Zweiter Weltkrieg — nach Fakten und Erlebnissen…..und nicht nach Schulbüchern Antwort

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  • Leutnant Will Seelmann-Eggebert erinnert sich…Abwehrkampf im Osten

  • Geschichte–vor 70 Jahren–Als der Feuersturm über Hamburg hinwegfegte

  • Willy Bernau erlebte Stalingrad von Anfang bis Ende

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fackeln , reihe

Leutnant Will Seelmann-Eggebert erinnert sich…Abwehrkampf im Osten

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Leutnant Will Seelmann-Eggebert

Will Seelmann-Eggebert als junger Soldat: Fast hätten ihn die Sowjets schon beim ersten Einsatz erwischt

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Endlich erreichen wir unsere Truppe und werden ei-I nem Bataillon, aber verschiedenen Kompanien zugeteilt. Gelegentlich sehen wir uns beim Essenholen, einmal beim Bataillonskommandeur. Es ist der Major Wilhelm Moritz Freiherr von Bissing, ehemaliger Professor der Nationalökonomie, meinem Vater gut bekannt. Als eine russische „Nähmaschine“ in der Luft surrt, springt er urplötzlich durchs Fenster der Kate in ein davor gegrabenes Deckungsloch: Wir gucken uns verdutzt an. Später werde ich ihn in Gefangenschaft Wiedersehen, und zwar als von allen verachtetes Mitglied des „Nationalkomitee Freies Deutschland“, das – obwohl er andere auftragsgemäß denunziert hat -selbst zu 25 Jahren verurteilt ist. Wenn er sich dann zu mir setzen will, wechsele ich den Tisch.

Nach unserer Heimkehr lasse ich ihn bei einem Vortrag an der Uni Hamburg hochgehen, die Heimkehrer-Zeitung berichtet darüber unter der Überschrift: „Roter Oberst unerwünscht“. Die Johanniter und der Traditionsverband seines Regimentes stoßen ihn aus. Aber all das kann ich mir als junger Fahnenjunker 1941 noch nicht im geringsten vorstellen. *

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komplette Geschichte als PDF-Datei

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Will Seelmann-Eggebert

fackeln , reihe

in steter Erinnerung an die Opfer eines Krieges gegen die Zivilbevölkerung und zivile Wohngebiete…….

die angegebene Opferzahl soll 3x- so hoch gewesen sein—was der Realität näher kommt.

in steter Erinnerung aber auch an den Massenmörder und Deutschenfeind Churchill und seiner Marionette

Harris…….vergessen werden wir nie….ihr habt unsere Verwandten, Bekannten, Freunde und Landsleute, unbewaffnet,

sinnlos, einem grausamen Tod ausgeliefert………

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Vor 70 Jahren wurde die Hansestadt das Ziel der bis dahin schwersten Bombenangriffe des Zweiten Weltkrieges

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hamburg.

medien, audioAudio Player

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Der Feuersturm, der sich in Hamburg während einer der Angriffsnächte vom Sommer 1943 ent­wickelte, ist ein bis heute einzigartiges Phänomen der Luftkriegsgeschichte. Mit der Schilderung der sogenannten „Operation Gomorrha“ aus der Perspektive der Opfer soll nicht nur ihrer gedacht, sondern zugleich exemplarisch an das Leid aller erinnert werden, die den alliierten Bombenhagel zu erdulden hatten. Dies ist das Gebot einer Zeit, in der deutsche Opfer aus politischen Gründen verschwiegen, verleugnet oder die Verlustzahlen nach unten „korrigiert“ werden.

In der Nacht vom 24. auf den 25. Juli 1943 sitzen die Hamburger bis spät in ihren Gärten, auf Terrassen und Balkonen. Morgen ist Sonntag, da kann man die schöne Sommernacht noch lange genießen. Wenn jetzt nur kein Alarm kommt. Bloß nicht noch in den muffigen Keller. Eine halbe Stunde nach Mitternacht heulen die Sirenen. Fliegeralarm! Abwarten, es wird schon nichts passieren. So oft hat es schon Alarm gegeben und dann sind die Bomber doch an Hamburg vorbeigeflogen. Im Rundfunk meldet sich Staatssekretär Georg Ahrens, wegen seiner ruhigen Stimme „Onkel Baldrian“ genannt: „So, liebe Hamburger, nun wird es aber wirklich Zeit, in den Keller zu gehen.“ Na, wenn der es sagt, dann wollen wir mal. Es wird ja wohl nicht lange dauern.

