Enttarnung des frühen Islam….Forschung beweist: Mohammed hat nie existiert..nur eine Erfindung von Hajjaj ibn Yusuf, einem Herrscher zur besseren Kontrolle des Volkes Antwort

 

 

 

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über die Wurzeln des Islams und seines frühen Aufstiegs

Magical Snap - 2013.01.24 16.15 - 001

Seit längerem kursieren – nicht nur in der Fachwelt, sondern auch in der interessierten Öffentlichkeit – Anschauungen über Lehrgrundlagen und Frühgeschichte des Islam, die man als radikal revisionistisch bezeichnen kann. Das Spektrum der Thesen reicht von der Behauptung, daß Mohammed keine historische Person war über die Annahme, daß der Koran nicht einmal offenbart wurde, sondern in einem längeren, vielleicht über Jahrhunderte andauernden Prozeß entstand, bis zu der Vorstellung, daß es sich im Fall des frühen Islam eigentlich um eine Variante des christlichen Monophysitismus handelte, keinesfalls um eine selbständige Religion. Das neue Buch des Briten Tom Holland ist vielleicht geeignet, in diese Unübersichtlichkeit ein gewisses Maß an Ordnung zu bringen. Das gelingt ihm auch gerade deshalb, weil der Autor kein Spezialist, sondern Generalist ist.

Um es kurz zu machen: Holland geht von der Historizität Mohammeds aus, bezweifelt aber die Tragfähigkeit der Überlieferung, auf die sich alle biographischen Daten des Propheten – der im Koran nur viermal genannt wird – stützen. Er hält den Koran für alt, aber sieht in ihm keinen monolithischen Offenbarungstext, sondern eine Textsammlung, die erst zusammengestellt und kanonisiert wurde, als sich Ende des 7. Jahrhunderts die Möglichkeit ergab. Die wurde von Abd el-Malik, einem Kalifen aus dem Geschlecht der Umajaden, genutzt, um den bis dahin noch ziemlich unscharfen Proto-Islam in das zu überführen, was heute als der Islam gilt: die denkbar strengste Variante des Ein-Gott-Glaubens, abgeleitet aus einem heiligen Buch. Dessen Autorität verdankt sich der Annahme, daß in ihm Gott selbst spricht, vermittelt durch einen Propheten, der nichts Göttliches an sich hatte, aber als Vermittler diente und deshalb den vornehmsten Rang unter den Sterblichen einnimmt, die ihrerseits verpflichtet sind, der Offenbarung zu gehorchen, anderenfalls ihnen die schlimmsten irdischen und jenseitigen Strafen drohen.

Die Pest ebnete dem
Aufstieg des Islam den Weg

Holland nimmt erkennbar eine vermittelnde Stellung zwischen der traditionellen und der revisionistischen Position ein. Seine Argumente erscheinen ausgewogen, werden aber außerdem gestützt durch eine bestimmte Gesamtsicht der Entwicklung im Mittelmeerraum und Nahen Osten während des 6. und 7. Jahrhunderts. Diesen Zeitabschnitt als „Spätantike“ zu bezeichnen, führt dann in die Irre, wenn man unter dem Begriff eine Fortsetzung der griechisch-römischen Geschichte versteht, denn einerseits war die Kultur des Altertums im Westen den Völkerstürmen der Germanen und Hunnen weitgehend zum Opfer gefallen, andererseits hatte sich im Osten etwas Neues gebildet, das zwar in der großen Überlieferung verankert blieb, aber doch so starke Anleihen am Orient machte, daß die Verwandlung weit vorangetrieben war und von der älteren Substanz des Imperiums wenig übrigblieb.

Das Byzantinische Reich erwies sich als ausgesprochen zählebig, scheiterte aber an dem großen Versuch Justinians, den Westen zurückzugewinnen und eine vollständige Reorganisation durchzuführen, gar nicht zu reden von dem Patt im Konflikt mit seinem Hauptgegner im Osten, dem Iran. Byzanz hat im Lauf der Zeit viele Züge seines Hauptfeindes kopiert, was es zwangsläufig immer weiter von der – europäischen – politischen Überlieferung entfernte und den Despotien des Ostens annäherte. Das hat auch, folgt man Holland, mit einer ähnlichen Kernstruktur zu tun, die dem Prinzip „Ein Gott – eine Lehre – ein Glaube – ein Herrscher“ folgte, nur daß die theologische Grundlage hier christlich, dort zoroastrisch war.

Wie das trinitarische Christentum war auch der Zoroastrismus nur gegen massive religiöse, ethnisch wie kulturell gestützte, Widerstände als Staatsreligion durchgesetzt worden, hatte der Dynastie der Sassaniden aber erlaubt, Persien als zweite „Supermacht“ des Großraums aufzubauen und den römischen Gegner in Schach zu halten, mehr noch: ihn regelmäßig zu demütigen, bis hin zur Tötung oder Gefangennahme seiner Kaiser: Valerian beendete sein elendes Leben als Aufsteighilfe für den „Schah-in-schah“, den „Herrscher der Welt“.

