscheidungsträger.

2021 fand das Treffen wegen der Corona-Pandemie erstmals virtuell statt. Dabei waren auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, der französische Staatspräsident Emmanuel Macron, Prinz Charles, Präsident Selensky aus der Ukraine, die Präsidentin der Europäischen Kommission von der Leyen und viele andere mehr.

Implantierte Smartphones

Der Plan für den Neustart unterstützt den „Transhumanismus“ ganz augenscheinlich. Als Transhumanismus bezeichnet man eine philosophische Denkrichtung, die die Grenzen menschlicher Möglichkeiten, sei es intellektuell, physisch oder psychisch, durch den Einsatz technologischer Verfahren erweitern will. Der Begriff selbst wird zwar nicht explizit verwendet, aber, wenn man sich die Aussagen von Klaus Schwab – dem Gründer des Weltwirtschaftsforums – anschaut, wird ganz klar, dass es für die Menschheit in diese Richtung gehen soll.

Schwab, erklärte vor dem Chicago Council on Global Affairs: „Die ‚Vierte Industrielle Revolution‘ wird zu einer Verschmelzung unserer physischen, digitalen und biologischen Identität führen“. In seinem 2016 veröffentlichten Buch mit dem Titel „Die Zukunft der vierten Industriellen Revolution“ betonte Schwab bereits, dass die neuen disruptiven Technologien zum „Wohle der Menschheit und Umwelt“ eingesetzt werden müssten. Es solle ergründet werden, „wie und wo in diesen neuen Technologien menschliche Werte einfließen und wie sie so gestaltet werden können, dass sie das Gemeinwohl, die ökologische Verantwortung und die Menschenwürde fördern“, so Schwab.

In seinem Buch führt er zudem aus, wie es diversen Behörden ermöglicht werden kann, unter Verwendung der neuen digitalen Technologien, auch „in den bisher privaten Raum unseres Geistes einzudringen, unsere Gedanken zu lesen und unser Verhalten zu beeinflussen“. Schwab spricht über die Entwicklung implantierter Geräte, die „wahrscheinlich auch dazu dienen werden, Gedanken zu kommunizieren, die normalerweise verbal über ein ‚eingebautes‘ Smartphone ihren Ausdruck finden, und möglicherweise auch unausgesprochene Gedanken oder Stimmungen durch das Lesen von Gehirnströmen und anderen Signalen“.

Menschheit 2.0

Wenn es nach Schwab geht, wird es auf das hinauslaufen, was Raymond oder „Ray“ Kurzweil als die nahende „Singularität“ beschreibt. Also eine Entwicklung, die dazu führen wird, dass die Künstliche Intelligenz mit der menschlichen Intelligenz gänzlich verschmilzt.

Kurzweil ist ein Pionier in der KI-Forschung und gilt als Kopf der transhumanistischen Bewegung. In seinem Bestseller „The Singularity is Near“ oder auf Deutsch  „Menschheit 2.0: Die Singularität naht“ skizziert Kurzweil Theorien, wie das Aufkommen von Wolken von Nano-Robotern sogenannten Foglets, und die Entwicklung des menschlichen Körpers 2.0 und sogar 3.0, wobei Nanotechnologie in vielen inneren Organen eingebaut wird.

Seit 2012 ist Kurzweil Leiter der technischen Entwicklung beim Internetkonzern Google. Das Unternehmen, dass das Internet beherrscht, ist also bestens auf den „Great Reset“ und der damit verbundenen „Vierten Industriellen Revolution“ vorbereitet.

Auf der Webseite zukunftsinstitut.de wird der Begriff Transhumanismus wie folgt beschrieben: „Die internationale Bewegung und Denkrichtung [des Transhumanismus] sucht nach Möglichkeiten, die biologischen Grenzen der Menschen durch den Einsatz von Technologie und Wissenschaft zu verändern und zu überwinden. Transhumanisten gehen davon aus, dass die nächste Evolutionsstufe der Menschheit durch die Fusion mit Technologie erreicht wird“.

Der Weg in die virtuelle Welt

Dass dies alles nicht mehr in den Bereich der Vision fällt, sondern bereits in der Realität umgesetzt wird, zeigt sich unter anderem in der Pandemiebekämpfung. Es wird auf Technologien der „Vierten Industriellen Revolution“ gesetzt, wie z.B. der genetischen Sequenzierung, der Biotechnologie für Impfstoffe wie mRNA – und Vektorplattformen und der Software zur Kontaktverfolgung – also die Massenüberwachung.

Die sozialen Distanzierungsmaßnahmen haben die Menschen dazu gezwungen, ihre physische Welt durch eine virtuelle zu ersetzen. Es gibt bereits alles in digitaler Form, von der Schule, bis zur Kirche über das Einkaufen und sogar Partys finden online statt.