Die Hamburger haben bereits 137 Luftangriffe überstanden, ohne dass es zu großflächigen Zerstörungen gekommen ist. Doch etwas ist diesmal anders. Ein unheimliches Dröhnen liegt in der Luft. Sie spüren, dass sich Schlimmes über ihnen zusammenbraut. Eine gewaltige Bomberflotte ist über der Stadt. Die Hamburger wissen nicht, dass der britische Premierminister Winston Churchill seinem Bomberchef Arthur Harris den Auftrag gegeben hat, ihnen mit einer Reihe „rollender“ Großangriffe einen Jahrhundertbrand (centennial conflagration) zu bescheren. Den hatte Churchill eigentlich für den Sommer 1942 zum 100. Jahrestag des verheerenden Stadtbrandes von 1842 geplant, wegen eines Unwetters waren die Maschinen damals aber zu anderen Zielen umgeleitet worden. Allein der Deckname für die „Operation Gomorrha“ ist Programm: „Der Herr ließ Schwefel und Feuer regnen vom Himmel herab auf Sodom und Gomorrha und vernichtete die Städte und die ganze Gegend und alle Bewohner.“ So steht es in der Bibel. Harris hat sich eine ebenso brutale wie effiziente Taktik ausgedacht, um dieses Schreckensszenario Wirklichkeit werden zu lassen: Die erste Welle wirft Sprengbomben und Luftminen, welche die Dächer abdecken und die Stock­werke durchschlagen. Dann fallen Phosphorkanister und Stabbrandbomben und entzünden die hölzernen Dachstühle, Treppenhäuser und Böden, so dass die Häuser in kürzester Zeit vollständig aufbrennen. Die letzte Welle vollendet das Vernichtungswerk, indem sie erneut Sprengbomben und Bomben mit Verzögerungszünder wirft, um Lösch- und Rettungsarbeiten zu verhindern.

Als die ersten Flugzeuge auftauchen und zur Zielmarkierung ihre „Tannenbäume“ setzen, ist klar: Der Angriff gilt dem Hamburger Westen. Aber warum schießt die schwere Flak nicht? Deren Bedienungen stehen ratlos vor ihren Radargeräten. Statt der Ortungssignale feindlicher Bomber nur wirr zuckende Blitze auf den Schirmen. Die Briten haben Millionen von Stanniolstreifen abgeworfenen, die nun alle ein Signal erzeugen. Eine ebenso geniale wie simple Methode, die Flugabwehr blind zu machen. Die kann jetzt nur noch ungezieltes Sperrfeuer schießen. Nahezu ungestört werfen insgesamt 791 Flugzeuge über 2300 Tonnen Bomben ab. Es entsteht ein Großfeuer bislang nicht gekannten Ausmaßes. Nach zweieinhalb Stunden kommt die Entwarnung. Die Stadtteile Altona, St. Pauli, Hoheluft, Eimsbüttel und die Innenstadt sind in weiten Teilen zerstört. In den Trümmern liegen etwa 1500 Tote – das sind rund 100 mehr, als alle bisherigen Luftangriffe zusammen gefordert haben. Die Hamburger trösten sich: Schlimmer kann es eigentlich nicht mehr kommen.

Die Lösch- und Bergungsarbeiten sind noch im vollen Gange, als am frühen Sonntagnachmittag rund 100 US-amerikanische Maschinen den Hafen anfliegen und dort beträchtlichen Schaden anrichten. Die Nacht bleibt ruhig, doch am nächsten Morgen kommen die US-Bomber zurück und greifen erneut die Werften und Kaianlagen an. Insgesamt sind 150 Tote zu beklagen. Nun wird den Hamburgern klar: Die Tagesangriffe sind gegen kriegs- und rüstungswichtige Ziele gerichtet, die nächtlichen Massenangriffe der Briten dagegen sollen die Wohngebiete der Arbeiter auslöschen.

Dienstag, der 27. Juli, ist kaum angebrochen, da gibt es wieder Fliegeralarm. Über der Stadt erscheinen aber nur sechs britische Störflugzeuge, die zwei Bomben abwerfen. Ihr Einsatz hat den einzigen Zweck, die Bevölkerung in die Schutzräume zu zwingen und sie „auf dem Sprung“ zu halten. Tagsüber bleibt es ruhig. Es ist außergewöhnlich heiß. Selbst nach Sonnenuntergang fällt das Thermometer nicht unter 30 Grad. Die Hamburger blicken sorgenvoll zum Himmel.