Schon nach dem Scheitern der letzten byzantinischen Vorstöße gegen den Iran war hinreichend klar, daß keine Seite der anderen ihren Willen aufzwingen konnte. Die Erstarrung löste sich erst durch das Auftreten eines Angreifers, mit dem niemand rechnen und den vor allem niemand abwehren konnte: die Pest. In den Jahren 541 und 542 überzog eine große Epidemie den gesamten Bereich und tötete zahllose Menschen. In der Folge brachen Teile der Administration und des Militärs in beiden Reichen zusammen, so daß weder Byzanz noch der Iran die Lage für sich nutzen konnten.

Dadurch kam ein politisch-militärischer Faktor ins Spiel, der bis dahin kaum Bedeutung besessen hatte: arabische Stämme, die beide Seiten als Hilfstruppen und Vasallen nutzten, und die sich plötzlich ohne Beschäftigung, ohne Bezahlung und ohne Kontrolle sahen und das nutzten, um Vorstöße über ihren eigentlichen Bereich hinaus zu unternehmen. Die genauen Umstände, die dazu führten, sind unbekannt, nur so viel ist gewiß, daß 637 arabische Truppen Jerusalem und das Heilige Land besetzten.

In der Folge traten diese Armeen zum Angriff auf die benachbarten Gebiete an und überrannten in Kürze Ägypten und Nordafrika, Syrien und die nordwestlich gelegenen Territorien unter der Kontrolle von Byzanz, das Zweistromland und dann den Iran bis zu den Grenzen Indiens und Chinas.

Während das Sassanidenreich vollständig vernichtet wurde, blieb von Byzanz wenigstens ein Rumpf, aber der war in den folgenden Jahrhunderten bis zum endgültigen Untergang 1453 immer neuen Angriffen derjenigen ausgesetzt, die sich jetzt als „Moslems“ verstanden. Diese betrieben zwar anfangs eine Politik der Segregation gegenüber den Unterworfenen, gingen aber mittelfristig dazu über, die Mission mit der militärischen Eroberung zu verknüpfen und eine Art neues „Volk“ zu schaffen, die Umma der Gläubigen, die im steten Kampf gegen die Ungläubigen die Botschaft des Propheten verbreitete.

Viele innere Widersprüche der islamischen Lehre und Praxis lösen sich auf, wenn man der Interpretation Hollands folgt. Bestechend ist aber vor allem seine These, daß der Erfolg des Arabersturms sich dadurch erklärt, daß seine Führer das oben skizzierte Modell „Ein Gott – eine Lehre – ein Glaube – ein Herrscher“ übernahmen und perfektionierten. Vorausgesetzt, der Islam war nicht im eigentlichen Sinn die Religion Mohammeds, sondern die „Religion Abd el-Maliks“, dann hatte diese Schöpfung gegenüber den konkurrierenden den Vorzug größerer Stringenz, Verbindlichkeit, Schlichtheit und Effizienz. Auch in dieser Hinsicht ähnelte der Islam der Struktur des alttestamentlichen Judentums, das tatsächlich auf der Arabischen Halbinsel für einen kurzen Moment der Geschichte als denkbare Alternative erschien, dann aber wieder verschwand, so daß der Islam für die kommenden Jahrhunderte als der eigentliche Sieger erschien.

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nachzulesen bei Junge Freiheit Nr. 04-2013

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Im Schatten des Schwertes - Mohammed und die Entstehung des arabischen Weltreichs

 

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Das Jahr 1880 erlebte die Veröffentlichung eines Buchs, das als wichtigste jemals geschriebene Einzelstudie zum Islam gilt. Es wurde einem jungen jüdisch-ungarischen Forscher namens Ignaz Goldziher und mit dem etwas unscheinbaren Titel Mohammedanische Studien auf Deutsch geschrieben; darin heißt es, dass den Hadithen, dem riesigen Korpus an dem islamischen Propheten Mohammed zugeschriebenen Aussprüchen und Taten historische Echtheit fehlt.

Statt verlässliche Einzelheiten über Mohammeds Leben zu liefern, wies Goldziher nach, kamen die Hadithe zwei oder drei Jahrhunderte später in Diskussionen über das Wesen des Islam auf.

(Das ist so, als würden die heutigen Amerikaner über den heiß umstrittenen Zweiten Verfassungszusatz zum Recht Waffen zu tragen diskutierten, würden diese Zi

indem sie behaupten mündliche Überlieferungen entdeckt zu haben, die auf George Washington und Thomas Jefferson zurückgehen. Offensichtlich

tate uns nicht über vor 225 Jahren Gesagtes in Kenntnis setzen, sondern über heutige Ansichten.)

Ein Portrait von Ignaz Goldziher.

Seid Goldzihers Tagen haben Forscher diesen Ansatz aktiv verfolgt und eine vollständige Darstellung der frühen islamischen Geschichte vertieft und entwickelt – eine, die fast jedes Detail des Lebens Mohammeds, wie es herkömmlich nachvollzogen wird, anficht: 570 n.Chr. geboren, 610 die erste Offenbarung, 622 Flucht nach Medina, gestorben 632.