Während diese Entwicklung für die meisten Menschen einen schrecklichen Verlust darstellt, ist die Digitalisierung unseres Lebens, einschließlich den Covid-Apps und der digitalen Währung Teil der Vision des Weltwirtschaftsforums. Für Klaus Schwab und die Lenker dieser Welt ist diese Entwicklung also durchaus wünschenswert.

Auch der Transhumanismus ist keine Fiktion. 2018 wurden Menschen in Schweden in einer Testreihe die sogenannten RFID-Chips implantiert. Und das war nur der Anfang.

Transhumanismus als Religion

Der Transhumanismus werde die dominierende Weltanschauung der Menschheit in der Zukunft, ja sogar die Weltreligion sein, heißt es. Tatsächlich beinhaltet der Transhumanismus auch Elemente der herkömmlichen Religionen. Der Transhumanismus vertritt die Ansicht, dass die menschliche Spezies die Kontrolle über ihre eigene Evolution durch Technologien zur Verbesserung des Menschen übernehmen sollte, wie z.B. Gehirnimplantate und Nanotechnologie, die das Altern umkehrt. Dies soll es der Menschheit ermöglichen, ihre körperlichen und geistigen Grenzen zu überwinden.

Der Begriff selbst wurde erstmals 1957 von Julian Huxley geprägt – dem Bruder von Aldous Huxley, dem berühmten Autor des dystopischen Romans „Schöne neue Welt“.

Die meisten Religionen versprechen das Ziel der Unsterblichkeit, entweder in diesem Leben oder nach dem Tod. Das Christentum beispielsweise zielt auf die Unsterblichkeit nach dem Tod ab, also die Auferstehung oder ein ewiges Leben im Himmelreich. Im Daoismus ersucht man Unsterblichkeit in diesem Leben zu erreichen; durch die Anwendung von alchemistische Elixiere und bestimmten Handtechniken. Auch im Buddhismus soll die Unsterblichkeit erlangt werden. Und zwar durch Selbstkultivierung und Meditation. Die komplexen Konzepte und Weltvorstellungen der unterschiedlichen Religionen können wir hier natürlich nur äußerst verkürzt und zusammenfassend wiedergeben.

Transhumane Transzendenz?

Der Transhumanismus zielt ebenfalls auf Unsterblichkeit ab, aber eben durch die Anwendung von Technologie und nicht durch Selbstdisziplin und Innenschau, der Anleitung durch Heilige, dem Verehren von Buddha oder den Glauben an Gott. Zu den Technologien, die im Transhumanismus eingesetzt werden, gehören Nanoroboter, Gentechnik und die Umwandlung unserer Gehirnaktivität in eine digitale Form und das anschließende Hochladen in einen Supercomputer, der ewig halten soll.

Die meisten Religionen streben zudem einen Zustand dauerhaften Glücks an. Wenn man Gutes vollbracht hat, kommt man nach dem Tod ins Paradies oder in ein Himmelreich und lebt dort ewiglich ohne Leiden. Transhumanisten glauben, dass dies stattdessen durch die Entwicklung von „Glücksdrogen“ und Gehirn-Chip-Schnittstellen, die die Lustzentren des Gehirns manipulieren, erreicht werden kann.

Die meisten Religionen glauben daran, dass es einen Schöpfergott gibt und dass sich der Mensch aus dem irdischen Dasein hinausentwickeln und übersinnliche Fähigkeiten erlangen kann. Dem transhumanistischen Ideal entsprechend, soll der Mensch zu einem gottgleichen Schöpfer werden, der die materielle Welt nach Belieben manipulieren kann: Beispielsweise durch 3D-Druck von Organen und Implementierung von atomar zusammengesetzten Nano-Robotern – und er soll durch synthetische Biologie sogar neue Lebensformen erschaffen können.

Unsterblichkeit durch Technologie?

Der Transhumanismus beruht auf der Annahme, dass das Leiden durch Altern, Krankheit und Tod mehr ein technisches als ein metaphysisches Problem sei und einfach mit mehr und besserer Technologie gelöst werden kann. Am Ende des Dokumentarfilms Transcendent Man beantwortet Ray Kurzweil die Frage, ob Gott existiert mit dem Satz: „Ich würde sagen, ‚Noch nicht‘“

Er spielt damit an auf seine Vorhersagen für die Technologien der Zukunft, die dem Menschen dabei helfen sollen, über seine biologischen Grenzen hinauszugehen und so selbst aus der heutigen Perspektive wie eine Art Gottheit zu wirken.

Ewiges Leben durch technische Mittel; Das klingt für den Einen oder Anderen vielleicht gar nicht schlecht. Aber was macht den Menschen aus? Was ist der Unterschied zwischen einem Mensch und einem Roboter?

Ob der Mensch nach dem Tod ewiges Glück genießen kann oder nicht, hängt in dem meisten Religionen von seinen Taten in diesem Leben ab. In der Religion ist die Hölle dabei ein wichtiges Konzept. Doch nicht nur die Religionen, auch die Gelehrten im Osten wie auch im Westen sprachen über die glückliche Vergeltung von guten Taten und die böse Vergeltung durch schlechte Taten.