Um 23.40 Uhr heulen die Sirenen. Wer einen Platz in einem der 139 Luftschutzbunker ergattert, hat kaum etwas zu befürchten. Die Bauten sind bombensicher und gasdicht, verfügen über Strom, Wasser und Lüftung. Hier, in den knapp 1500 öffentlichen Luftschutzräumen sowie den splittersicheren „Sonderbauten“ finden aber nur 500000 der über 1,7 Millionen Einwohner Platz. Die meisten Hamburger suchen in ihrem befestigten Hauskeller Schutz.

In dieser Nacht lösen 739 britische Bomber genau 1464 Tonnen Spreng- und 975 Tonnen Brandbomben über den dicht besiedelten Arbeitervierteln östlich der Alster. Der Hauptangriff dauert nur 15 Minuten – Zeit genug, einen bis dahin nie beobachteten Flächenbrand zu entfachen. Die Menschen in ihren heimischen Hauskellern ahnen noch nichts vom Ausmaß der Katastrophe. Sie fühlen sich sicher. Die Decke ist mit Holzbalken unterzogen und durch Stempel abgestützt. Was kann da schon passieren? Doch dann lässt ein Einschlag den Keller in seinen Grundfesten erbeben. Die Kerze verlöscht, Putz rieselt von der Decke. Der Hauswart mahnt: „Beruhigt euch, Nachbarn. Es ist doch nichts passiert. Der Angriff ist bald vorüber.“ So wird es sein. Schließlich hat man schon viele Nächte im Keller heil überstanden.

Plötzlich hebt ein unheimliches Heulen an. Die Menschen ahnen nicht, dass sich gerade zwei physikalische Phänomene zu einem neuen, einzigartigen Phänomen vereinen. Man kennt den thermischen Wind, der bei Großfeuern entsteht. Die erwärmte Luft steigt wie in einem Kamin auf und zieht durch den Sogeffekt und den Bedarf an Verbrennungssauerstoff frische Luft nach sich, die das Feuer schürt. In dieser Nacht liegt wegen der hochsommerlichen Temperaturen zusätzlich eine Hitzeglocke über der Stadt. Vom Feuer weiter erwärmt, steigt die gewaltige Luftmasse auf und verstärkt den Schloteffekt. Thermische und atmosphärische Luftbewegung steigern sich im Zusammenspiel zum Orkan, dem alles verzehrenden Feuersturm, der mit Geschwindigkeiten von bis zu 270 Kilometern pro Stunde durch die Straßenschluchten rast.

In den Luftschutzkellern wird es immer heißer, Rauchgase dringen ein, der Sauerstoff wird knapp. Kinder schreien, Frauen weinen und selbst hartgesottene Männer lernen in diesen Stunden das Beten. „Vater unser, der du bist …“ Der Rest erstirbt in einer infernalischen Detonation. „Licht, macht doch Licht“, ruft einer. Die Besonnenen mahnen zum Aufbruch. „Wir müssen hier raus. Wenn der Ausgang erst einmal verschüttet ist, werden wir alle umkommen.“ Der Hauswart versucht, die Tür zu öffnen. Sie ist vom Luftdruck verzogen. Kräftige Hände packen zu, öffnen sie einen Spalt. Es ist, als blick­te man durch das Feuerloch eines Ofens. Draußen nichts als Flammen und tosende Glut. Es kostet unmenschliche Überwindung, sich aus der vermeintlichen Sicherheit des Hauskellers in dieses Inferno hinauszubegeben. Die Hälfte wagt den Sprung ins Ungewisse. Für die Zurückbleibenden wird der Raum zur Todesfalle. Die Hitze steigert sich ins Unerträgliche. Die Menschen reißen sich die Kleider vom Leib. Ein dumpfes Grollen zeugt vom Einsturz des Hauses über ihnen. „Wir wollen raus“, schreien die Frauen. Die Männer öffnen die Tür, doch der Ausgang ist durch Trümmer versperrt. Die letzte Kerze liegt längst zertreten am Boden. Ein Durchbruch zum Nachbarkeller, das ist die Rettung. Kaum ist ein kleines Loch geschlagen, der Ruf: „Gaas!“ Schnell ein paar Kleidungsstücke hinein gestopft. Doch es ist zu spät. Lautlos dringt der Tod durch die Ritzen. „Ihr müsst wach bleiben, nicht einschlafen!“, mahnt der Hauswart. Der Irrsinn bemächtigt sich der Eingeschlossenen. Ein Soldat, der glaubte, schon alle Höllen auf Erden an der Front erlebt zu haben, greift zur Waffe und macht ein Ende. Was die anderen durchleiden, bis sie endlich von dem Grauen erlöst sind, entzieht sich jeder Vorstellungskraft. Als die Bergungskräfte Tage später in den Raum vordringen, liegt die Hausgemeinschaft fast friedlich da, wie vom Schlaf übermannt. Im Nachbarkeller hat das eindringende Feuer den Raum in ein Krematorium verwandelt. Und einen Keller weiter wiederum liegen die Menschen von der Hitze auf die Größe von Puppen geschrumpft in den Luftschutzbetten.