Doch diese revisionistische Geschichte ist praktisch ein Geheimnis der Spezialisten geblieben. Zum Beispiel schrieben Patricia Crone und Michael Cook, Autoren der Übersicht Hagarism (Cambridge University Press 1977) bewusst blumig und versteckten die Botschaft damit.

Der Buchdeckel von Hagarism.

Jetzt haben aber zwei Forscher unabhängig von einander diese Geheimnistuerei beendet: Tom Holland mit In the Shadow of the Sword (Im Schatten des Schwertes) und Robert Spencer mit Did Muhammad Exist?(Gab es Mohammed überhaupt?). Wie ihre Titel nahe legen, ist Spencer der unerschrockenere Autor, also konzentriere ich mich hier auf ihn.

Seine gut geschriebene, nüchterne und klare Schilderung beginnt er mit der Darstellung der Ungereimtheiten und Rätsel der herkömmlichen Schilderungen zu Mohammeds Leben, dem Koran und dem frühen Islam. Ein Beispiel: Während der Koran darauf besteht, dass Mohammed keine Wunder wirkte, schreiben ihm die Hadithe wundertätige Kräfte zu – Vermehrung von Essen, Heilung Verletzter, dass er Wasser aus dem Boden und dem Himmel zog und sogar Blitze aus seiner Spitzhacke schickte. Was denn nun? Die Hadithe geben an, dass Makka eine Handelsstadt war, doch die historischen Belege offenbaren, dass dies nicht zutrifft.

Die christlichen Eigenschaften des frühen Islam sind nicht weniger merkwürdig, inbesondere „Spuren eines christlichen Textes, der dem Koran zugrunde liegt“. Richtig verstanden verdeutlichen diese Spuren ansonsten unverständliche Abschnitte. Herkömmlich gelesen hört Maria in Sure 19,24 unsinnigerweise, während sie Jesus gebiert: „Sei nicht traurig. Dein Herr hat dir ein Bächlein fließen lassen.“ Revisionisten überführen dies in das Sinn machende (und christlich fromme): „Sei nicht traurig, dein Herr hat deine Entbindung legitim gemacht.“ Rätselhafte Verse zur „Nacht der Macht“, die an Mohammeds erste Offenbarung erinnern, machen Sinn, wenn sie als Beschreibung von Weihnachten verstanden werden. Sure 97 des Koran lädt die Leser erstaunlicherweise zu einem Abendmahl ein.

Der Buchdeckeln von Did Muhammad Exist?

Auf dieser christlichen Grundlage aufbauend postulieren die Revisionisten eine radikal neue Schilderung des frühen Islam. Aus der Feststellung, dass Münzen und Inschriften aus dem siebten Jahrhundert weder Mohammed, noch den Koran, noch den Islam erwähnen, schließen sie, dass die neue Religion nicht bis etwa 70 Jahre nach Mohammeds angenommenem Tod aufkam.

Spencer stellt fest: „Das erste Jahrzehnt der arabischen Eroberungen zeigt, dass die Eroberer nicht am Islam festhalten, sondern an einem vagen Bekenntnis [dem Hagarismus, der sich auf Abraham und Ismael fokussiert] mit Verbindungen zu einer Art Christentum und Judentum.

“ Sehr kurz gesagt: „Der Mohammed der islamischen Tradition existierte nicht; oder er war, wenn er denn existierte, erheblich anders als ihn die Tradition dargestellt“ – nämlich ein antitrinitarisch-christlichen Rebellenführer in Arabien.

Erst um 700 n.Chr., als die Herrscher eines nun riesigen arabischen Reiches das Gefühl hatten eine einende politische Theologie zu benötigen, schusterten sie die islamische Religion zusammen. Die Schlüsselfigur dieses Unternehmens scheint Hajjaj ibn Yusuf, der brutale Gouverneur des Irak gewesen zu sein. Kein Wunder, schreibt Spencer, dass der Islam „solch eine ungemein politische Religion“ mit einzigartig herausstechenden kriegerischen und imperialen Qualitäten ist. Kein Wunder, dass er mit modernen Gepflogenheiten auf Kriegsfuß steht.

Die revisionistische Schilderung ist keine unproduktive akademische Übung, sondern, so wie beim Judentum und Christentum, die vor 150 Jahren auf die historisch-kritische Methode trafen, eine schwerwiegende, verunsichernde Herausforderung des Glaubens.

Sie wird wahrscheinlich den Islam als weniger buchstäblich ausgelegte und doktrinäre Religion mit in seinem Fall besonders vorteilhaften Folgen hinterlassen, der immer noch im Sumpf der Doktrinen des Suprematismus und Frauenhasses versinkt. Also Applaus für das Vorhaben Did Muhammad Exist? in wichtige muslimische Sprachen zu übersetzen und gratis im Internet zur Verfügung zu stellen.

Möge die Revolution beginnen.

Daniel Pipes ist Direktor des Middle East Forum und forscht an der Hoover Institution der Universität Standford. © 2012 by Daniel Pipes. Alle Rechte vorbehalten

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http://de.danielpipes.org/11284/enttarnung-fruehen-islam

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