In dem Klassiker „die Göttliche Komödie“, der gemeinhin als eines der besten Werke der Weltliteratur bezeichnet wird, geht der italienische Dichter Dante Alighieri beispielsweise ausführlich auf das Fegefeuer und die verschiedenen Stufen der Hölle ein und durch welche Sünden man dort hingelangt.

„Mensch sein“?

Ein Konzept von Himmel und Hölle oder Karmischer Vergeltung existiert dagegen beim Transhumanismus nicht. Und somit gibt es im Transhumanismus auch keinen moralischen Maßstab, keine Traditionen, keine Loyalität und keine Tugenden im klassischen Sinne. Alles Dinge die über Jahrhunderten die bestimmenden Themen von Kunst und Literatur waren und die für viele Menschen das Menschsein erst ausmachen.

Der Transhumanismus wird all das, was den Menschen zu einem eigenständig moralisch empfindenden Menschen macht, von der Wurzel her umstülpen. Der CEO von Microsoft Satya Nadella sagte in Bezug auf den Transhumanismus: Die Veränderungen, die mit den neuen Technologien kommen, werden umfassend sein.

Sie werden die Art und Weise, wie wir Güter und Dienstleistungen produzieren und transportieren, umstürzen.

Die Revolution wird alles umwälzen, wie wir kommunizieren, wie wir zusammenarbeiten und wie wir die Welt um uns herum erleben.“

Satya Nadella, CEO von Microsoft

Der Wandel werde so tiefgreifend sein, dass die Fortschritte in den Neuro- und Biotechnologien „uns zwingen, zu hinterfragen, was es bedeutet, ein Mensch zu sein…“

Massiver Angriff auf individuelle Freiheit

Der deutsche Ökonom Antony Peter Mueller, ist Professor für Wirtschaftswissenschaften und lehrt an der brasilianischen Bundesuniversität Sergipe. Mueller gilt als Kritiker der „Vierten Industriellen Revolution“, und er hält die  Industrie 4.0 für wenig erstrebenswert, im Gegenteil.

Mueller schreibt: „Nimmt man die Veröffentlichungen des Weltwirtschaftsforums als Indiz dafür, wie die „Vierte Industrielle Revolution“ die Gesellschaft verändern wird, steht die Welt vor einem massiven Angriff auf die individuelle Freiheit und das Privateigentum. Eine neue Art von Kollektivismus ist im Begriff, sich zu entwickeln. Wie der Kommunismus der Vergangenheit lockt das neue Projekt die Öffentlichkeit mit der Zusicherung von technologischem Fortschritt und sozialer Inklusion. Zusätzlich wird mit ökologischer Nachhaltigkeit und dem Versprechen von Langlebigkeit oder gar Unsterblichkeit gelockt. In Wirklichkeit sind diese Versprechen jedoch zutiefst dystopisch.“

Mueller betont, dass die vorangegangenen Industriellen Revolutionen, die gegen Ende des 18. Jahrhunderts mit der Textilindustrie und der Nutzung der Dampfkraft begannen, durch freie Märkte und individuelle Wahlmöglichkeiten umgesetzt wurden. Und das der Kapitalismus den Lebensstandard der Menschen erhöht hat.

Wer nun die kapitalistische Gesellschaft und Wirtschaft zu Fall bringen will, so wie es Schwab bereits angedeutet hat, müsse zwangsläufig einen sinkenden Lebensstandard und die Entvölkerung in Kauf nehmen. Mueller schreibt: „Die Befürworter der Pläne, eine neue Weltordnung mit der Kraft des Staates herbeizuführen, negieren, dass der radikale Kapitalismus viel besser die Mittel bereitstellen könnte, um zu einer besseren Welt zu gelangen, wie es seit dem Beginn der ersten industriellen Revolution der Fall war.“

Technokratisches Terrorregime?

Das WEF würde die Tatsache verschleiern, dass anstelle von menschlichem Fortschritt Verarmung und Unterdrückung die Zukunft der Menschheit sei. Die implizite Folge der geplanten „ökologischen Wirtschaft“ sei die drastische Reduzierung der Weltbevölkerung.

Mueller kommt zu dem Schluss: Die neuen Technologien, die mit der vierten industriellen Revolution kommen, könnten für die Menschheit von großem Nutzen sein. Die Technologien an sich sind nicht das Problem, sondern wie sie eingesetzt werden. Aber eine dystopische Zukunft erwarte uns, wenn die globale Elite des Weltwirtschaftsforums das Sagen hat. Das Ergebnis wäre ein technokratisches Terrorregime, getarnt als wohlwollende Weltregierung.

Soweit der Professor für Wirtschaftswissenschaften.

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https://www.epochtimes.de/meinung/analyse/weltwirtschaftsforum-die-transhumane-zukunft-verschmelzung-von-physischer-und-digitaler-identitaet-teil-3-a3461897.html


 

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