Die Straße ist ein einziger Glutofen. Bomben explodieren, Trümmer und Splitter fliegen durch die Luft, Phosphor tropft herab, überall dichtes Funkengestöber, kollabierende Fassaden stürzen in den Weg, die Atemluft wie glühende Lava. Nach links oder nach rechts? Links steht eine Feuerwand, da gibt es kein Durchkommen. Also nach rechts. Der Orkan ist so stark, dass man sich streckenweise nur kriechend fortbewegen kann. Kinder werden ihren Müttern aus den Armen gerissen und ins Feuer gesogen, selbst kräftige Männer wirft es von den Beinen. Hier erschlägt eine Hauswand eine Familie, dort stürzt ein Mensch und steht binnen eines Augenblicks in hellen Flammen, ein Stück weiter reißt eine Explosion eine Gruppe in Stücke. Dort, der Straßenbahnwagen gibt für einen Moment Deckung. Dicht an den Boden gekauert kann man noch atmen, die heiße Luft schmerzt in den Lungen. In dem Wagen sitzen Menschen, so, als würden sie auf die Abfahrt warten. In ihnen ist kein Leben mehr, der Hitzetod hat es ausgelöscht. Weiter, weiter, nur nicht stehen bleiben. Wer keinen Überlebenswillen hat, ist verloren. Immer mehr Alte und Schwache bleiben zurück. Sie setzen sich einfach hin und ergeben sich ihrem Schick­sal. „Geht, lasst mich zurück und rettet euch.“ Ein letzter Blick, man weiß, dass man sich nie mehr wiedersehen wird. Die anderen laufen weiter. Augenblicke entscheiden über das Überleben. Eine Straßenkreuzung. Die ersten kommen noch durch, doch dann fegt ein Feuerwirbel um die Ecke und verbrennt, einer riesigen Lötflamme gleich, die Nachfolgenden binnen Sekunden zu Asche.

Weiter, nur weiter. Zum Sportplatz. Eine große freie Fläche. Da kommt das Feuer bestimmt nicht hin und es gibt Luft zum Atmen. Ein fataler Irrtum. Am anderen Morgen findet man dort hunderte äußerlich unversehrte Leichen. Alle an Atemnot zugrunde gegangen. Oder doch besser zum Kanal. Wasser kann nicht brennen. Also hinein. Doch auch das ist nur der Sprung von einer Hölle in die nächste. Die Strahlungshitze versengt die Haare und verbrennt das Gesicht, Flammen schießen aus den Häusern am Ufer, der Sturm treibt Funken über das Wasser und Trümmer fallen herab. Untertauchen, wieder auftauchen, ein paar Atemzüge nehmen und wieder untertauchen. Selbst geübte Schwimmer verlassen die Kräfte und viele tauchen nicht mehr auf. Ertrunken mitten im Feuer.

Der sonst so erlösende Klang der Entwarnung verhallt im Prasseln des Feuers, das noch stundenlang tobt. Seit dem Alarm sind drei, seit dem ersten Anflug noch nicht einmal zwei Stunden vergangen. Die Stadtteile Hammerbrook, Borgfelde und Rothenburgsort sind vollständig, Hamm, Billbrook, Eilbek und Hohenfelde größtenteils vernichtet. Auch St. Georg, Barmbek und Wandsbek sind schwer getroffen. Über der Stadt liegt eine sieben Kilometer dicke Rauchglocke, die selbst die Mittagssonne nicht zu durchdringen vermag. Diejenigen, die der Apokalypse entronnen sind, schleppen sich aus der Todeszone – teilnahmslos und schicksalsergeben. Viele sind verletzt, haben Brandwunden, sind in Fetzen gekleidet oder auch nur in eine Gardine oder eine Decke gewickelt, weil sie sich die brennende Kleidung vom Leib gerissen haben. Ein Mann hält eisern einen Zinkeimer umklammert. Ein anderer, der ihn stützen will, fährt ihn an: „Nun lassen Sie doch endlich das Ding los.“ „Aber das sind doch meine Frau und meine Tochter.“ Ein Eimer voll Asche. Fast eine Million Menschen fliehen aus der Stadt, weil sie ihre Wohnung verloren oder Angst vor weiteren Angriffen haben.

Sie tun gut daran, denn noch hat Hamburg es nicht überstanden. Am 29. Juli, es ist zwei Minuten vor Mitternacht, gibt es erneut Fliegeralarm, denn 726 britische Maschinen sind im Anflug. Diesmal liegt der Angriffsschwerpunkt in Barmbek, Winterhude und Uhlenhorst. Wieder stehen ganze Stadtviertel in Flammen, Barmbek wird fast vollständig zerstört. Wegen der vorangegangenen Massenflucht und weil der vernichtende Feuersturm ausbleibt, gibt es bei diesem Großangriff jedoch weit geringere Verluste. Dennoch finden etwa 1000 Menschen den Tod. Allein im Luftschutzraum des Kaufhauses Karstadt gehen alle 370 Insassen an Kohlenoxydvergiftung zugrunde, als der Ausgang verschüttet wird und im Nachbarkeller eingelagerte Kohlen in Brand geraten. Der siebente und letzte „Gomorrha“-Angriff in der Nacht vom 2. auf den 3. August fällt buchstäblich ins Wasser. Über Norddeutschland tobt ein Gewitter, so dass die meisten der 740 britischen Flugzeuge abdrehen und ihre Bomben ungezielt oder über unbewohnten Gebieten abwerfen müssen.

Hamburg liegt in weiten Teilen in Schutt und Asche. Über 277000 Wohnungen, 2600 Gewerbebetriebe, 580 Industriebetriebe, 24 Krankenhäuser, 277 Schulen, 80 Militäranlagen und 58 Kirchen sind dahin. Allein das Totalschadensgebiet der Feuersturmnacht ist über 13 Quadratkilometer groß. In den kommenden Monaten werden von den Straßen, aus Kellern und Ruinen exakt 31647 Leichen geborgen, von denen 15802 identifiziert werden können. Sie weisen alle Formen und Stadien physischer Vernichtung auf. Verbrannt, versengt, verascht, gesotten, zerfetzt, zerschmettert, zerdrückt, erstickt, vergast. Auf dem Hauptfriedhof Ohlsdorf haben sie in einem Massengrab ihre letzte Ruhestätte gefunden. Von der Annahme ausgehend, dass nicht alle Toten geborgen werden konnten, gilt eine Zahl von insgesamt 34000 Todesopfern als realistisch. Sie ist quellenmäßig so gut gesichert, dass sie bis heute nicht in Zweifel gezogen wird.

Zwei Jahre später. Der Krieg ist vorbei. Ein Leutnant der Royal Air Force steuert seinen Jeep auf einen Trümmerhügel. Er erhebt sich aus dem Sitz, lässt den Blick über die Trümmerwüste streifen. Ein Schatten tritt in seine Augen, dann schließt er sie wie unter dem Eindruck eines Schmerzgefühls, lässt sich auf den Sitz zurückfallen und sein Kopf sinkt auf das Steuer. Er hat in jenen Nächten seine Bomben über Hamburg gelöst. Nun sieht er zum ersten Mal die Auswirkungen seines Werkes. Tatsächlich hat es diesen Offizier nie gegeben. Er ist lediglich eine Figur aus Norbert

Jacques’ Erzählung „Atabaska“. Der Autor schreibt dazu, dass er die Begebenheit frei erfunden habe. Und er schließt: „Aber ich hoffe, dass sie dennoch wahr sei.“

Jan Heitmann

nachzulesen bei preussische-allgemeine-zeitung 30-2013

reihe

Panzerwaffe kursk

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Letzte Großoffensive im Osten

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Audio Player

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Vor 70 Jahren startete die Wehrmacht an der Ostfront einen massiven Angriff auf den sowjetischen Frontbogen um die russische Stadt Kursk mit dem Ziel, starke sowjetische Verbände in diesem Raum einzukesseln sowie die 2500 Kilometer lange Frontlinie zu verkürzen und dadurch eine größere Zahl an gepanzerten Verbänden freisetzen zu können. Diese sollten die schlagkräftige Einsatzreserve bilden, die angesichts der Invasionsgefahr in Süd- und Westeuropa benötigt wurde. Diese Operation namens „Zitadelle“ gilt als letzte deutsche Großoffensive im Krieg gegen die Sowjetunion.

Tigerpanzer.

voller Artikel unter

http://deutschelobby.com/2013/07/05/geschichte-1943-vor-70-jahren-versuchte-die-wehrmacht-mit-dem-unternehmen-zitadelle-krafte-fur-andere-fronten-freizusetzen/

reihe

Soldaten

Ein Augenzeuge berichtet. Er entlarvt die offizielle Geschichtsschreibung als gewollt gefälscht.

Er verabscheut den Geschichtsschreiber/Fälscher Knopp als deutschfeindlichen Verfasser von Büchern und DVDs, sowie TV-Medien…..

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Kameraden Soldaten

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AUDIO

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Einst war er einer von Tausenden, heute gehört er zu jenem etwa halben Dutzend Veteranen, die noch leben und gesund sind.

Herr Bernau, warum sind Sie dieser Tage nicht bei „Lanz“ oder „Maischberger“ im Fernsehen zu sehen?

Bernau: Ach wissen Sie, vor Jahren erhielt ich einen Anruf aus Leipzig … das war wohl der Mitteldeutsche Rundfunk? … man wolle mich zu Stalingrad interviewen. Aber dann fragten sie, ob ich auch etwas zum Thema „Nationalkomittee Freies Deutschland“ sagen könne. „Nee“, sagte ich, „zu den Verrätern fällt mir nichts ein.“ Da legten sie einfach auf.

Dort sammelten sich deutsche Soldaten, die in Gefangenschaft zum Kommunimus übergelaufen waren.

Bernau: Für uns waren das Verräter, das ist nun mal so. Aber so eine Meinung will man heute nicht mehr hören.

Warum nicht?

Bernau: Weil nicht verstanden wird, daß wir für Deutschland gekämpft haben, nicht für Hitler. Ich kann das sagen, denn ich war nicht mal in der Hitlerjugend. Mein Vater hatte es mir verboten, obwohl ich geweint habe, denn die machten dort diese Geländespiele. Aber er war kaisertreu, und so konnte unsere Familie die Nazis nicht leiden.

Sind Sie stolz darauf, in Stalingrad gekämpft zu haben?

Bernau: Stolz? Nein, aber wir sind stolz, unsere Pflicht getan zu haben! Das ist es, was niemand mehr versteht. Es liegt wohl daran, daß es heute kaum noch Patriotismus gibt, so fehlt das Verständnis.

Enttäuscht Sie das mangelnde Interesse?

Bernau: Nein, man kann das wohl nicht erwarten. Um ehrlich zu sein, ich habe meinen Vater auch nicht nach seinen Erlebnissen im Ersten Weltkrieg gefragt.

Ihre Kinder haben kein Interesse?

Bernau: Leider nein. Allerdings habe ich hier im Ort einen Abiturienten – der interessiert sich sehr. Das freut mich natürlich ganz mächtig! Ach, das ist so ein netter Kerl! Er kommt immer sonnabends um vier. Dann befragt er mich und nimmt das mit seiner Kamera auf. Er hat davon auch eine DVD gebrannt. Der Junge ist mir eine große Freude. Ihm kann ich offen erzählen, wie es war, nicht so, wie es heute oft in den Medien gezeigt wird.

Inwiefern?

Bernau: Die zeigen alles so unfair, wenn nicht gar verlogen. Wenn ich schon den Namen Knopp höre … Du liebe Zeit! Der bringt doch alles durcheinander!

Zum Beispiel?

Bernau: Der bringt unsere Landser doch immer wieder in Mißkredit! Ich kann Ihnen sagen, der Knopp ist bei uns allen vollkommen unten durch! Sind Sie etwa ein Kollege von ihm?

Ich kenne ihn nicht persönlich.

Bernau: Gut, denn ich nehme deshalb auch kein Blatt vor den Mund.

Uns wollten Sie zuerst auch kein Interview geben.

Bernau: Man weiß ja nie, dann wird hinterher wieder alles verdreht und entstellt, was ich zu erzählen habe.

Was haben Sie denn zu erzählen?

Bernau: Was wollen Sie denn wissen?

Wie fing es an?

Bernau: Wie fing es an? Bei Rußland denkt man ja an Eis und Schnee. Doch angefangen hat es mit unserem Vormarsch an den Don im Sommer 1942, bei brütender Hitze und schweren Kämpfen unserer Batterie gegen russische Panzer. Keiner ahnte, was Stalingrad einmal für uns bedeuten würde.

Dort traf Ihre Einheit Mitte August ein.

Bernau: Ich kam sogar bis hinunter an den Fluß und dachte damals: „Mein Gott, jetzt stehst du an der Wolga!“ Ich zog die Stiefel aus und ließ die Füße ins Wasser hängen, damit ich zu Hause erzählen könnte, ich habe in der Wolge gestanden. Das war im Norden, im Industriegebiet Stalingrads, wo wir die Stadt bis zum Fluß abgeriegelt hatten. Ich stand neben einem ausgebrannten Traktorenwerk nachdenklich am Ufer, blickte auf die Stadt und fragte mich, was sein würde, wenn der Winter kommt – die Truppe war ohne Winterbekleidung.

Rasch sank das Thermometer auf minus fünfzehn bis dreißig Grad.

Bernau: In einer Nacht waren es sogar minus vierzig! Mit Schließung des Kessels gab es nur noch fünfzig Gramm Brot pro Tag und Suppe mit Pferdefleisch. Tatsächlich starben Kameraden an Hunger, Kälte und Entkräftung, entsetzlich! Daß ich das überlebte, habe ich dem Tod eines anderen zu verdanken: Ich war Fahrer einer Zugmaschine DB 10, und einmal stand ein Kamerad mit einem Beutel am Wegesrand im Schnee und bat schwächlich, ich solle ihn mitnehmen. „Was hast du in dem Beutel?“ „Konserven.“ „Dann gehört aber eine davon mir!“ „Nein“, antwortete er, „alles meins, meins, meins!“ Ich nahm ihn dennoch mit, aber als wir ankamen, war er auf der Rückbank erfroren. Die DB 10, müssen Sie wissen, hatte kein Führerhaus, sondern war offen. So war seins jetzt doch meins, das hat mich gerettet. Ebenso wie das Kommißbrot, die zwei Würste und der Eimer Honig, die ich später in einem deutschen Verpflegungslager gefunden habe und die ich gut versteckt hielt. Ich konnte den Fund nicht teilen, sonst hätte ich nicht überlebt. Es war schrecklich.

Ebenso wie die Kämpfe.

Bernau: Natürlich. Das Schlimmste war, als der ausrangierte Bus, in dem unsere Gruppe untergezogen war, einen Volltreffer erhielt. Ich überlebte nur, weil ich ganz hinten saß. Nach der Explosion hörte ich einen getroffenen Kameraden nach mir schreien und dann verstummen. Ein anderer hing aufrecht in der Tür, er wollte noch etwas sagen, aber dann starb er. Wir Überlebenden zogen weiter, aber die Hoffnung schwand.

Als gespenstisch beschreiben Sie Ihre Begegnung mit einem Flugzeug.

Bernau: Ja, plötzlich war da ein großes Feuer inmitten vieler, vieler Soldaten. Als wir näher kamen erkannten wir, Landser hatten ein Blockhaus angezündet und etwa fünfhundert Kameraden standen, saßen, knieten darum herum, sich wie an einem riesigen Lagerfeuer wärmend. Dann kam die Nacht und plötzlich hörten wir Motoren. Ein deutsches Ju- 52-Transportflugzeug tauchte auf, zog dicht über uns hinweg und warf Ladung, vermutlich Brot, ab. Doch wir konnten die Pakete nicht mehr erreichen. Die Maschine wackelte schließlich mit den Flügeln und entschwand – das war wie ein letzter Gruß: „Lebt wohl Kameraden!“ Was wir dabei fühlten, läßt sich nicht beschreiben.

Dann kam …

Bernau: … die Gefangenschaft, ja. Es war allen klar, daß es jetzt zu Ende ging. Ich hatte noch eine Dose Bohnen und die erwärmte ich auf meinem Esbit-Kocher. Als ich aufschaute, stand da plötzlich ein russischer Offizier. Ich starrte ihn an, aber er fragte nur ganz ruhig: „Was machst du da?“ Ich unsicher: „Kuschet“, zu deutsch: „Essen“ Da meinte er: „Iß erst mal fertig und dann antreten.“ Das war’s. Kein „Dawai, dawai!“, kein „Ruki werch!“, zu deutsch: „Hände hoch!“ Das war unsere Gefangennahme.

Wie erklären Sie sich das?

Bernau: Das waren Fronttruppen, genau wie wir.

Was bedeutet?

Bernau: Die hatten Ehre im Leib. Wir wurden von ihnen gut behandelt. Ja, sie forderten uns sogar auf, uns für den Marsch in die Gefangenschaft noch mit allem Nützlichen zu versehen, was wir finden konnten. Als ich einmal selbst russische Gefangene zu transportieren hatte, hatte ich auch unterwegs haltgemacht und ihnen Gelegenheit gegeben, nach Brauchbarem für sich zu suchen. Ein Kamerad bekam von dem Offizier, der mich gefangengenommen hatte, sogar neue Stiefel – das aber sollte sein Verderben sein.

Warum?

Bernau: Als wir an die rückwärtigen Truppen übergeben wurden, fingen Terror und Schinderei an. Sie nahmen uns alles ab, was von Wert war. Der Kamerad mit den neuen Stiefeln mußte diese abgeben und stand mit nackten Füßen im Schnee! Bald darauf starb er. Wer auf dem Marsch nicht mehr konnte, wurde im Straßengraben erschossen. Weiter ging es in Viehwaggons nach Osten, täglich mußten wir die Verhungerten und Erfrorenen herausreichen – und wehe denen fehlte ein Kleidungsstück!

Wie haben Sie das überlebt?

Bernau: Ich weiß es nicht. Aber irgendwann war das Schlimmste vorbei und der Krieg auch. Weil ich als Dystrophiker chronisch unterernährt war, wurde ich nicht zu schwerer Arbeit eingeteilt, sondern mußte Tuchschuhe für die Frauen der Offiziere herstellen. Nach dem 8. Mai 1945 landete ich auf der Liste der Entlassungskandidaten und war schon für den Transport aufgerufen worden.Dann sah ein Offizier meinen Namen und sagte: „Der macht doch die schönen Schuhe!“ und strich mich, weil „Spezialist“, wieder. So ging das insgesamt zweimal, bevor ich im Oktober 1945 tatsächlich entlassen wurde und nach Jüterbog in mein Elternhaus zurückkehren konnte, wo ich heute noch lebe. Aber oft denke ich an die vielen tausend Kameraden, denen das nicht vergönnt war und die für immer auf dem Schlachtfeld, im Schnee oder im fernen russischen Osten geblieben sind.

Willy Bernau, geboren 1920 in Jüterbog. Der ehemalige Unteroffizier (rechts) diente als Soldat der 9. Flak-Division der Panzergruppe „Kleist“ in Stalingrad. Als einer der wenigen Stalingrader überlebte er die Gefangenschaft und kehrte im November 1945 nach Hause zurück, wo er bis 1985 zunächst als freier, später als LPG-Landwirt arbeitete.

Foto: „Die Verdammten“ von Otto Herrmann (Kreidelithographie, 1947): „Das Flugzeug wackelte mit den Flügeln und entschwand – das war wie ein letzter Gruß: ‘Lebt wohl Kameraden!’ Was wir dabei fühlten, läßt sich nicht beschreiben.“

nachzulesen bei JF 05-2013

Sonnenrad Trennlinie Reihe

Die große Weichenstellung

Im September 1940 ist seit Beginn des Polenfeldzuges bereits ein Jahr vergangen. Großbritannien und Frankreich hatten Deutschland am 3.September 1939 den Krieg erklärt.

Die europäische Landkarte hat sich seitdem erheblich geändert.

Polen und Frankreich sind besiegt, Dänemark und Norwegen deutsch besetzt.

Doch wie geht es weiter?

voller Bericht unter

Die grosse Weichenstellung

Magical Snap - 2012.12.16 14.42 - 001

 

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